Haiders Tod wird Österreichs Politik beeinflussen

  • Samstag, 11. Oktober 2008, 18:00 Uhr
Sendetermine
  • Erste Ausstrahlung:
    • Samstag, 11. Oktober 2008, 18:00 Uhr, DRS 1
  • Wiederholung:
    • Samstag, 11. Oktober 2008, 19:00 Uhr, DRS 2 und DRS Musikwelle

Nach dem Tod des österreichischen Rechtspopulisten Jörg Haider dürfte es den etablierten Parteien ÖVP und SPÖ leichter fallen, ihre Macht wieder zu installieren.

Weitere Themen:

Die Finanzkrise wächst zur Wirtschftskrise aus, die Arbeitslosigkeit dürfte steigen.

Die Finanzkrise könnte den sicher geglaubten Wahlsieg von Kanadas Premier Harper verhindern.

Am Sonntag wird mit Maria Bernarda Bütler die erste Schweizerin heilig gesprochen.

Beiträge

  • Viele trauern um den umstrittenen Politiker Jörg Haider.

    Bestürzung über Tod Haiders

    Der österreichische Rechtspopulist Jörg Haider ist tot. Er starb 58-jährig bei einem  Autounfall in Klagenfurt. Haider war allein in seinem Auto unterwegs.

    Der Kärntner Landeshauptmann (Ministerpräsident) und Chef der rechten Partei Bündnis Zukunft Österreich (BZÖ) starb am frühen Samstagmorgen noch am Unfallort. Die Ursache des Verkehrsunfalls ist nach Polizeiangaben unklar.

    Der Rechtspopulist hatte die Politik in Österreich und auch das Bild des Landes im Ausland in den vergangenen Jahrzehnten entscheidend geprägt. Er galt als gewiefter Taktiker und Stimmungsmacher und provozierte immer wieder mit rechten Äusserungen.  Zuletzt hatte er bei der österreichischen Parlamentswahl am 28. September mit seinem BZÖ Erfolge gefeiert: Als Spitzenkandidat holte Haider für seine von der Freiheitlichen Partei (FPÖ) abgespaltene Partei starke Zuwächse und kam auf rund 11 Prozent.

    Hans Ineichen

  • Die Krise trifft die reale Wirtschaft

    Die Auswirkungen der weltweiten Finanzkrise auf die Schweiz sind bereits zu spüren. Der Wirtschaftsdachverband Economiesuisse und der Verband der Maschinenindustrie Swissmem rechnen mit mehr Arbeitslosen.

    Sogar eine Rezession wird nicht mehr ausgeschlossen, wie die beiden Präsidenten der Verbände, Gerold Bührer und Johann Schneider-Ammann, gegenüber Schweizer Radio DRS sagten. Bereits sei bei den Auftragseingängen ein starker Rückgang festzustellen und einige Unternehmen hätten schon Angestellte entlassen müssen.

    Schon vor zwei Wochen hatte die Konjunkturforschungsstelle der ETH für 2009 nur mehr ein Wachstum von 0,3 Prozent vorausgesagt. Ende 2008 und Anfang 2009 könnte die Schweiz gar in eine Rezession rutschen, so die KOF.

    Rainer Borer

  • Stressige Tage für Broker.

    Schwierige Zeiten für Broker

    Die Börsenhändler auf der ganzen Welt erleben derzeit äusserst intensive Tage. Das Auf und Ab des Dow Jones-Index am Freitag zum Beispiel ist einzigartig.

    Das stresst natürlich auch die Broker an der Wallstreet in New York. Einer von ihnen ist Teddy Weisberg. Er ist seit fast 50 Jahren im Geschäft. Aber einen solchen Zerfall der Börsenwerte wie letzte Woche hat er noch nie erlebt.

    Peter Voegeli

  • Kanadas Premier Stephen Harper.

    Ungewisser Wahlausgang in Kanada

    Kanada wählt nächste Woche ein neues Parlament und damit die Regierung. Ob der amtierende Premier Stephen Harper an der Macht bleibt ist ungewiss.

    Seit zweieinhalb Jahren regiert Harper in Kanada. Dem Konservativen ist es gelungen, dem Land den Stempel aufzudrücken, auch wenn er nur einer Minderheits-Regierung vorstand. Für die Wahlen vom nächsten Dienstag hatten ihm die Prognosen bis vor kurzem eine Mehrheit vorausgesagt, nun könnte die Finanzkrise dazwischenkommen.

    Daniel Voll

  • Maria Bernarda Bütler

    Heilige mit Schweizer Wurzeln

    Am Sonntag wird Maria Bernarda Bütler als erste Schweizerin heilig gesprochen.

    Papst Benedikt XVI. wird die 1848 im aargauischen Freiamt geborene Klosterfrau «zur Ehre der Altäre heben», wie es im vatikanischen Jargon heisst.

    Die 1924 Verstorbene Maria Bernarda gründete in Kolumbien den Orden der Franziskaner Missionsschwestern. Sie soll wundersame Heilungen bewirkt haben. Sogar Kritiker vatikanischer Heiligsprechungen finden lobende Worte für Maria Bernarda Bütler.

    Heidi Kronenberg

Moderation: Hans Ineichen, Redaktion: Judith Huber