G-8 wollen CO2-Ausstoss reduzieren

  • Dienstag, 8. Juli 2008, 18:00 Uhr
Sendetermine
  • Erste Ausstrahlung:
    • Dienstag, 8. Juli 2008, 18:00 Uhr, DRS 1 und DRS 4 News
  • Wiederholung:
    • Dienstag, 8. Juli 2008, 19:00 Uhr, DRS 2, DRS Musikwelle und DRS 4 News

Die G-8-Staaten haben sich bei ihrem Gipfeltreffen in Japan darauf geeinigt, ihren CO2-Ausstoss bis 2050 zu halbieren. Erstmals stimmte auch der scheidende US-Präsident Bush verbindlichen Zielen zu.

Weitere Themen: 

Das EU-Parlament will Fluggesellschaften einen grösseren Anteil am Klimaschutz abverlangen.

Ein SVP-domiertes Komitee hat eine Initiative gegen den Bau von Minaretten eingereicht.

Die PR-Stategen von Barrack Obama schicken den Kandidaten Ende Juli an einen symbolträchtigen Ort; er soll am Brandenburger Tor reden.   

Beiträge

  • George W. Bush stimmte den CO2-Zielen zu.

    Auch Bush stimmt verbindlichen CO2-Zielen zu

    Zum ersten Mal hat sich der scheidende US-Präsident auf ein konkretes Klimaziel festgelegt: Beim G-8-Gipfel willigte George W. Bush ein, zusammen mit den anderen Mitgliedern den CO2-Ausstoss bis 2050 zu halbieren.

    Klimaexperten begrüssen das grundsätzlich, kritisieren aber, dass für die verbleibenden mehr als 40 Jahre keine Etappenziele festgelegt wurden.

    Fredy Gsteiger

  • Fluggesellschaften müssen einen Beitrag zum Klimaschutz leisten.

    Airlines sollen für Klimaschutz bezahlen

    Klimaschutz war nicht nur beherrschendes Thema beim G8-Gipfel in Japan, sondern auch im EU-Parlament. Die Abgeordneten wollen Fluggesellschaften stärker zur Kasse bitten.

    Ab 2012 sollen alle Airlines aus Europa und Drittstaaten in den Handel mit Verschmutzungsrechten, den so genannten Emissionshandel, eingebunden werden.

    Dabei erhält eine Fluggesellschaft die Rechte für eine bestimmte Menge Kohlendioxid, die ihre Flotte ausstossen darf. Verbraucht sie weniger, etwa mit modernen Flugzeugen, kann sie Rechte verkaufen. Verbraucht sie mehr, muss sie umgekehrt Rechte hinzukaufen. Die Fluggesellschaften sind nicht begeistert.

    Thomas Oberer

  • Minarett-Initiative alarmiert den Bundesrat

    Ein Komitee rechtsbürgerlicher Politiker hat fast 115 000 Unterschriften gegen den Bau von Minaretten gesammelt. Die Initiative hat den Bundesrat auf den Plan gerufen.

    Die Stellungnahme des Bundesrats erfolgte aussergewöhnlich schnell: Er empfiehlt, die Initiative abzulehnen. Auch Experten halten sie für völkerrechtlich bedenklich.

    Das Initiativ-Komitee versammelt Mitglieder von SVP und EDU und will den Neubau islamischer Gotteshäuser verbieten. Bereits bestehende Minarette müssten gemäss Komitee nicht abgebrochen werden.

    Philipp Burkhardt

  • Muslime in der Schweiz reagieren gelassen

    Die Initiative zum Minarett-Verbot in der Schweiz gibt vor allem auch in der muslimischen Welt zu reden. In der Schweiz lebende Muslime reagieren zwar nicht gleichgültig, aber gelassener auf die Pläne des rechtsbürgerlichen Komitees.

    Für einige geht die Diskussion um die Minarette an grundsätzlicheren Problemen vorbei.

    Elmar Plozza

  • Italiens Intellektuelle begehren auf

    Zum dritten Mal hat Silvio Berlusconi inzwischen die Regierungsgeschäfte in Italien übernommen, fast alles scheint unverändert. Der Premierminister verfolgt vor allem eines: seine eigenen Interessen.

    Berlusconi legt sich mit Richtern an und lässt sich massgeschneiderte Gesetze schreiben, die ihn vor Strafverfolgung schützten.

    Künstler und Intellektuelle haben darum zu einer Grosskundgebung in Rom gerufen. Unterstützt wird sie von prominenten Köpfen, unter ihnen Umberto Eco und Dario Fo.

    Alexander Grass

  • Tschechien unterzeichnet umstrittene Radarpläne

    Die tschechische Regierung hat einen Grundsatzvertrag unterzeichnet, der bei der US-Regierung auf Begeisterung, im eigenen Land aber auf Missfallen stösst. Das Papier erlaubt den USA, in Böhmen eine Radaranlage zu bauen.

    Dieses Radar ist Teil der umstrittenen US-Pläne, ein Raketenabwehrsystem zum Schutz vor Angriffen so genannter Schurkenstaaten aufzubauen.

    US-Aussenministerin Condoleezza Rice, die zur Unterzeichnung nach Prag gereist war, sprach von einem «Schlüsselvertrag des 21. Jahrhunderts», der Freunde und Verbündete vereine. Viele Tschechen sehen die Pläne kritisch.

    Marc Lehmann

  • Brandenburger Tor in Berlin: Ein geschichtsträchtiger Ort.

    Nicht nur Freude über Obama-Besuch in Berlin

    Barack Obama wird Ende Juli nach Berlin reisen. Pläne seiner Wahlkampf-Strategen für einen Auftritt am Brandenburger Tor sorgen nicht nur für Begeisterung. 

    Die deutsche Regierung hat Bedenken geäussert. Obamas Berater hingegen halten ihre PR-Idee für den grossen Wurf. In ihren Augen bietet der symbolträchtige Ort die richtige Kulisse für Obama.

    Peter Voegeli

  • Sommergeschichte mit Geschichte: Der Fall Werner K. Rey

    1999: In der Schweiz ist Ruth Dreifuss Bundespräsidentin, in elf Ländern wird der Euro eingeführt, in Kosovo marschieren Nato-Soldaten ein. Vor dem Berner Wirtschaftsgericht steht der einstige Multimillionär Werner K. Rey.

    Genau vor neun Jahren, an einem sonnigen Tag, fiel das Urteil gegen Rey: vier Jahre Gefängnis. Der Zusammenbruch seines Firmen- und Finanzimperiums hatte einen Schaden von zwei bis drei Milliarden Franken angerichtet.

    Priscilla Imboden

Moderation: Martin Durrer, Redaktion: Judith Huber