Haftbefehl gegen Sudans Präsidenten beantragt

  • Montag, 14. Juli 2008, 18:00 Uhr
Sendetermine
  • Erste Ausstrahlung:
    • Montag, 14. Juli 2008, 18:00 Uhr, DRS 1 und DRS 4 News
  • Wiederholung:
    • Montag, 14. Juli 2008, 19:00 Uhr, DRS 2, DRS Musikwelle und DRS 4 News

Der Chefankläger des internationalen Strafgerichtshofes ICC in Den Haag hat einen internationalen Haftbefehl gegen den sudanesischen Präsidenten Omar Hassan al-Baschir beantragt.

Weitere Themen:

Die beiden US-Hypothekar-Institute Fannie Mae und Freddie Mac können ohne staatliche Hilfe kaum überleben.

Der Gesamtbundesrat wusste nichts vom Strafverfahren gegen den jetzigen Armee-Chef Nef.

Die Zürcher Tamedia versucht die Solothurner Zeitung aus dem Geschäft zu drängen

Beiträge

  • Sudans Präsident Omar Hassan al-Baschir.

    Haftbefehl gegen sudanesischen Präsidenten beantragt

    Sudans Präsident Omar Hassan al-Baschir soll wegen Kriegsverbrechen in Darfur der Prozess gemacht werden. Der Chefankläger des Gerichtshof in Den Haag hat einen internationalen Haftbefehl beantragt.

    Es ist das erste Mal, dass der Internationale Strafgerichtshof (ICC) gegen einen amtierenden Staatschef vorgeht. Die Richter müssen nun über das Gesuch beraten und über die Ausstellung eines Haftbefehls sowie eine mögliche Anklage entscheiden.

    Elsbeth Gugger

  • Chinesischer Armeetransporter in Sudan.

    China unterläuft Waffenembargo in Sudan

    Der britische Nachrichtensender BBC fand Hinweise darauf, dass China das sudanesische Regime militärische unterstützt, trotz eines Uno-Waffenembargos. 

    Dem Bericht zufolge entdeckten die Journalisten, dass chinesische Militärlastwagen in Darfur eingesetzt werden. Ausserdem bildet Peking in Sudan Piloten in chinesischen Kampfflugzeugen aus. China ist einer wichtiger Käufer von sudanesischem Öl.

    In die sudanesische Krisenprovinz Darfur dürften eigentlich schon seit gut drei Jahren keine Waffen mehr gelangen. Das verlangt die Uno-Resolution 1591.

    Fredy Gsteiger

  • Fannie Mae und Freddie Mac sind ein Sonderfall

    Nach dem spektakulären Zusammenbruch der amerikanischen Bausparbank IndyMac hat die US-Regierung ein milliardenschweres Hilfspaket für die zwei angeschlagenen grössten Hypotheken-Finanzierer Fannie Mae und Freddie Mac geschnürt.

    Die Rettungsaktion soll angesichts der neuen schweren Turbulenzen die ohnehin krisengeschüttelten Finanzmärkte beruhigen. Die seit einem Jahr andauernde Krise wird die Finanzwelt nach Einschätzung von Experten noch lang in Atem halten.

    Dennoch seien Fannie Mae und Freddie Mac ein Sonderfall auf dem US-Immobilienmarkt, meint Walter Niederberger, Wirtschaftskorrespondent des Tages-Anzeigers.

    Martin Durrer

  • Bundesrat Samuel Schmid.

    Fall Nef: Schmid informierte Kollegen nicht

    Der Gesamtbundesrat hat nichts von einer hängigen Strafanzeige gegen Roland Nef gewusst, als er ihn vor einem Jahr zum neuen Armeechef wählte.

    Nef hatte Bundesrat Samuel Schmid darüber informiert und die Einstellung in Aussicht gestellt. Schmid und Nef seien übereingekommen, dass dies Voraussetzung für den Amtsantritt Anfang 2008 sein müsse, sagte ein VBS-Sprecher. Bundesrat Schmid habe es deshalb nicht für nötig befunden, die ganze Landesregierung zu informieren.

    Nefs damalige Partnerin hatte Strafanzeige wegen Nötigung eingereicht. Das Verfahren wurde im Herbst 2007 eingestellt.

    Philipp Burkhardt

  • Verdrängungs-Kampf auf Solothurner Zeitungsmarkt

    Kraftprobe im Medienmarkt: Die Zürcher Tamedia versucht mit einem Dumping-Angebot die Solothurner Zeitung aus dem Geschäft zu drängen.

    Mit einem Schnäppchen-Angebot soll das Solothurner Tagblatt der Tamedia neue Leserinnen und Leser erhalten. Doch Tamedia fährt nicht nur in Solothurn eine offensive Strategie.

    Der grösste Schweizer Zeitungsverlag bedrängt im Kanton Zürich mit Regionalausgaben des Tages-Anzeigers die alteingessenen Lokal-Zeitungen. Es werden Befürchtungen laut, dass unter dem Verdrängungskampf die Qualität des Journalismus leiden wird.

    Klaus Bonanomi

  • 3,3 Milliarden Franken für Schlafmittel

    Die Baselbieter Biotechfirma Actelion hat mit dem grössten europäischen Pharmakonzern Glaxo Smith Kline eine intensive Kooperation über ihr Mittel gegen Schlafstörungen Almorexant vereinbart.

    Das neuartige Schlafmittel, das Patienten ohne Nebenwirkungen schneller einschlafen lassen soll, soll gemeinsam weiter entwickelt und vertrieben werden.

    Die exklusive Zusammenarbeit lässt sich Glaxo bis zu 3,3 Milliarden Franken kosten. Im Gegenzug sind die Briten an allfälligen Gewinnen und Umsätzen beteiligt.

    Sabine Manz

  • Sommergeschichte mit Geschichte: Das Olympia-Massaker 1972

    Der Überfall palästinensischer Terroristen auf die israelische Olympia-Delegation am 5. September 1972 markiert einen Höhepunkt des politischen Terrorismus.

    Die Olympischen Sommerspiele von München sollten als «heitere» Spiele in die Geschichte eingehen. Stattdessen bleibt vor allem die Erinnerung an die Kommandoaktion des «Schwarzen September».

    Zwei Israelis starben beim Angriff, die dilettantische Befreiungsaktion der deutschen Behörden auf dem Militärflugplatz Fürstenfeldbruck kostete weiteren neun israelischen Sportlern, fünf palästinensischen Terroristen und einem deutschen Polizeibeamten das Leben.

    Daniel Hitzig

Moderation: Martin Durrer, Redaktion: Urs Bruderer