Fall Roschacher: Blocher dementiert Komplott

  • Mittwoch, 5. September 2007, 18:00 Uhr
Sendetermine
  • Erste Ausstrahlung:
    • Mittwoch, 5. September 2007, 18:00 Uhr, DRS 1
  • Wiederholung:
    • Mittwoch, 5. September 2007, 19:00 Uhr, DRS 2 und DRS Musikwelle

Justizminister Blocher weist die Vorwürfe im Zusammenhang mit der Affäre Roschacher zurück. Das Dementi erfolgte nach dem Entscheid des Bundesrates, das Thema von einem externen Experten beurteilen zu lassen.

Weitere Themen:

Die deutsche Polizei hat verheerende Bombenanschläge verhindert.

Ein US-General denkt laut über eine Truppenreduktion in Irak nach.

Im Osten Kongos wird heftig gekämpft, Tausende sind auf der Flucht.

Beiträge

  • Blocher weist Komplott-Vorwürfe zurück

    Bundesrat Christoph Blocher hat die Komplott-Vorwürfe in Zusammenhang mit dem Rücktritt von Bundesanwalt Valentin Roschacher in aller Form zurückgewiesen. Die Absetzung Roschachers im letzten Jahr bringt den Justizminister in Bedrängnis.

    Ein noch nicht publiker Bericht der Geschäftsprüfungs-Kommission (GPK) des Nationalrates ist offenbar so brisant, dass der Gesamtbundesrat einen externen Rechtsberater beizieht. Die GPK untersucht zurzeit die Umstände des Abgangs von Roschacher. Der unabhängige Jurist soll die Ergebnisse der Untersuchung beurteilen.

    Philipp Burckhart

  • Fall Roschacher wirbelt Staub auf

    Seit längerer Zeit kursieren Gerüchte über eine Intrige zur Absetzung von Bundesanwalt Valentin Roschacher im letzten Jahr.

    Deshalb hat der Bundesrat einen unabhängigen Juristen damit beauftragt, einen noch unveröffentlichten Bericht der nationalrätlichen Geschäftsprüfungs-Kommission (GPK) zu analysieren. Die Kommission untersucht die Umstände, die zum Abgang von Roschacher geführt hatten.

    In einer eigenen Medienkonferenz hat Bundesrat Christoph Blocher die Komplott-Vorwürfe als ehrverletzend zurückgewiesen. Sie beruhten einzig und allein auf Gerüchten. Was kann daraus geschlossen werden?

    Casper Selg im Gespräch mit Philipp Burckhart

  • Deutsche Polizei verhindert verheerende Bombenanschläge

    In Deutschland ist es den Sicherheitsbehörden gelungen, ein grosses Blutbad zu verhindern. Sie haben in Nordrhein-Westfalen drei Verdächtige festgenommen. Der Zugriff erfolgte, als die Männer mit dem Bau einer Bombe begannen.

    Das beschlagnahmte Material hätte nach den Ermittlern gereicht, um 550 Kilogramm TNT zu produzieren. Diese Bomben hätten mehr Sprengkraft gehabt als jene in Madrid oder London. Die Männer hatten verschiedene Ziele in Deutschland im Visier.

    Ursula Hürzeler

  • Terrorabwehr in Deutschland

    Die deutsche Polizei hat verheerende Bombenanschläge verhindert. Bei einem der grössten Polizei-Einsätze der Nachkriegsgeschichte nahmen die Ermittler zwei zum Islam konvertierte Deutsche und einen Türken fest.

    Die Männer im Alter zwischen 22 und 29 Jahren planten den Ermittlungen zufolge massive Anschläge in Deutschland. Zum Zeitpunkt der Festnahme waren die Männer damit beschäftigt, Sprengstoff herzustellen. Die deutsche Terrorabwehr scheint demnach gut zu funktionieren?

    Casper Selg im Gespräch mit Ursula Hürzeler

  • US-General signalisiert Teilabzug aus Irak

    Wenige Tage vor dem mit Spannung erwarteten Irak-Lagebericht im US-Kongress ist die Debatte über einen Abzug der Amerikaner aus Irak neu entbrannt. Der US-Oberbefehlshaber in Irak, General David Petraeus, deutete an, dass es ab März 2008 eine Reduzierung der US-Truppen geben könnte.

    Auch US-Präsident George W. Bush machte erste leise Andeutungen auf eine mögliche Reduktion und zeigte Bereitschaft, einen Teil der 160 000 Soldaten abzuziehen. Beginnt die Regierung Bush den Rückzug einzuleiten?

    Casper Selg im Gespräch mit Walter Laqueur, Strategie-Experte in Washington

  • Tausende im Osten Kongos auf der Flucht

    In der kongolesischen Provinz Kivu an der Grenze zu Ruanda und Uganda finden seit mehreren Tagen Kämpfe zwischen Milizionären und Regierungs-Einheiten statt. Zehntausende Menschen befinden sich gemäss der Uno auf der Flucht.

    Die Demokratische Republik Kongo hat seit letztem Oktober eine gewählte Regierung und gewählte Behörden. Dem Frieden und Wiederaufbau im Osten des ehemaligen Zaire steht jedoch die Feindschaft zwischen Hutus und Tutsis im Weg, ein Erbe des ruandischen Völkermordes.

    Ruedi Küng

  • Peruanische Erdbebenopfer weiter auf Hilfe angewiesen

    519 Tote und 200 000 Geschädigte hat das Erdbeben der Stärke 8,0 von Mitte August in Peru hinterlassen. Im betroffenen Gebiet rund 200 Kilometer südlich von der Hauptstadt Lima ist die Situation äusserst prekärer.

    Drei Wochen nach dem verheerenden Erdbeben ist die Bevölkerung zunehmend auf internationale Unterstützung angewiesen. Viele Erdbebenopfer leben in Kartonbehausungen auf der Strasse unter katastrophalen hygienischen Bedingungen weiss Beatrice Meyer, Leiterin der schweizerische Entwicklungs-Zusammenarbeit in Peru.

    Ulrich Achermann

  • Ungarischer Ombudsmann überwacht Roma-Rechte

    In vielen Ländern Europas gehören die Roma nach wie vor zu den untersten gesellschaftlichen Schichten.

    Zwei Ereignisse letzten Monat werfen ein Schlaglicht auf ihre schlechte Integration: Im italienischen Livorno kamen vier Roma-Kinder ums Leben, als ihre Hütte im Barackenlager unter einer Autobahnbrücke in Flammen aufging. In Bulgarien ist ein 17-jähriger Roma zu Tode geprügelt worden. In beiden Fällen sind die genauen Hintergründe noch nicht bekannt.

    Auch in Ungarn kommt es immer wieder zu Übergriffen. Ungarn versucht, die Situation der mehreren Hunderttausend Roma mit einem Ombudsmann für Minderheiten zu verbessern.

    ARD-Korrespondent Andreas Meyer-Feist

Autor/in: Casper Selg