Bundesrat senkt Mindestzins auf Pensionskassen-Geldern auf 2 Prozent

  • Mittwoch, 22. Oktober 2008, 18:00 Uhr
Sendetermine
  • Erste Ausstrahlung:
    • Mittwoch, 22. Oktober 2008, 18:00 Uhr, DRS 1 und DRS 4 News
  • Wiederholung:
    • Mittwoch, 22. Oktober 2008, 19:00 Uhr, DRS 2, DRS Musikwelle und DRS 4 News

Der Bundesrat senkt den BVG-Mindestzinssatz in der obligatorischen Altersvorsorge der zweiten Säule von 2,75 auf 2 Prozent. Er reagiert damit auf die sich verschlechternden Anlagemöglichkeiten.

Weitere Themen: 

Der Bundesrat hat überrascht und verärgert auf die scharfe Kritik des deutschen Finanzministers Peer Steinbrück reagiert, die Schweiz gehöre auf eine Schwarze Liste der Steueroasen.

Zürichs Stadtpräsident Elmar Ledergerber tritt aus familiären Gründen vorzeitig per April 2009 von seinem Amt zurück.

Beiträge

  • Der Kanton Solothurn mit Loch im Portemonnaie. 2012 ist ein Defizit geplant.

    Sinkende Zinsen auf Altersguthaben

    Dieses Jahr müssen die Pensionskassen ihren Versicherten 2,75 Prozent auf ihren Vorsorgegeldern gutschreiben. Nächstes Jahr sollen es nur noch 2 Prozent sein. Das hat der Bundesrat beschlossen.

    Die Nachricht ist unerfreulich, umso mehr, als diese 2 Prozent angesichts der aktuellen Finanzmarkt-Krise vielleicht immer noch eine zu optimistische Vorgabe sind.

    Barbara Widmer

  • Argentiniens Präsidentin Cristina Fernandez will private Rentenfonds verstaatlichen.

    Argentinien verstaatlicht Rentensystem

    Aus finanziellen Gründen hat Argentinien vor Jahren die Pensionskassen privatisiert. Nun hat Präsidentin Kirchner angekündigt, sie wolle die Pensionskassen wieder verstaatlichen. Dies gebiete die wirtschaftliche Vernunft.

    Argentinien ist nur sieben Jahre nach der grossen Pleite wieder knapp bei Kasse. Die Opposition argwöhnt, der Staat wolle die Schatullen der Vorsorge plündern.

    Ulrich Achermann

  • Zürcher Stadtpräsident Elmar Ledergerber hört auf.

    Elmar Ledergerber gibt sein Amt ab

    Seit einer Woche trägt Elmar Ledergerber den Titel «bester Stadtpräsident von Europa» und zweitbester der Welt. Nun gibt der 64-Jährige seinen Rücktritt aus familiären Gründen bekannt.

    Sein jüngster, noch nicht 16-jähriger Sohn brauche ihn, erklärte Ledergerber. Er werde sich ab Frühling auf die Erziehungsverantwortung konzentrieren. Diese sei nicht vereinbar mit dem Amt als Stadtpräsident.

    Der Sozialdemokrat Ledergerber war 1998 in die Zürcher Stadtregierung gewählt worden. Seit 2002 amtet er als Stadtpräsident. Zuvor war er über 10 Jahre lang im Nationalrat.

    Ledergerber war eine markante politische Figur, ein Rhetoriker, der die prägnante Formulierung beherrschte, aber auch ab und zu den verbalen Zweihänder führte.

    Sonja Schmidmeister

  • Gewaltexzesse in Kenia sollen ungesühnt bleiben

    Die Gewalt in Kenia nach den Präsidentenwahlen Anfang Jahr sollte von einem Sondergericht aufgearbeitet werden. Nun mehren sich aber die Stimmen, dass sich die Täter nicht vor Gericht verantworten müssen.

    1500 Menschen waren bei den Exzessen getötet und über 300 000 aus ihren Wohnorten vertrieben worden. Richter Philipp Waki hat die Hintergründe der brutalen Taten untersucht und einen umfangreichen Bericht abgegegben.

    Darin nennt Waki die Verantwortlichen und fordert, dass sie vor Gericht gestellt werden. Doch nun hat Präsident Kibaki erklärt, vorerst werde es kein Sondergericht geben.

    Ruedi Küng

  • US-Bundesstaaten massiv von Finanzkrise betroffen

    Die Finanzkrise hat ihren Ursprung bei den Banken. Doch sie greift rasch auf die Realwirtschaft über. In den USA gehen Unternehmen pleite, weil US-Bundesstaaten ohne Bankkredite ihre Rechnungen nicht mehr bezahlen können.

    Kredite sind derzeit Mangelware. Die Folgen dürften für die Realwirtschaft von langer Dauer sein.

    Peter Voegeli

  • Verfehlte Modellpolitik der Autoindustrie

    Nicht immer können wirtschaftliche Probleme mit den Turbulenzen an den Finanzmärkten entschuldigt werden. Die leidende Automobilindustrie beispielsweise steckt in einer selbst verursachten Krise.

    So haben beispielsweise deutsche Autohersteller den US-Trend nach immer grösseren und teureren Autos kopiert und sich damit angesichts der massiv gestiegenen Benzinpreise in eine Krise geritten. 

    Philippe Erath

  • Ökonomische Klassiker haben ausgedient

    Die aktuelle Finanzkrise lässt auch die dominierende ökonomische Theorie ziemlich alt aussehen. Die nämlich besagt, dass der freie Markt generell gut ist und Staat und Regulierung sich zurückhalten sollen.

    Ha-Joon Chang von der Cambrigde University ist einer der weltweit berühmtesten Ökonomen, der dies stets in Frage gestellt hat.Ein robuster Markt brauche einen starken Staat, ist Ha-Joon Chang überzeugt.

    Wirtschaftsredaktorin Priscilla Imboden hat ihn in London getroffen.

  • Ist Tabak oder Cannabis gefährlicher?

    Das Schweizer Stimmvolk entscheidet am 30. November darüber, ob der Konsum von Cannabis straffrei werden soll. Ein erklärter Gegner der Vorlage ist der Zürcher Bauer und SVP-Nationalrat Max Binder, der auf seinem Hof Tabak anpflanzt.

    Tabak ja, Cannabis nein - wie geht das zusammen?

    Felix Münger hat Max Binder und François Reusser zu einem Streitgespräch eingeladen.

    Francois Reusser ist Gründungsmitglied der Schweizer Hanf Koordination, die sich seit Jahren für die Legalisierung des Cannabis-Konsums einsetzt.

Moderation: Martin Durrer, Redaktion: Massimo Agostinis