Chinas Regierung legt Konjunkturprogramm auf

  • Montag, 10. November 2008, 18:00 Uhr
Sendetermine
  • Erste Ausstrahlung:
    • Montag, 10. November 2008, 18:00 Uhr, DRS 1 und DRS 4 News
  • Wiederholung:
    • Montag, 10. November 2008, 19:00 Uhr, DRS 2, DRS Musikwelle und DRS 4 News

Die chinesische Regierung gibt umgerechnet fast 690 Milliarden Franken frei, um die Konjunktur anzukurbeln. Das Programm wird weltweit begrüsst.

Weitere Themen:

Die Schweizer Maschinenbauer trotzen der Krise.

In Genf beim IKRK lernen Offiziere aus aller Welt, wie das humanitäre Kriegsvölkerrecht in Krisen richtig angewendet wird.

Die Sängerin Miriam Makeba, bekannt auch als «Stimme Afrikas», ist tot.

Beiträge

  • China will in Infrastruktur- und Sozialprojekte investieren.

    Lob für Chinas Konjunkturprogramm

    Das milliardenschwere Konjunkturprogramm der chinesischen Regierung ist von Experten begrüsst worden. Das Programm werde positive Auswirkungen auf die Weltwirtschaft haben, sagte der Chef des Internationalen Währungsfonds (IWF), Dominique Strauss-Kahn.

    Der IWF sei seit langem der Auffassung, dass China sein vor allem vom Export angetriebenes Wachstum stärker auf die Binnennachfrage ausrichten sollte. Er sei daher sehr froh über die Entscheidung der chinesischen Regierung, so Strauss-Kahn.

    Milliarden für die Infrastruktur

    Chinas Regierung hatte am Wochenende angekündigt, umgerechnet rund 690 Milliarden Franken in die Infrastruktur und in soziale Projekte zu stecken.

  • Einschätzungen von Markus Mugglin

    Dass Chinas Wachstum sich spürbar verlangsamt, kommt angesichts der Krise in den westlichen Industrieländern nicht überraschend. Martin Durrer im Gespräch mit DRS-Wirtschaftsredaktor Markus Mugglin.

  • Die Schweizer Maschinenindustrie vermeldet gute Zahlen.

    Maschinenbauer mit erstaunlich robusten Zahlen

    Die Schweizerische Maschinenindustrie (Swissmem) hat in den ersten neun Monaten des Jahres rund neun Prozent mehr Umsatz gemacht als im Vorjahreszeitraum. Die Aufträge gingen zwar um zehn Prozent zurück, liegen aber nach wie vor auf stabilem Niveau.

    Swissmem-Präsident Johann Schneider-Ammann relativierte den Rückgang mit dem Hinweis auf das Spitzenergebnis im vergangenen Jahr. Wegen des Rückgangs sei die Branche noch nicht in Schwierigkeiten.

    Schneider-Amman, Unternehmer und FDP-Nationalrat, hält deshalb auch ein Konjunkturprogramm nicht für nötig. Solche Programme kämen in aller Regel zu spät. Mindestens so viel wie der stockende Auftragseingang mache der Branche der gestiegene Kurs des Schweizer Frankens zu schaffen.

    Barbara Widmer

  • IKRK schult Offiziere für Krisen und Kriege

    In Genf lernen Offiziere aus aller Welt zurzeit zwei Wochen lang die Anwendung des humanitären Kriegsvölkerrechts. Diese Regeln, festgehalten in den Genfer Konventionen, beschreiben den Umgang mit Kriegsgefangenen und Zivilisten.  

    Obwohl kaum ein anderes internationales Abkommen von so vielen Staaten unterzeichnet wurde wie die Genfer Konventionen, wird das Kriegsvölkerrecht in Krisengebieten häufig verletzt - manchmal fahrlässig, manchmal ganz bewusst.

    Mit dem Kurs in in Genf wollen das Internationale Komitee vom Roten Kreuz und die Schweizer Armee dafür sorgen, dass das Kriegsvölkerrecht besser durchgesetzt werden kann.

    Fredy Gsteiger

  • Miriam Makeba während ihres letzten Konzerts in Italien.

    Miriam Makeba ist tot

    «Mama Afrika», wie die südafrikanische Sängerin Miriam Makeba in ihrem Heimatland respektvoll genannt wird, ist tot. Sie erlag im Alter von 76 Jahren nach einem Konzert in Italien einem Herzinfarkt.

    Übelkeit nach dem Auftritt

    Makeba war nach ihrem Auftritt in Castel Volturno bei Neapel mit Ovationen gefeiert worden. Augenzeugen berichten, sie habe nach Verlassen der Bühne über Übelkeit geklagt und sei daraufhin ins Spital gebracht worden. «Als sie gegen 23.15 Uhr in unser Spital gebracht wurde, hatte ihr Herz bereits aufgehört zu schlagen», sagte der Direktor des Krankenhauses.

    Makeba soll bereits vor dem Konzert über Fieber und Hüftschmerzen geklagt haben, war dann aber mit der ihr eigenen Dynamik aufgetreten. Das Konzert war eine Solidaritätsbekundung für den Anti-Mafia-Autor Roberto Saviano.

    Claus Stäcker

  • Fifa besorgt über wachsenden Markt für Sportwetten

    Der Weltfussballverband Fifa hat sich kritisch über den weltweit wachsenden Markt mit Sportwetten geäussert. Verbandspräsident Joseph Blatter sprach von einem «zwiespältigen Geschäft», das keine Grenzen kenne. Er forderte erneut den Einsatz von Profi-Schiedsrichtern.

    Nach Angaben der Fifa werden jedes Jahr geschätzte 350 Milliarden US-Dollar im Sport verwettet. «Verlässliche Zahlen zu benennen, ist nicht sehr einfach», so ein Sprecher des Frühwarnsystems der Fifa. Dieses Early Warning System war vor der Weltmeisterschaft 2006 in Deutschland erstmals getestet worden und steht unter der Obhut der Fifa. Das Unternehmen kooperiert mit internationalen Buchmachern und Wettanbietern.

    Ueli Reist

  • Jamal Al Banna: Reformtheologe in feindlichem Umfeld

    Jamal Al Banna hat in seiner Heimat Ägypten nur wenige Fürsprecher: Der 88-jährige Reformtheologe hält nicht hinterm Berg mit seiner Kritik am Islam. Veraltet sei dieser und fundamentalistisch.

    Seit langem plädiert Al Banna für eine Erneuerung seiner Religion - in einem Umfeld, das ihm nicht gerade freundlich gesinnt ist. Die ägyptische Hauptstadt Kairo, wo Al Banna lebt, ist ein Zentrum der Islamisten.

    Iren Meier

Moderation: Martin Durrer, Redaktion: Monika Oettli