Fremdenfeindliche Gewalt in Südafrika

  • Montag, 19. Mai 2008, 18:00 Uhr
Sendetermine
  • Erste Ausstrahlung:
    • Montag, 19. Mai 2008, 18:00 Uhr, DRS 1 und DRS 4 News
  • Wiederholung:
    • Montag, 19. Mai 2008, 19:00 Uhr, DRS 2, DRS Musikwelle und DRS 4 News

Bei Ausschreitungen in Johannesburg werden zwei Dutzend Menschen getötet.

Weitere Themen:

Burma lässt Hilfe von aussen zu - noch rechtzeitig?

Gefälschte Medikamente aus der Schweiz blieben am EU-Zoll hängen.

Hunger-Krise: In Manila ist der Reis knapp und teuer.

Ein neuer Anlauf, Streubomben zu verbieten. 

Beiträge

  • Welle der Gewalt in Johannesburg.

    Hetzjagd auf Ausländer in Johannesburg

    Bei fremdenfeindlichen Ausschreitungen in Johannesburg sind nach Polizeiberichten binnen einer Woche mindestens zwei Dutzend Menschen getötet und Hunderte weitere verletzt worden.

    Die Gewalt richtet sich vor allem gegen Einwanderer aus Zimbabwe und Moçambique. Frauen aus diesen Länder wurden vergewaltigt, die Geschäfte der Einwanderer geplündert und ihre Hütten angezündet.

    Claus Stäcker

  • Zyklon-Opfer erhalten Gratis-Oel von lokalen Helfern.

    Burma beugt sich dem Druck von aussen

    Unter anhaltendem internationalen Druck machte die burmesische Militärjunta Konzessionen: Sie lässt Helfer aus Südostasien ins Land und ist bereit, eine Geberkonferenz in Rangun zu organisieren.

    Einer umfassenden Hilfe aus dem Ausland verweigern sich die Militärs aber weiter.

    Peter Achten

  • EU beschlagnahmte Schweizer Medikamente.

    Pillen aus der Schweiz beunruhigen die EU

    40 Prozent der gefälschten Medikamente, die die EU-Zollbehörden im letzten Jahr beschlagnahmt haben, kamen aus der Schweiz. Das sagte EU-Steuerkommissar Laszlo Kovacs.

    Die Schweiz, ein Fälscherland - und das ausgerechnet bei den Medikamenten. In Brüssel zeigen sich die Behörden deswegen sehr beunruhigt.

    Thomas Oberer

  • Stirnrunzeln über EU-Vorwürfe

    Die meisten gefälschten Medikamenten, die am EU-Zoll hängen blieben, stammten letztes Jahr aus der Schweiz. Das sagt die EU. Die Vorwürfe sorgen bei der Oberzolldirektion und Swissmedic für Konsternation.

    Es könne sich dabei höchsten um Medikamente handeln, die wegen eines Patentstreits nicht in die EU eingeführt werden durften. Von Fälschungen dürfte deshalb nicht die Rede sein.

    Monika Binotto

  • Wie der Reis auf den Philippinen knapp wurde

    In den 70er Jahren exportierten die Philippinen noch Reis: Heute ist das Land weltweit der grösste Reisimporteur. Den Ärmsten im Lande muss die Regierung den Reis subventionieren.  

    Grund dafür ist die Politik, die die Philippinen auf Anraten der Weltbank umsetzten. Statt in die Landwirtschaft investierte das Land in Industrie und Handel.

    Aber das schuf nur neue Probleme. Ein Bericht aus dem Armenviertel Tondo in der philippinischen Hauptstadt Manila.

    Massimo Agostinis

  • Heimtückische Streubomben

    Nach jahrelanger Lobbyarbeit liegt ein internationales Abkommen in Reichweite, das Streubomben verbietet. Vertreter aus über hundert Ländern verhandeln in Dublin über das Verbot. Vorläufig nicht mit dabei sind allerdings die Grossmächte USA, Russland und China.

    Streubomben sind heimtückisch, weil sie auch noch Jahre oder gar Jahrzehnte nach dem Abwurf gefährlich bleiben. 13 000 Menschen, darunter viele Kinder, sollen so schon ums Leben gekommen sein, schätzt die Uno.

    Fredy Gsteiger

  • Die chinesische Sicht auf den Dalai Lama

    Der Dalai Lama beendete seine offizielle Visite in Deutschland. Dieser Besuch war nicht nur bei den Gastgebern umstritten, er wurde auch in Peking argwöhnisch mitverfolgt.

    Viele westliche Regierungen sehen im Dalai Lama eine Art Heiligen, dessen Kampf um die kulturelle Autonomie Tibets es um jeden Preis zu unterstützen gelte. Die Sicht der Chinesen ist ganz anders.

    Brigitte Zingg

  • Der deutsche Mittelstand schrumpft

    13 Prozent der deutschen Bevölkerung sind arm, sagt ein aktueller Bericht. Aber die grösste gesellschaftliche Veränderung findet nicht ganz unten statt, sondern in der Mitte. Der deutsche Mittelstand schrumpft: von 62 Prozent im Jahr 2000 auf heute 54.

    Diese Entwicklung ist umso besorgniserregender, als es der Wirtschaft eigentlich gut geht. Seit 2006 sind die Auftragsbücher wieder voll, die Steuereinnahmen steigen. In Deutschland wird wieder viel Geld verdient, aber es fliesst offenbar am Mittelstand vorbei.

    Ursula Hürzeler

Moderation: Martin Durrer, Redaktion: Roman Fillinger