Die Finanzkrise ist noch lange nicht ausgestanden

  • Mittwoch, 17. September 2008, 18:00 Uhr
Sendetermine
  • Erste Ausstrahlung:
    • Mittwoch, 17. September 2008, 18:00 Uhr, DRS 1 und DRS 4 News
  • Wiederholung:
    • Mittwoch, 17. September 2008, 19:00 Uhr, DRS 2, DRS Musikwelle und DRS 4 News

Die Ruhe nach dem Sturm ist vielleicht schon wieder die Ruhe vor dem Sturm. Bereits kämpft die nächste Bank mit ihrem Überleben, es ist dies die britische Halifax Bank of Scotland HBOS.

Die Frage stellt sich, wie es überhaupt zu derartigen Erschütterungen in der internationalen Finanzwelt kommen konnte.

Weitere Themen:

Dass es zur aktuellen Finanzkrise kommen konnte liegt vor allem daran, dass alle hofften, der Aufschwung werde ewig dauern.

Das Tessin gilt als Pionierkanton in Sachen Rauchverbot in öffentlichen Räumen.

Der Einsatz von Privat-Armeen in Kriegsgebieten sollen künftig gewissen Regeln folgen.

Beiträge

  • Ist Alan Greenspan der Schuldige?

    Die Fehlentwicklung begann bereits vor Jahren

    Der Kollaps der Investment-Bank Lehman Brothers und die Rettung des Versicherers AIG durch die US-Regierung sind die bisherigen Höhepunkte der aktuellen Banken-Krise. Die Gründe für das Fiasko sind in der Vergangenheit zu suchen.

    Immer noch sind die Börsen weltweit auf Talfahrt, die Händler nervös. Angesichts der unsicheren Weiterentwicklung der internationalen Finanzmärkte soll die Frage erlaubt sein, wie es überhaupt so weit kommen konnte. Als einer der «Schuldigen» wird immer öfter Alan Greenspan genannt, der langjährige Chef der US-Notenbank Fed.

    Priscilla Imboden

  • Niklaus Blattner

    Investmentbanking bedeutet Risiko

    Niklaus Blattner war als Vizepräsident der Schweizer Nationalbank jahrelang zuständig für die Finanzmarkt-Stabilität. Anfang 2008 bezeichnete Blattner in einem Interview das Investmentbanking als brandgefährlich. Nun scheint er Recht zu bekommen.

    Investmentbanking ist jener Teil des Bankengeschäfts, der sich vor allem mit Börsengängen beschäftigt und mit viel ausgeliehenem Geld hochriskante Geschäfte tätigt.

    Die Frage an Niklaus Blatter: Weshalb ist das Investmentbanking derart gefährlich?

    Hans Ineichen

  • Tessin: Pionier in Sachen Nichtraucherschutz.

    Rauchverbot im Tessin wirkt

    Die Tessiner Behörden werten das im April 2007 eingeführte Rauchverbot in den Gaststätten als Erfolg. Das Hauptziel, nämlich der Schutz vor dem Passivrauchen, sei erreicht worden.

    Weniger glücklich sind hingegen die Wirte. Sie beklagen sich über Umsatzeinbussen. Viele Gäste würden heute weniger lang im Lokal verweilen als früher, heisst es gemäss einer Studie.

    Die Frage an Tessin-Korrespondent Alexander Grass: Wie hat sich die Lage für Angestellte in Restaurants konkret verbessert?

    Hans Ineichen

  • Private Militärunternehmen wie Blackwater sollen stärker kontrolliert werden.

    Vorschriften für «Blackwater» & Co.

    Private Militärunternehmen sollen stärker kontrolliert werden. Dem stimmten in Montreux siebzehn Staaten zu. In Zukunft werden diese Firmen das humanitäre Völkerrecht respektieren müssen. 

    Zu den Unterzeichnerstaaten gehören unter anderen die USA, Grossbritannien, der Irak, Afghanistan und die Schweiz. Rechtlich gesehen ist die Vereinbarung nicht bindend. Dennoch zeigt sich das Internationale Komitee vom Roten Kreuz erfreut über die Vereinbarung. Denn damit gelten nun auch für «Blackwater» & Co. Regeln.

    Fredy Gsteiger

  • Kaba, der Schlüssel des Erfolgs.

    Sicherheit hat immer Hochkonjunktur

    Kaba setzt seit einigen Jahren auch auf hochtechnologische, elektronische Sicherheits-Systeme, und das sehr erfolgreich. Das zeigen die neuesten Geschäftszahlen.

    Der Konzern beschäftigt weltweit rund 9000 Personen, auf seiner Kundenliste findet sich sogar das US-Verteidigungsministerium.

    Marlies Zehnder

  • Sulukule gilt als das älteste Roma-Viertel der Welt.

    Das Ende von Sulukule in Istanbul ist besiegelt

    Die europäische Kulturhauptstadt 2010 wird Istanbul sein. Bereits jetzt ist die Stadtregierung daran, die 16-Millionen-Metropole am Bosporus herauszuputzen. Das bringt für einige auch Probleme mit sich.

    Denn der von vielen Literaten besungene «sanfte Geruch des Zerfalls» soll sich verflüchtigen. Istanbul soll die Aufbruchstimmung in der Türkei spiegeln. Dazu passen keine Randgruppen. Auch nicht die Roma und Sinti, die seit Jahrhunderten in Sulukule leben, einem Quartier am Rande der Istanbuler Altstadt.

    Werner van Gent

Moderation: Hans Ineichen, Redaktion: Roman Fillinger