Couchepin über Polemik schockiert

  • Donnerstag, 7. Februar 2008, 18:00 Uhr
Sendetermine
  • Erste Ausstrahlung:
    • Donnerstag, 7. Februar 2008, 18:00 Uhr, DRS 1 und DRS 4 News
  • Wiederholung:
    • Donnerstag, 7. Februar 2008, 19:00 Uhr, DRS 2 und DRS Musikwelle

Bundespräsident Pascal Couchepin soll in einer Kommissionssitzung SVP-Nationalrat Mörgeli mit dem KZ-Arzt Mengele verglichen haben. Vor den Medien nun sprach Couchepin von einem «Lapsus». Er zeigte sich schockiert über die Polemik, welche sein Versprecher ausgelöst habe.

Weitere Themen:

Afghanistan wird zur Zerreissprobe für die Nato.

Der republikanische Präsidentschaftsanwärter Mitt Romney gibt auf. 

Die Europäische Zentralbank belässt den Leitzins bei 4 Prozent.

Beiträge

  • Couchepin spricht von «Lapsus»

    Bundespräsident Pascal Couchepin ist von der Polemik um seinen Versprecher «Mörgele» statt «Mengele» schockiert. Er habe sich keineswegs einen Scherz erlaubt, sondern es handle sich um einen «Lapsus».

    Es liege ihm fern, Nationalrat Christoph Mörgeli (SVP/ZH) zu beleidigen oder anzugreifen. Überhaupt käme es ihm nie in den Sinn, einen Volksvertreter mit dem Massenmörder Mengele zu vergleichen, sagte Couchepin. Nach seinem Versprecher habe er ein Kommissionsmitglied lachen hören, und er habe sofort gesagt, «es gibt nichts zu lachen, es geht um eine ernste Sache». Mörgeli sei an der Sitzung nicht anwesend gewesen.

    Katrin Hug

  • Einsatz in Afghanistan

    Afghanistan wird zur Nato-Zerreissprobe

    Die Lage in Afghanistan ist alles andere als sicher, der Militäreinsatz der Nato droht für das grösste Militärbündnis der Welt zum Debakel zu werden. Nun treffen sich die Nato-Verteidigungsminister zu Beratungen.

    In Vilnius wird mit harten Bandagen gekämpft doch von einer echten Einigung kann keine Rede sein: Es bräuchte mehr Kampftruppen im Land am Hindukusch, aber kein Nato-Mitglied will diese stellen.

    Fredy Gsteiger

  • «Der Nato fehlt die Strategie»

    Die Nato-Mission in Afghanistan ist für alle Beteiligten sehr schwierig. Das hat ganz zentral mit der zunehmenden Gewalt im Land zu tun.

    Die Frage an Conrad Schetter: Was kann die Nato mit 1000 Soldaten mehr überhaupt ausrichten?

    Schetter ist Afghanistanexperte am Zentrum für Entwicklungforschung an der Universität Bonn.

  • Mitt Romney gibt auf

    Mitt Romney gibt auf

    Der republikanische Politiker Mitt Romney steigt aus dem Rennen um das US-Präsidentenamt aus.

    Er trete beiseite, um die Reihen bei den Republikanern im Kampf um das Weisse Haus gegen die Demokraten zu schliessen, erklärte er vor den Medien. Seinen bislang schärfsten parteiinternen Konkurrenten, Senator John McCain, wollte Romney zunächst allerdings nicht ausdrücklich unterstützen.

    Die Frage an Max Akermann: Wie hat Romney seinen Rückzug begründet?

  • Euro-Leitzins bleibt unverändert

    Die Europäische Zentralbank EZB belässt den Leitzins bei vier Prozent. Damit verfolgt die EZB eine andere Zinspolitik als die US-Notenbank Fed, die die Zinsen zuletzt binnen weniger Tage gleich zweimal gesenkt hatte.

    Beat Soltermann

  • Trauer und Angst in Ludwigshafen

    Der schlimmste Wohnungsbrand in Ludwigshafen seit 45 Jahren hat am Wochenende neun Todesopfer gefordert, rund 60 Menschen wurden verletzt. Als wäre die Tragödie noch nicht schlimm genug, gibt es nun den Verdacht, dass der Brand kein Unfall war, sondern gelegt.

    Bisher gibt es allerdings noch keine Beweise, dass das Feuer absichtlich gelegt wurde; von Neonazis zum Beispiel, denen die ausschliesslich türkischen Bewohner ein Dorn im Auge waren. Aber in Ludwigshafen grassiert die Angst.

    Ursula Hürzeler

  • Scharia bald in Grossbritannien?

    Der Erzbischof von Canterbury befürchtet, dass die Scharia-Justiz bald auch in Grossbritannien zur Anwendung kommen wird.

    In einem Interview mit der BBC erläuterte das das geistliche Oberhaupt der anglikanischen Kirche, warum die Duldung von Teilen des muslimischen Rechts unvermeindlich sei für das Vereinigte Königreich.

    Martin Alioth

  • Basel fürchtet Wasser-Verseuchung

    Basel stellt sich seit Wochen die Frage, wie es um die Qualität des Wassers bestellt ist. Denn Untersuchungen haben nachgewiesen, dass es Spuren von Gift im Wasser hat.

    Umweltschutzorganisation vermuten schon seit rund zehn Jahren, dass die Giftspuren aus den alten Deponien der Basler Chemie stammen. Obwohl ein solcher Zusamenhang nicht abschliessend geklärt ist, reagieren die Behörden nun: Ab sofort wird das Trinkwasser der Stadt Basel und der angrenzenden Gemeinden vorsorglich mit sogenannten Aktiv-Kohle-Filter gereinigt.

    Beat Giger

  • Ruf nach Deponien-Sanierung wird lauter

    Ursprung der Aufregung über das Basler Trinkwasser ist das Erbe der chemischen Industrie, das schon lange zu reden gibt. Zehntausende Tonnen giftiger Abfälle verschwanden in den 1970er-Jahren einfach im Boden.

    Quer durchs Dreiländereck zieht sich seit damals eine Kette von Chemiemülldeponien. So ganz genau weiss niemand, wie gefährlich dies für Mensch und Umwelt ist. Der Ruf, die Basler Deponiefrage endlich zu lösen, wird immer lauter.

    Beat Giger

  • Grossaktion gegen Cosa Nostra

    Der italienischen Anti-Mafia-Polizei ist der grösste Coup seit Mitte der 1980er-Jahre gelungen: In einer Grossoperation hat sie zusammen mit dem FBI insgesamt 90 mutmassliche Mafiosi festgenommen.

    30 Verdächtige wurden in Italien, 60 in den USA verhaftet. Die Festgenommenen sollen versucht haben, die amerikanische und die sizilianische Cosa Nostra wieder zu einem Hauptplayer des internationalen Drogenhandels zu machen.

    Rolf Pellegrini

Moderation: Simone Fatzer, Redaktion: Monika Oettli