Forderungen nach drittem Konjunkturprogramm

  • Dienstag, 17. März 2009, 18:00 Uhr
Sendetermine
  • Erste Ausstrahlung:
    • Dienstag, 17. März 2009, 18:00 Uhr, DRS 1 und DRS 4 News
  • Wiederholung:
    • Dienstag, 17. März 2009, 19:00 Uhr, DRS 2, DRS Musikwelle und DRS 4 News

Angesichts der düsteren Aussichten für die Schweizer Wirtschaft werden immer mehr Forderungen nach einer dritten Konjunkturspitze laut. Der Bundesrat bereitet zwar eines vor, will aber erst im Juni über die Umsetzung entscheiden.

Weitere Themen:

In Madagaskar spitzt sich die Regierungskrise zu.

In Iran will Hoffnungsträger Khatami nicht zur Präsidentenwahl antreten.

In der französischen Nationalversammlung ist der Widerstand gegen eine vollständige Rückkehr in die Nato gross.

Beiträge

  • Drittes Konjunkturpaket sorgt für Diskussionen

    Auch die Konjunkturforscher des Bundes haben ihre Prognose für das laufende Jahr zurückgeschraubt: Das Seco rechnet für 2009 neu mit einem Rückgang des Bruttoinlandsprodukts von 2,2 Prozent. Auch für den Arbeitsmarkt sind die Vorhersagen düster.

    Prompt sind die Gewerkschaften zur Stelle: Sie fordern unverzüglich ein drittes Konjunkturpaket im Umfang von weiteren sieben Milliarden Franken.

    Bundesrätin Doris Leuthart aber will es ruhiger angehen lassen. Bis Juni soll beobachtet werden, wie die bereits beschlossenen Massnahmen wirken. Abwarten oder handeln: Was ist sinnvoller?

    Dagmar Zumstein

  • Harte Worte für das Krisenmanagement des Bundesrates

    Im Ständerat kamen am Morgen die grossen Themen dieser Tage und Wochen zur Sprache: die Finanzmarktkrise, das Bankgeheimnis. In der kleinen Kammer hagelte es Kritik gegenüber dem deutschen Finanzminister, der OECD - und der eigenen Regierung.

    Der Bundesrat musste sich einiges anhören. Der Auftritt von Finanzminister Hans-Rudolf Merz vermochte dann aber anscheinend einige Kritiker zu überzeugen.

    Dieter Kohler

  • Leuthard protestiert bei der OECD

    Volkswirtschaftsministerin Doris Leuthard hat sich in einem Protestbrief an die OECD darüber beschwert, dass die Schweiz als Mitgliedsstaat in den vergangenen Wochen nicht ausreichend informiert wurde.

    «Wenn man derartige Listen erstellt, erwarten wir ganz klar, dass man als Mitglied vorher darüber informiert wird und eine Stellungnahme abgeben kann», sagte Leuthard im Interview mit Schweizer Radio DRS.

    Pascal Krauthammer

  • Einschätzungen zur Lage in Madagaskar

    Auf Madagaskar hat Präsident Marc Ravalomanana angekündigt, er trete ab und übergebe die Macht an die ranghöchsten Offiziere der Armee. Mit seinem Rücktritt aber ist die Lage auf der Insel im Indischen Ozean nicht geklärt.

    Eine Gruppe von Offizieren, die die Machtübernahme verkündeten, wurde festgenommen. Der Generalstabschef will nichts von einer militärischen Regierung wissen.

    Was beobachten Augenzeugen vor Ort? Eine Entwicklungsexpertin schätzt die jüngste Entwicklung ein.

    Ruedi Küng

  • Wer ist Irans Präsidentschaftskandidat Musawi?

    Viele Iranerinnen und Iraner haben schwere Monate hinter sich. Das Land steht schlechter da denn je: Die wirtschaftliche Lage ist düster, der internationale Ruf des Landes geschädigt.

    Viele Menschen warten deshalb sehnsüchtig auf die Wahlen Mitte Juni. Grosse Hoffnungen setzten viele auf den Reformpolitiker Mohammed Khatami. Für sie ein Schock: Khatami hat angekündigt, nicht antreten zu wollen. Er lässt dem früheren Ministerpräsidenten Mir Hossein Musawi den Vortritt. Wer ist der neue Kandidat?

    Ulrich Pick

  • China empfängt ranghohe nordkoreanische Politiker

    Die chinesische Führung hat ranghohe nordkoreanische Politiker in Peking empfangen. Gefeiert wurde das 60-jährige Bestehen der Beziehungen beider Länder. Nach aussen wurde Harmonie verbreitet.

    Hinter den Kulissen aber ist die Stimmung angespannt: Nordkorea schürt seit Wochen die Kriegsangst und will Anfang April eine Rakete abschiessen. Was haben China und Nordkorea eigentlich zu feiern?

    Urs Morf

  • Protest gegen Frankreichs Rückkehr in die Nato

    Auf dem Höhepunkt des Kalten Krieges zog der damalige Staatspräsident de Gaulle sein Land aus den militärischen Strukturen der Nato zurück - dies obwohl Frankreich zu den Gründungsmitgliedern der Allianz gehörte.

    43 Jahre später will Präsident Nicolas Sarkozy den Sonderweg beenden und Frankreich wieder voll in die Nato integrieren. Ohne Protest geht das nicht, und der ist derzeit im französischen Parlament deutlich zu hören.

    Philipp Scholkmann

  • Was bringt Frankreichs Rückkehr in die Nato?

    Beim Nato-Gipfel Anfang April soll die vollständige Rückkehr Frankreichs in die Allianz besiegelt werden. Was aber bringt sie?

    Fredy Gsteiger

  • Suva will Nanopartikel unter die Lupe nehmen

    Nanopartikel sind so klein, dass erst etwa 10 000 - nebeneinander aufgereiht - die Dicke eines Haares ergeben. Gerade weil sie so klein sind, haben diese Nanopartikel auch ganz spezielle Eigenschaften.

    Damit sind ganz neue Werkstoffe und Produkte möglich: kratzfeste Brillengläser, leistungsfährigere Batterien, Anstriche gegen Graffitis und farbintensive Fotopapiere.

    Leider stehen Nanopartikel auch im Verdacht, Krankheiten auszulösen. Befürchtet wird, dass sie an Arbeitsplätzen, an denen mit Nanopartikeln hantiert wird, zu Lungenkrebs führen könnten. Darum forscht die für Berufskrankheiten zuständige SUVA intensiv an diesem Thema. Erste Ergebnisse wurden nun bekannt.

    Patrik Tschudin

Moderation: Simone Fatzer, Redaktion: Roman Fillinger