Feuerpause in Irak

  • Sonntag, 30. März 2008, 18:00 Uhr
Sendetermine
  • Erste Ausstrahlung:
    • Sonntag, 30. März 2008, 18:00 Uhr, DRS 1 und DRS 4 News
  • Wiederholung:
    • Sonntag, 30. März 2008, 19:00 Uhr, DRS 2, DRS Musikwelle und DRS 4 News

Nach tagelangen blutigen Kämpfen hat der radikale Schiiten-Prediger Muktada al-Sadr der irakischen Regierung ein Ende der Kämpfe angeboten.

Weitere Themen:

Der Gipfel der Arabischen Liga in Syrien ist ohne Ergebnis zu Ende gegangen.

Die simbabwische Regierung hält die Ergebnisse der Präsidentenwahl zurück.

Die Gruppe für eine Schweiz ohne Armee will den Kauf von Kampf-Jets mit einer Initiative stoppen.

Beiträge

  • Waffen in Irak sollen ruhen

    In Irak zeichnet sich ein Ende der heftigen Kämpfe zwischen irakischen Truppen und schiitischen Aufständischen ab.

    Der Milizen-Führer Muktada al-Sadr kündigte an, er werde die Kämpfe einstellen, wenn die Regierung den Milizionären eine Generalamnestie gewähre.

    Vor sechs Tagen hatte der irakische Regierungs-Chef Nouri al-Maliki in Basra die Offensive gegen die schiitischen Milizen gestartet. Seither sind in den Kämpfen, die sich auf weitere Städte ausbreiteten, über 300 Menschen umgekommen.

    Frage an Inga Rogg in Ebril: Lenkt al-Sadr ein, weil der Widerstand grösser als erwartet war?

    Simone Fatzer

  • Wahlresultate gibt es derzeit nur in dieser Form.

    Auszählung in Simbabwe verzögert sich

    Nach der Präsidentenwahl in Simbabwe zeichnet sich ein erbitterter Streit zwischen dem Despoten Robert Mugabe und der Opposition ab. Beide Seiten beanspruchen den Sieg. Resultate sind noch keine bekannt.

    Die Wahlleitung machte bisher weder Angaben zur Beteiligung noch zu Ergebnissen. Das weckt Befürchtungen, dass die Ergebnisse hinter den Kulissen zugunsten von Mugabe und seiner Regierungspartei frisiert würden.

    Die Wahl wurde von Betrugsvorwürfen überschattet. Afrikanische Beobachter erklärten, die Regierung habe «Phantom-Wähler» erfunden. Westliche Wahl-Beobachter waren nicht zugelassen.

    Afrika-Korrespondent Ruedi Küng

  • Kampf-Jets erneut unter Beschuss.

    Volk soll über Kauf von Kampf-Jets entscheiden

    Die Gruppe für eine Schweiz ohne Armee (Gsoa) will eine Volksinitiative lancieren, um die Beschaffung von Kampf-Jets für zehn Jahre zu stoppen.

    Die Initiative soll noch diesen Sommer lanciert werden. Anfang der 1990er-Jahre hatte die Gsoa schon die Beschaffung von neuen F/A-18-Flugzeugen mit einer Volksinitiative bekämpft. Die Vorlage wurde jedoch abgelehnt.

    Geraldine Eicher

  • Havel unterstützt US-Raketenabwehr

    Der einstige tschechische Präsident Vaclav Havel hat begrüsst, dass Polen und Tschechien den USA erlauben wollen, auf ihrem Gebiet einen Schutzschild zur Abwehr von Raketen zu installieren.

    Das Projekt ist stark umstritten. Mit der Unterstützung des geplanten Raketenabwehrsystems der USA in Polen und Tschechien machen sich die beiden osteuropäischen Regierungen nicht eben beliebt bei ihrem Volk.

    Osteuropa-Korrespondent Marc Lehmann

  • Nach einem Monat Streik nun doch Verhandlungen.

    Cargo-Streik geht weiter

    Im Streit um die SBB-Cargo in Bellinzona haben sich die Fronten verhärtet. Die SBB sagte Gespräche in Luzern ab. Danach beschlossen die Cargo-Arbeiter weiterzustreiken.

    In einer Resolution verlangten sie am Sonntag «minimale Garantien, um den Dialog wiederaufzunehmen». Die Vorschläge der SBB seien nicht akzeptabel.

    Von der SBB liegt ein Angebot vor, das bis am Montagabend gilt. Es umfasst unter anderem den Erhalt von 60 der 126 Stellen im Bereich des schweren Unterhalts von Elektro-Loks in Bellinzona bis Ende 2012.

    Der Abbruch des Dialogs zwischen SBB-Spitze und Streikenden hatte sich am Freitag abgezeichnet. Zunächst erklärte Verkehrsminister Moritz Leuenberger, der runde Tisch sei endgültig gescheitert.

    Dieter Kohler

  • Libanon-Krise belastet arabischen Gipfel

    Überschattet von den Kämpfen in Irak und von der Regierungskrise im Libanon ist der Gipfel der Arabischen Liga ohne Ergebnis zu Ende gegangen.

    Der Konflikt im Süden Iraks ist nur einer von vielen Streitpunkten, die die Region spalten. Weil der Gipfel der Arabischen Liga in Syrien stattfand, meldeten sich die westlich-orientierten Mitgliedsländer ab. Sie protestieren damit gegen die syrische Einmischung in Libanon.

    Erwartungsgemäss erreichte der Gipfel in diesem Punkt auch keinen Durchbruch. Syrien versprach Libanon zwar Hilfe bei der Lösung der politischen Krise. Zugleich wies er aber Vorwürfe zurück, Syrien habe sich eingemischt und sei Ursache des politischen Stillstands in Libanon.

    Simone Fatzer

Moderation: Simone Fatzer, Redaktion: Judith Huber