Heiratsstrafe abschaffen – mit altem Konzept

  • Mittwoch, 31. August 2016, 18:00 Uhr
Sendetermine
  • Erste Ausstrahlung:
    • Mittwoch, 31. August 2016, 18:00 Uhr, Radio SRF 1 und Radio SRF 4 News
  • Wiederholung:
    • Mittwoch, 31. August 2016, 19:00 Uhr, Radio SRF 2 Kultur, Radio SRF Musikwelle und Radio SRF 4 News

Beiträge

  • Ein Neustart, mit alten Rezepten. Der Bundesrat will wieder einmal die Heiratsstrafe abschaffen.

    Heiratsstrafe abschaffen – mit altem Konzept

    Seit Jahrzehnten soll die sogenannte Heiratsstrafe abgeschafft werden. Der letzte Anlauf scheiterte im Februar, als das Stimmvolk eine Initiative der CVP mit diesem Ziel ablehnte. Der Bundesrat nimmt nun einen neuen Anlauf.

    Gaudenz Wacker

  • Ein Neu-Anfang mit unglaubwürdigem Personal. Brasiliens Senat setzt Präsidentin Rousseff ab.

    Brasilien: Das Ende einer Epoche

    Die gewählte Präsidentin brasilianische Präsidentin Rousseff ist gestürzt, der Senat hat ihrer Amtsenthebung zugestimmt.

    Für Brasilien bedeutet das eine grosse Wende: Nicht nur verliert die Linke nach 13 Jahren die Macht, das Parteiensystem insgesamt ist am Ende, und das Verhältnis zwischen Staat und Gesellschaft muss neu definiert werden.

    Ulrich Achermann

  • «Die Rolle der Pharma-Industrie kann nicht übertrieben werden. So lange sie solche Medikamente weiter so stark vermarkten, wird es schwierig sein, das Problem zu lösen», sagt der Notfallarzt in San Francisco. Mit jedem Tag, der vergeht, sterben derweil in den USA weitere 40 Menschen an einer Überdosis an Opiaten. Bild: das Schmerzmittel Oxy-Contin, das viele süchtig macht.

    Der Arzt als Drogendealer

    In den USA sterben mehr Menschen an einer Überdosis von Opiaten als bei Verkehrsunfällen. Am Anfang der Sucht steht oft ein Arzt, der opiumhaltige Schmerzmittel verschrieben hat. Die Pharmaindustrie ist mitverantwortlich, weil sie für solche Medikamente Werbung macht.

    Priscilla Imboden

  • Viele Drogenkonsumenten haben Erfahrungen mit opiathaltigen Schmerzmitteln, die ihnen vom Arzt verschrieben wurden.

    Schmerzmittel als Einstiegsdroge für Heroin

    Auch in der Schweiz sind in den letzten Jahren mehr opiathaltige Schmerzmittel konsumiert worden. Boris Quednow findet das bedenklich; er ist Professor für Pharmakopsychologie an der Universität Zürich und forscht in diesem Bereich. Das Gespräch.

    Roman Fillinger

  • Donald Trump und Enrique Pena-Nieto treffen sich nun in Mexiko-Stadt. Beide sehen im Besuch eine Chance, ihre schlechten Umfragewerte zu verbessern.

    Das Kalkül hinter Trumps Mexiko-Besuch

    Einwanderer aus dem südlichen Nachbarland Mexiko bezeichnet der republikanische US-Präsidentschaftskandidat Donald Trump pauschal als «Drogendealer» und «Vergewaltiger». Um die USA vor ihnen zu schützen, verspricht er eine Mauer entlang der Grenze.

    Warum besucht er nun ausgerechnet den mexikanischen Präsidenten?

    Beat Soltermann

  • Leidtragende der neuen Entwicklung im Bankensektor sind Entwicklungsländer. Kunden dort haben zunehmend Mühe, ihr Geld ins Ausland zu transferieren. Aber auch grosse Industrieländer wie die USA spüren, dass das internationale Netz der Korrespondenzbanken dünner wird.

    Banken: Von der Vernetzung zur Abschottung

    Viele Grossbanken fahren ihre Geschäftskontakte mit ausländischen Banken immer mehr zurück, auch aus Angst gegen die immer strengeren Geldwäscherei-Regeln zu verstossen. Dass Banken vorsichtiger agieren, sollte den Bankenaufsehern eigentlich gefallen.

    Doch das Gegenteil ist der Fall: Sie zeigen sich alarmiert.

    Maren Peters

  • Es ist dem Presserat gelungen, die wegfallenden Zahlungen mindestens für dieses Jahr zu kompensieren: Die Verlagshäuser Ringier und Axel Springer beteiligen sich mit je 15'000 Franken an den Kosten des Presserats.

    Verlegerverband boykottiert Presserat

    Der Presserat prüft, ob Medienschaffende in der Schweiz fair und ausgewogen berichten. Finanziert wird das Gremium durch die Medien selbst. Der Verband Schweizer Medien hat nun aber entschieden, künftig keine Beiträge mehr zu entrichten. Eine umstrittene Entscheidung.

    Rafael von Matt

  • Vor dem Beben gab es im Zentrum von L‘Aquila viele Ristoranti. Die Trattoria auf dem Bild hat überlebt, weil der Wirt das Haus erdbebensicher gemacht hatte. Trotzdem war auch dieses Restaurant über drei Jahre lang geschlossen.

    Lernen aus den Erfahrungen in L'Aquila?

    Nach dem schweren Erdbeben im italienischen Amatrice richtet sich die Aufmerksamkeit auf L'Aquila, die Stadt in den Abruzzen, die vor sieben Jahren auch von einem schweren Erdbeben heimgesucht wurde. 70'000 Menschen waren nach dem Beben obdachlos, noch heute leben viele in Provisorien.

    Eine Reportage.

    Franco Battel

  • Unsichtbare Wunden: Immer mehr britische Kriegsveteranen verlangen Entschädigungen für ihre psychologischen Traumata. Bild: britischer Soldat, 2006 im Einsatz im Süden Afghanistans.

    Die Spätfolgen britischer Kriegsbeteiligung

    Grossbritannien kämpfte an der Seite der USA in Afghanistan und Irak. Als Folge davon gibt es eine wachsende Zahl von Veteranen, die sich im zivilen Alltag kaum mehr zurechtfinden. Viele von ihnen leiden unter Traumata und verlangen staatliche Entschädigungen.

    Martin Alioth

Moderation: Roman Fillinger, Redaktion: Markus Hofmann