Bundesrat plant Ausbau von Schiene und Strasse

  • Freitag, 19. Dezember 2008, 18:00 Uhr
Sendetermine
  • Erste Ausstrahlung:
    • Freitag, 19. Dezember 2008, 18:00 Uhr, DRS 1 und DRS 4 News
  • Wiederholung:
    • Freitag, 19. Dezember 2008, 19:00 Uhr, DRS 2, DRS Musikwelle und DRS 4 News

Der Bundesrat will bis zu 26,5 Milliarden Franken in den Ausbau des Schienenverkehrs und des Nationalstrassennetzes investieren. Doch wer soll das bezahlen?

Weitere Themen:

Die schwer angeschlagenen US-Autobauer erhalten Notkredite im Umfang von 17,4 Milliarden Dollar.

Aus den beiden Schweizer Stromkonzernen EOS und Atel wird der Energieriese Alpiq.

Der wichtigste Informant im Watergate-Skandal, Mark Felt alias «Deep Throat», ist tot.

Beiträge

  • Verkehrsminister Moritz Leuenberger.

    Milliarden für Strasse und Schiene

    Der Bundesrat will sowohl in den Schienen- also auch in den Strassenbereich investieren. Der Ausbau soll insgesamt bis zu 26,5 Milliarden Franken kosten.

    Bahn 2030
    Der Bundesrat plant unter dem Titel Bahn 2030 einen weiteren massiven Ausbau des Schienenverkehrs. Er will dem Parlament zwei Varianten unterbreiten, die unterschiedlich umfangreiche Investitionen in die Bahn vorsehen.

    Zwei Varianten Die erste Variante umfasst einen Ausbau des Schienennetzes über 25 Jahre im Umfang von rund 21 Milliarden Franken. Die zweite Variante sieht einen redimensionierten Ausbau im Umfang von zwölf Milliarden Franken vor. Sie beinhaltet keine substanzielle Förderung des Agglomerationsverkehrs, obwohl die Nachfrage im Personenverkehr auch in diesem Bereich stark wächst.

    Monika Binotto, Philipp Burkhardt

  • Neuer Schweizer Energieriese

    Die Schweizer Stromkonzerne Atel und EOS fusionieren. Sie schliessen sich zum neuen Unternehmen Alpiq zusammen. Durch die Fusion entsteht ein Branchenriese.

    Alpiq beherrscht Drittel des Marktes
    Das neue Unternehmen wird rund einen Drittel des Schweizer Strombedarfs abdecken. Die Fusion soll keine Entlassungen zur Folge haben.

    International mitmischen Die neue Nummer eins auf dem Schweizer Markt wird in 29 Ländern tätig sein und über 10 000 Angestellte beschäftigen, die Hälfte davon in der Schweiz. Alpiq wird unter den europäischen Energiekonzernen in Bezug auf den Umsatz den sechsten Rang einnehmen. EOS und Atel setzten 2007 zusammen mehr als 16 Milliarden Franken um.

    Philippe Erath

  • Belgische Regierung vor dem Aus

    Die belgische Regierung steht vor dem Aus. Premier Yves Leterme hat den Rücktritt der gesamten Regierung angeboten. Hintergrund ist eine Justizaffäre um den Verkauf des Finanzkonzerns Fortis.

    Stolperstein Fortis
    Kurz zuvor hatte bereits Justizminister Jo Vandeurzen seinen Hut genommen. Belgien steht damit in einer neuen schweren Regierungskrise. Hintergrund ist der Skandal um die Zerschlagung der Finanzkonzern Fortis.

    Beeinflussung der Justiz Der oberste belgische Gerichtshof hat heute den Vorwurf bekräftigt, die Regierung habe im Rechtsstreit um den Verkauf versucht, die Justiz zu beeinflussen. Bisher gebe es für eine versuchte Einflussnahme «wichtige Hinweise», wenngleich «keine juristischen Beweise».

    Michael Becker

  • US-Präsident George W. Bush rettet die Autobauer vorläufig.

    Staatsgelder für US-Autobauer

    Nach wochenlangen Grabenkämpfen im Kongress greift die US-Regierung den angeschlagenen Autobauern unter die Arme. Sie erhalten Notkredite im Umfang von 17,4 Milliarden Dollar.

    Geld aus Rettungspaket

    Damit sind die Autobauer vorerst vor der Pleite gerettet. Die US-Regierung will für die taumelnden Hersteller das 700 Milliarden Dollar schwere Rettungspaket für die Finanzbranche anzapfen. GM und Chrysler kündigten an, Geld zu beanspruchen. Der zweitgrösste US-Autohersteller Ford lehnte das Hilfsangebot ab, weil er auf eigene Faust weitermachen könne.

    Überlebensfähig bis März Das Geld soll bis Ende März reichen. Bis dahin müssten die Unternehmen mit harten Sanierungsschritten ihre Zukunftsfähigkeit unter Beweis stellen, betonte US-Präsident George W. Bush. Sonst würden den Autobauern die Kredite wieder entzogen und es bliebe nur der Konkurs.

    Daniel Voll

  • Mark Felt alias «Deep Throat».

    «Deep Throat» ist tot

    Klaus Kastan

  • Pakistani wollen nicht Sündenbock sein

    Für den Terrorüberfall in Mumbai vor drei Wochen mit mehr als 160 Toten machen die indischen Behörden die pakistanische Organisation Lashkar-e-Taiba verantwortlich. Das wird in Pakistan bezweifelt.

    In Pakistan glauben die Menschen nicht, dass die Attacken tatsächlich von Karachi aus lanciert wurden. Es sei unmöglich mit einem Boot von der pakistanischen Hafenstadt Karachi Mumbai zu erreichen, sagen Bootsführer. 1000 Kilometer und strenge Kontrollen durch die pakistanische und indische Küstenwache, da komme man nicht so schnell durch.

    Derweil versinkt Pakistan immer tiefer im Wirtschaftselend. Pakistanische Experten stellen die desolate wirtschaftliche Lage und das Terrorproblem in Zusammenhang.

    Jürgen Hanefeld

  • Rufer in der Wirtschafts-Wüste

    Einer der wenigen, die sich schon vor dem Ausbruch der Finanzkrise besorgt gezeigt hatten über die Instabilitäten des Finanzsystems, ist der deutsche Wirtschaftswissenschaftler Heiner Flassbeck.

    Flassbeck ist Direktor bei der Uno-Organisation für Handel und Entwicklung UNCTAD in Genf. Die Dimension der Krise hat aber selbst Flassbeck überrascht.

    Es sei schwierig zu sagen, was in naher Zukunft geschehen wird. «Wir wissen nicht, welche Risiken noch im Finanzsektor selbst liegen», sagt Flassbeck. Sicher sei einzig, dass die Schuldenberge kommen werden. Die Frage sei, wie das Geld eingesetzt werde.

    Markus Mugglin

Moderation: Hans Ineichen, Redaktion: Monika Oettli