EU erhöht den Druck auf Steuerflüchtlinge

  • Montag, 2. Februar 2009, 18:00 Uhr
Sendetermine
  • Erste Ausstrahlung:
    • Montag, 2. Februar 2009, 18:00 Uhr, DRS 1 und DRS 4 News
  • Wiederholung:
    • Montag, 2. Februar 2009, 19:00 Uhr, DRS 2, DRS Musikwelle und DRS 4 News

Die EU-Kommission will die EU-weite Steuerflucht unterbinden und deshalb die Amtshilfe der Mitgliedsländer verbessern. Damit wächst in der EU nicht nur der Druck auf die Bankgeheimnisse einzelner Mitglieder - auch die Schweiz dürfte das zu spüren bekommen.

Weitere Themen:

Papst Benedikt XVI. und seine umstrittenen jüngsten Entscheidungen: Was steckt dahinter?

Die Kreditvergabe unter den Banken - der Interbankenhandel - liegt noch immer brach. Was tun?

Sid Vicious, Bassist der legendären «Sex Pistols», starb heute vor 30 Jahren.

Beiträge

  • EU sagt Steuerflucht den Kampf an

    In der EU gehen jedes Jahr schätzungsweise bis zu 250 Milliarden Euro Steuern verloren. Steuerflüchtigen will die Kommission in Brüssel nun das Handwerk legen, indem sie die Zusammenarbeit der Mitgliedsstaaten in Steuerfragen verzahnt.

    So soll die Amtshilfe - also der Informationsaustausch zwischen den Behörden einzelner Länder - verbessert werden. Das bedeutet nichts anderes, als dass das Bankgeheimnis aufgehoben werden soll - zumindest in den EU-Staaten, in denen es gilt.

    Als Nicht-EU-Mitglied ist die Schweiz nicht von einer möglichen Verbesserung der Amtshilfe betroffen. Einigen sich die EU-Staaten aber, steigt der Druck auch auf das Schweizer Bankgeheimnis.

    Thomas Oberer

  • Vatikan sorgt abermals für Empörung

    Nach dem Streit um die Rehabilitierung des Holocaust-Leugners William Richardson sorgt eine weitere Personalentscheidung von Papst Benedikt XVI. für Kopfschütteln. Er hat den Ultrakonservativen Gerhard Wagner zum Weihbischof von Linz ernannt.  

    Was steht hinter diesen Entscheidungen? Sind es Einzelfälle? Der Theologe und Kapuzinerpater Willi Anderau in Zürich gibt Auskunft.

    Martin Durrer

  • Misstrauen zwischen den Banken weiterhin gross

    Trotz Interventionen von Notenbanken ist das Vertrauen der Banken untereinander schwer geschädigt: Sie leihen sich untereinander kein Geld mehr.

    Seitdem dieser so genannte Interbankenmarkt nicht mehr funktioniert, kämpfen viele Banken mit grossen Problemen. Andere Banken wissen schlicht nicht, wohin mit ihrem Geld.

    Zwischendrin steht die Nationalbank, die versucht, das Interbankengeschäft wieder in Gang zu bringen.

    Barbara Widmer

  • US-Senat berät Obamas Konjunkturpaket

    Nach dem Repräsentantenhaus berät nun der US-Senat über das milliardenschwere Konjunkturpaket, mit dem Präsident Obama die amerikanische Wirtschaft wieder ankurbeln will.

    Ein von beiden Kammern bereinigtes Gesetz soll von Obama Mitte Februar unterzeichnet werden. Obwohl der Präsident die Republikaner persönlich umworben hat, hat kein einziger Republikaner im Repräsentantenhaus dem Paket zugestimmt.

    In der Öffentlichkeit hat eine Art Kulturkampf begonnen. Man vergleicht Obamas Konjunkturpaket mit Roosevelts New Deal zur Bekämpfung der Depression in den dreissiger Jahren.

    Peter Voegeli

  • Durchzogene Bilanz eines Revolutionsheiligen

    In Lateinamerika feiert ein Politiker Amtsjubiläum, von dem man mehrfach glaubte, seine Tage als Staatschef seien gezählt: Venezuelas Präsident Hugo Chavez ist genau zehn Jahre im Amt.

    Chavez hat Kritik und einen Putschversuch überstanden - nun aber spürt er wohl tatsächlich, dass seine Allmacht in Gefahr ist.

    Ulrich Achermann

  • Vor 30 Jahren: Das Aushängeschild des Punk stirbt

    Mit seinen rohen und lauten Songs hat der Punk die Rockmusik Ende der siebziger Jahre nachhaltig verändert. Er war aber auch eine Rebellion gegen die bürgerliche Gesellschaft.

    Ein Aushängeschild der Bewegung, die von London aus über Europa und die USA schwappte, war Sid Vicious. Der Bassist der legendären «Sex Pistols» konnte eigentlich gar nicht Bass spielen - doch das war unwichtig.

    Dafür hatte er miserable Manieren, stand unter Verdacht seine Freundin erstochen zu haben und starb früh: Vor 30 Jahren spritzte sich der 21-Jährige in New York eine Überdosis Heroin.

    Raphael Zehnder

  • China und die USA: Die ungleichen Schwergewichte

    Die USA und China sind zwei aufs engste miteinander verflochtene Volkswirtschaften. Bislang schien klar: Wirtschaftlich könnte China womöglich schon bald in der Verfassung sein, zu den USA aufzuschliessen.

    Politisch aber würden die USA nach wie vor die einzige strategische Supermacht bleiben. Das werde sich langfristig ändern, glaubt der Wirtschaftshistoriker Niall Ferguson, der die Geldflüsse zwischen den USA und China untersucht hat.

    Franco Battel

Moderation: Martin Durrer, Redaktion: Isabelle Jacobi