EU will Flüchtlinge auf Mitgliedsländer verteilen

  • Montag, 7. September 2015, 18:00 Uhr
Sendetermine
  • Erste Ausstrahlung:
    • Montag, 7. September 2015, 18:00 Uhr, Radio SRF 1 und Radio SRF 4 News
  • Wiederholung:
    • Montag, 7. September 2015, 19:00 Uhr, Radio SRF 2 Kultur, Radio SRF Musikwelle und Radio SRF 4 News

Beiträge

  • Der Flüchtlingsstrom über die Balkan-Halbinsel beginnt in Griechenland. Bild: An der griechisch-mazedonischen Grenze.

    EU will Flüchtlinge auf Mitgliedsländer verteilen

    Die EU-Kommission will 120'000 Flüchtlinge, die sich zurzeit in Italien, Griechenland oder Ungarn befinden, auf andere EU-Länder verteilen. Am Mittwoch wird EU-Kommissionspräsident Jean-Claude Juncker weitere Massnahmen zur Bewältigung des Flüchtlingsdramas in Europa bekanntgeben.

    Oliver Washington

  • Mit dem neuen Nachrichtendienst-Gesetz könnte der Nachrichtendienst-Chef ohne Rückendeckung des Bundesrates sehr weitreichende Entscheide fällen, sagen Kritiker, Verteidigungsminister Maurer ist der Ansicht, dass es vor allem wichtig sei, dass Entscheide schnell gefällt werden könnten.

    Wer wacht über das neue Nachrichtendienst-Gesetz?

    Die letzte Session der eidgenössischen Räte vor den Wahlen ist dicht befrachtet mit umstrittenen Vorlagen - eine davon ist das neue Nachrichtendienst-Gesetz; im Nationalrat gibt vor allem die Aufsicht darüber Anlass zu Streit.

    Christian von Burg

  • Ohne Beschränkungen würden Arztpraxen wie Pilze aus dem Boden schiessen, lautet der Tenor im Parlament. Deshalb dürfte der Nationalrat den Kantonen weiterhin erlauben, Arztpraxen zu verbieten - das Verbot wird kein strenges sein. Fazit: Es wird auch weiterhin viele neue Arztpraxen geben.

    Ärztestopp - grosser Aufwand, kleine Wirkung?

    Weniger Arztpraxen bedeutet tiefere Gesundheitskosten. Diese Gleichung steht hinter dem Ärztestopp. Dieser verhindert, dass jeder qualifizierte Arzt, jede qualifizierte Ärztin in der Schweiz eine Praxis eröffnen darf.

    Mitte 2016 läuft der Ärztestopp aus, falls der Nationalrat keine Verlängerung entscheidet.

    Sarah Nowotny

  • Einerseits gibt es grosse Solidarität mit den Flüchtlingen, andererseits brennen im Osten Deutschlands Unterkünfte für Flüchtlinge. Wird man die Flüchtlinge übers ganze Land verteilen können oder müssen das die westdeutschen Grossstädte alleine stemmen?

    Flüchtlinge in Deutschland - es gibt viel zu tun

    Dass Deutschland so viele Flüchtlinge aufnimmt, mindert kurzfristig viel Leid. Längerfristig steht viel Arbeit an dafür gibt die deutsche Regierung Geld. Asylsuchende aus Balkanländern sollen jedoch rascher zurückgeschafft werden.

    Gespräch mit Steffen Angenendt von der Stiftung Wissenschaft und Politik.

    Roman Fillinger

  • Der saudische Kronprinz bin Salman - hier mit dem jordanischen König Abdullah - wehrt sich gegen die Vorwürfe: Saudiarabien und andere Golfmonarchein finanzierten mit Milliarden humanitäre Hilfe für Syrienflüchtlinge in Jordanien.

    Flüchtlingsdrama in Europa provoziert Kritik an Golfmonarchien

    Die Bilder von verzweifelten syrischen Kriegsflüchtlingen, die unter grössten Gefahren nach Europa reisen, und die Bilder ihrer Ankunft in Deutschland werden auch in der arabischen Öffentlichkeit diskutiert.

    Dort stellt man sich die Frage, warum das ferne Europa hilft, nicht aber die reichen arabischen Brüder in den Golfmonarchien.

    Philipp Scholkmann

  • Präsident Erdogan zu kritisieren, wird immer gefährlicher.

    AKP-Anhänger greifen «Hürriyet»-Redaktion an

    Journalistinnen und Journalisten, die sich kritisch gegen den türkischen Präsidenten Erdogan äussern, leben gefährlich.

    Nachdem eine der auflagestärksten türkischen Zeitungen am Sonntag eine Erdogan-kritische Twitter-Meldung publiziert hatte, versuchten AKP-Anhänger, das «Hürriyet»-Gebäude zu stürmen.

    Reinhard Baumgarten

  • Einziger klarer Hinweis auf mehr Online-Rassismus: Mehr Menschen melden die Äusserungen anderer.

    Rassismus-Strafnorm und soziale Medien

    In der Schweiz sind noch nie so viele Facebook-Postings wegen Rassismus-Verdachts gemeldet worden wie im laufenden Jahr. Kritiker sprechen von Denunziantentum. Urteile der vergangenen Jahre zeigen jedoch: Die Rassismus-Strafnorm wird massvoll angewendet.

    Samuel Burri

  • Der Urgrossvater von Nicole Loeb gründete 1959 die patronale Wohlfahrtsstiftung für die Mitarbeitenden des Warenhauses. Es gibt sie heute noch. Die Ursprünge der meisten Wohlfahrtsstiftungen gehen auf die Zeit zurück, als es das Obligatorium für die zweite Säule noch nicht gab.

    Bürokratie gefährdet die letzten patronalen Wohlfahrts-Fonds

    Weil die AHV-Rente allein kaum zum Leben reicht, haben gegen 6000 sozial bewusste Unternehmer im Laufe der Zeit sogenannt patronale Fonds für ehemalige Mitarbeitende gegründet. Immer strengere Vorschriften haben die Zahl dieser Fonds inzwischen halbiert.

    Nicole Loeb, die in fünfter Generation das gleichnamige Berner Warenhaus führt, ist gespannt auf die anstehende Parlamentsdebatte, wo eine weitere Verschärfung diskutiert werden soll.

    Massimo Agostinis

Moderation: Roman Fillinger, Redaktion: Matthias Kündig