Frankreich treibt Konjunkturprogramm voran

  • Donnerstag, 23. Oktober 2008, 18:00 Uhr
Sendetermine
  • Erste Ausstrahlung:
    • Donnerstag, 23. Oktober 2008, 18:00 Uhr, DRS 1 und DRS 4 News
  • Wiederholung:
    • Donnerstag, 23. Oktober 2008, 19:00 Uhr, DRS 2, DRS Musikwelle und DRS 4 News

Frankreichs Staatspräsident Sarkozy hat einen Staatsfonds gegründet, mit dem Schlüsselindustrien vor feindlichen Übernahmen geschützt werden sollen. Fast 180 Milliarden Euro für staatliche Direktinvestitionen sollen zudem die Wirtschaft ankurbeln.

Weitere Themen:

Die SVP hat ihre eigenen Vorschläge zur Lösung der Finanzkrise vorgelegt.

Elke Heidenreich hat massive Kritik am ZDF geübt - nun hat das ZDF sie entlassen.

Beiträge

  • Nicolas Sarkozy hat die Gründung eines Staatsfonds angekündigt

    Frankreich gründet Staatsfonds

    Der französische Staatspräsident Nicolas Sarkozy will einen Staatsfonds gründen, mit dem Schlüsselindustrien des Landes vor ungewollten Übernahmen geschützt werden sollen. Im Ernstfall soll der Fonds den Unternehmen mit Krediten oder einer Kapitalspritze zur Hilfe kommen.

    Staatsbank CDC managt den Fonds

    «Ich will, dass Frankreich einen grossen strategischen Investmentfonds als schlagkräftigen Arm der Industriepolitik hat», sagte Sarkozy. Die Finanzkrise habe die Notwendigkeit staatlichen Eingreifens in die Wirtschaft gezeigt. Nach Sarkozys Worten soll der Fonds intervenieren, wann immer «strategische Interessen des Staates bedroht sind».

    Philipp Scholkmann

  • Ueli Maurer, Toni Brunner u. Jean-Francois Rime (v.l.n.r.) zum Thema «Finanzkrise».

    SVP will Lehren aus der Finanzkrise ziehen

    Die SVP - sie stimmt dem Hilfspaket des Bundesrates nur zähneknirschend zu - hat eigene Vorschläge zur Abmilderung der Finanzkrise vorgelegt. Die Partei forderte, die Krise zu nutzen, um den Standort Schweiz zu stärken.

    «Klumpenrisiko reduzieren»

    So sieht die SVP eine wichtige Lehre aus der aktuellen Krise darin, das Klumpenrisiko der grössten Banken durch neue Strukturen zu reduzieren - beispielsweise durch Holdings mit Tochterunternehmen für das Auslandgeschäft. Für faule Kredite irgendwo auf der Welt dürfe nicht die ganze Schweizer Volkswirtschaft geradestehen müssen.

    Trotz der aktuellen Turbulenzen bleibe die SVP eine überzeugte Verfechterin der Marktwirtschaft, sagte der SVP-Nationalrat und Unternehmer Jean-Francois Rime (FR) in einer Medienkonferenz. Staatliche Eingriffe dürften nur in absoluten Ausnahmen, ausschliesslich subsidiär, zeitlich befristet und äusserst zurückhaltend erfolgen. Die Hilfsmassnahmen des Bundes und der Schweizerischen Nationalbank für die UBS seien nur gerechtfertigt, weil sie der Stabilisierung des gesamten Finanzplatzes Schweiz dienten, fügte der Zürcher Nationalrat Ueli Maurer an.

    Dominik Meier

  • In Mexiko schrumpfen die Öl-Fördermengen.

    Mexikos Regierung will Ölreform vorantreiben

    Pemex, Mexikos staatlicher Ölkonzern, ist für den Fiskus seit langem eine einträgliche Geldquelle. Milliarden fliessen jedes Jahr aus der Ölförderung in die Staatskasse. Doch nun droht die Geldquelle zu versiegen. Die Fördermengen schrumpfen.

    Um den Niedergang zu stoppen, soll nun das Parlament eine Reform des Staatskonzerns beschliessen. Fraglich ist, ob das Vorhaben die Wende bringen kann.

    Franco Battel

  • Elke Heidenreich

    ZDF setzt Elke Heidenreich vor die Tür

    Wegen ihrer heftigen Kritik am ZDF muss Moderatorin Elke Heidenreich den Mainzer Sender verlassen. Die beiden für dieses Jahr noch geplanten Ausgaben ihrer Sendung «Lesen!» würden nicht mehr produziert, teilte das ZDF mit.

    «Sender und Mitarbeiter herabgesetzt» 

    ZDF-Programmdirektor Thomas Bellut warf der 65-Jährigen vor, mit ihren Äusserungen in mehreren Zeitungen eine sachliche Auseinandersetzung verlassen und das ZDF sowie einzelne Mitarbeiter öffentlich herabgesetzt zu haben. In einem offenen Brief wandten sich namhafte Verlage an den Sender und baten, die Entscheidung zu überdenken.

    Ursula Hürzeler

  • Martin Wolf

    Mahnender Beobachter der Finanzwelt: Martin Wolf

    Im Zuge der Finanzkrise ist immer wieder auch Kritik an den Medien laut geworden: Zu unkritisch hätten viele über die abenteuerlichsten Operationen der Investmenbanker berichtet, häufig nicht genau genug hingeschaut. Einer muss sich diese Kritik nicht ins Heft schreiben lassen: Martin Wolf.

    Der Kommentator der «Financial Times» gehört zu den bekanntesten Autoren des renommierten Wirtschaftsblattes. Schon lange vor Beginn der Krise hat er den Finger gehoben und den Zusammenbruch propehzeit. Wolf wird weltweit gelesen - wenn auch anscheinend nicht von allen, die ihn lesen müssten.

    Priscilla Imboden

  • Rodgin Cohen

    Sanierer der New Yorker Finanzwelt: Rodgin Cohen

    Rodgin Cohens ist Chef der New Yorker Kanzlei Sullivan & Cromwell - und in diesen Tagen ein gefragter Mann. Die Liste seiner Klienten ist lang und liest sich wie das Who is Who der früheren Stars der Finanzkrise.

    Bei allen Krisenverhandlungen, die diese Unternehmen in jüngster Zeit führen mussten, sass er mit am Tisch. Fast im Alleingang baut er die Finanzindustrie in Lower Manhattan um.

    Beat Soltermann

  • St. Gallen: Seit einem Jahr ohne Verbandsbeschwerde

    Am 30. November entscheidet das Stimmvolk über das Recht der Verbandsbeschwerde. Ein Kanton der Schweiz - St. Gallen - hat bereits erste Erfahrungen mit einem solchen Verbot. Dort dürfen Umweltverbände schon seit einem Jahr keine Baueinsprachen mehr einreichen.

    Roland Wermelinger

  • Verbrechensbekämfpgung in Rio de Janeiro.

    Blutige Auseinandersetzungen in Rio de Janeiro

    Rio de Janeiro - das ist längst nicht mehr nur Karneval und Copacabana. Rio de Janeiro ist auch rohe Gewalt. Im gleichnamigen Bundesstaat sterben jedes Jahr 6000 Menschen. Jedes fünfte Opfer verliert das Leben durch Kugeln aus Polizeiwaffen.

    Ulrich Achermann

Moderation: Martin Durrer, Redaktion: Massimo Agostinis