Die Erwartungen an Annapolis

  • Montag, 26. November 2007, 18:00 Uhr
Sendetermine
  • Erste Ausstrahlung:
    • Montag, 26. November 2007, 18:00 Uhr, DRS 1
  • Wiederholung:
    • Montag, 26. November 2007, 19:00 Uhr, DRS 2, DRS Musikwelle und DRS 4 News

An der Nahost-Friedenskonferenz in Annapolis nehmen mehr Länder teil, als im Vorfeld erwartet. Auch arabische und syrische Delegationen sind der Einladung der USA gefolgt. Doch die Erwartungen an die Konferenz sind gedämpft.

Weitere Themen:

Die Internationale Energie-Agentur IEA blickt kritisch auf die Schweizer Energiepolitik.

Söldnerdienste werden in Konfliktregionen immer bedeutender.

Wollerau ist wieder steuergünstigste Gemeinde der Schweiz.

Beiträge

  • Palästinenser erwarten wenig von Annapolis

    An der Nahost-Friedenskonferenz werden nicht nur Israel, sondern auch die Palästinenser und arabische Regierungen teilnehmen. Im Vorfeld war sehr unsicher, wer der Einladung der USA folgen werde.

    In Ramallah, im palästinensischen Westjordanland, sind die Erwartungen an die Konferenz gering. Zudem wird befürchtet, dass der Delegationsleiter, Palästinenser-Präsident Mahmud Abbas, allfällige Zugeständnisse innenpolitisch nicht durchzusetzen vermag.

    Robert Stähli

  • Israels Regierung in schwacher Position

    Ehud Olmert, der israelische Regierungschef, ist sowohl politisch wie auch moralisch angeschlagen. Er geniesst bei seinem Volk zur Zeit wenig Vertrauen.

    Kann Olmert aus dieser schwachen Position allfällige Beschlüsse der Friedenskonferenz von Annapolis in Israel durchsetzen?

    Casper Selg im Gespräch mit Robert Stähli

  • Syriens Rolle an der Friedenskonferenz

    Syrien knüpfte die Teilnahme an der Nahost-Friedenskonferenz an die Bedingung, dass der von Israel besetzte syrische Golan auf die Traktandenliste komme.

    Damaskus riskiert mit diesem Schritt einiges und löst unterschiedliche, zum Teil heftige Reaktionen aus: die USA und Israel freuen sich, weil das Treffen so mehr Legitimität bekommt. Die arabischen Staaten hoffen, Syriens Teilnahme übertünche die innerarabische Spaltung. Und die islamistischen Verbündeten Syriens, eben die Hamas und die Hisbollah, sind geschockt.

    Iren Meier

  • Internationale Energie-Agentur kritisiert die Schweiz

    Die Internationale Energie-Agentur IEA empfiehlt der Schweiz höhere Steuern auf Benzin und Heizöl. Gleichzeitig macht sich die IEA Sorgen wegen der drohenden Stromlücke und der Abhängigkeit vom Erdöl.

    In ihrem aktuellen Bericht zur Energiepolitik in der Schweiz macht sie auch konkrete Vorschläge.

    Philipp Burkhardt

  • Wollerau ist die steuergünstigste Gemeinde der Schweiz

    Die Schwyzer Gemeinde Wollerau am Zürichsee ist Wohnort zahlreicher Prominenter: UBS-Chef Marcel Ospel oder Formel-1-Pilot Kimi Räikkönen zum Beispiel haben in der 7000-Einwohner-Gemeinde ihre Adresse. Sie werden sich freuen, wenn die steuergünstige Gemeinde ihren Steuerfuss am 5.

    Dezember weiter senkt.

    Wollerau darf sich dann wieder 'steuergünstigste Gemeinde der Schweiz' nennen. Wie lebt es sich als Normalbürger im Steuerparadies zwischen Reichen und Prominenten?

    Marlies Zehnder

  • Söldnerdienste werden wieder wichtiger

    Vor gut zwei Monaten schossen Mitarbeiter der US-Sicherheitsfirma Blackwater in Irak wild um sich und töteten offenbar grundlos 17 Zivilisten. Seither sind die Söldnerarmeen im Gespräch.

    Nachdem sich die Branche selber wochenlang bedeckt gehalten und die Vorfälle in Irak verwedelt hat, spricht sie inzwischen selber von einem Skandal und gelobt Besserung. Unabhängige Experten haben daran freilich ihre Zweifel.

    Doch in einem Punkt sind sich Befürworter wie Kritiker einig: Private Söldnerarmeen werden künftig noch bedeutender werden.

    Fredy Gsteiger

  • Verschärfter Umgang mit Ausländern in Italien

    Auch in Italien ist die Sicherheit zur Zeit das grosse Thema. Die Gewalt von Hooligans, brutale Raubzüge auf Villen, Vergewaltigungen, der ausufernde Drogenhandel: All das lässt den Ruf nach einer starken Hand ertönen.

    Doch die Polizei hat in vielen Gegenden ausser Stande, die Lage zu kontrollieren.

    Manche Italiener machen die Ausländer für die Zunahme der Kriminalität verantwortlich. Pauschal beschuldigt wurden in den letzten Wochen vor allem rumänische Immigranten, nachdem eine Frau in Rom von einem Rumänen brutal vergewaltigt und ermordet worden war.

    Die italienische Regierung versprach mit einem blitzschnell erlassenen Dekret, Delinquenten und Vorbestrafte auszuweisen. Und nicht nur die, sondern auch jene die eine Gefährdung darstellten.

    Rolf Pellegrini

Autor/in: Casper Selg