Das Ringen um die deutsche Hypo Real Estate

  • Sonntag, 5. Oktober 2008, 18:00 Uhr
Sendetermine
  • Erste Ausstrahlung:
    • Sonntag, 5. Oktober 2008, 18:00 Uhr, DRS 1 und DRS 4 News
  • Wiederholung:
    • Sonntag, 5. Oktober 2008, 19:00 Uhr, DRS 2, DRS Musikwelle und DRS 4 News

Ein Krisengipfel ringt um die Zukunft der deutschen Hypo Real Estate: Die Bank steht kurz vor dem Kollaps.

Weitere Themen:

Die Olympia-Bauten sind die neuen Wahrzeichen Pekings.

Die Menschenrechtslage in China hat sich durch die Olympischen Spiele nicht verbessert.

Nicaraguas ehemaliger Kulturminister, der Dichter Ernesto Cardenal, sieht sein Land am Abgrund.

Beiträge

  • Hypo Real Estate kämpft ums Überleben.

    Zittern um deutsche Hypo Real Estate

    An einem Krisentreffen in Berlin beraten Vertreter von Regierung, Bundesbank und Aufsichtsbehörde über die Rettung der angeschlagenen Bank Hypo Real Estate. Erst am Abend zuvor ist ein Rettungsplan geplatzt.

    Private Finanzinstitute hatten ihre Zusagen zur Rettung der Bank zurückgezogen. Wird nun kein neuer Rettungsplan beschlossen, droht dem Münchner Geldinstitut bereits morgen die Insolvenz.

    Offenbar benötigt die Hypo Real Estate mehr Geld als zunächst angenommen, zur Zeit ist von mehreren Milliarden Euro zusätzlich die Rede. Anfang Woche war man von einem 35-Milliarden-Euro-Loch ausgegangen.

    Eveline Kobler

  • Das Vogelnest ist das neue Wahrzeichen Pekings.

    Chinesen pilgern ins olympische Dorf

    Nachdem alle Athleten das Olympische Dorf verlassen haben, kann sich die chinesische Bevölkerung das Vogelnest und den Wasserwürfel ansehen. Aus dem ganzen Land strömen Menschen nach Peking.

    Die Olympia-Bauten sind die neuen Wahrzeichen der Stadt. Doch viele fragen sich auch, was aus den grossen Sportstätten wird. Es wird wohl Jahrzehnte dauern, bis sich das Vogelnest genannte Nationalstadion oder der Wasserwürfel für die Schwimmwettbewerbe rechnen.

    Frank Hollmann

  • Repression gegen Chinas Minderheiten

    Die Menschenrechtslage in China hat sich durch die Olympischen Spiele nicht verbessert. In Tibet hat sich die Lage durch die Spiele gar noch verschlechtert, die Repression hat deutlich zugenommen.

    Laut der Menschenrechts-Organisation Human Rights Watch sind vor den Spielen 24 Dissidenten festgenommen oder in die Provinzen verbannt worden. Momentan sei es für Journalisten nicht möglich, mit den Dissidenten Kontakt aufzunehmen, sagt DRS-Korrespondent Urs Morf.

    Simone Fatzer

  • Ernesto Cardenal sieht Nicaragua am Abgrund.

    Ernesto Cardenal kritisiert Ortega scharf

    Der bekannte Dichter und ehemalige Priester Ernesto Cardenal gehört zu den schärfsten Kritikern Daniel Ortegas und seiner Regierung: Nicaragua sei heute eine Familiendiktatur.

    Der 83 Jahre alte Lyriker kritisiert die Amtsführung, den Lebensstil und die politische Praxis Ortegas offen. Er sieht sein Land am Abgrund, die Demokratie sei gescheitert oder zumindest in grösster Gefahr.

    Cardenal war nach dem Sturz des Diktators Anastasio Somoza 1979 Kulturminister in Ortegas erster sandinistischer Regierung. Doch er ist längst aus der Partei ausgetreten und gehört wie viele seiner alten Weggefährten der Opposition an. Doch Hoffnungen auf einen demokratischen Wandel hat er nicht.

    Franco Battel

Moderation: Simone Fatzer, Redaktion: Monika Oettli