Hintergründe zur UBS-Steuerbetrugsaffäre

  • Freitag, 20. Februar 2009, 18:00 Uhr
Sendetermine
  • Erste Ausstrahlung:
    • Freitag, 20. Februar 2009, 18:00 Uhr, DRS 1 und DRS 4 News
  • Wiederholung:
    • Freitag, 20. Februar 2009, 19:00 Uhr, DRS 2, DRS Musikwelle und DRS 4 News

Der Schuldenberg der USA ist wegen der Hypotheken- und Finanzkrise in astronomische Höhen geklettert. Ein Grund mehr, um nach Steuerbetrügern zu fahnden.

Weitere Themen:

In Israel hat Likud-Chef Benjamin Netanyahu den Auftrag erhalten, eine neue Regierung zusammenstellen.

Die Nato-Partner weigern sich, ihre Truppen in Afghanistan aufzustocken und bereiten damit US-Präsident Obama die erste aussenpolitische Niederlage.

Beiträge

  • Wirtschaftlicher versus juristischer Schaden

    Finanzminister Merz sagt, mit dem Aushändigen einiger UBS-Akten, die eh früher oder später hätten ausgehändigt werden müssen, sei ein Schaden von 300 Milliarden abgewendet worden. Wie gross ist aber der Schaden aus juristischer Perspektive?Und wie wichtig ist der Wirtschaft Rechtssicherheit?

    Casper Selg sprach darüber mit Wirtschaftsethiker Peter Ulrich von der Uni St. Gallen und mit Thomas Pletscher, Geschäftsleitungsmitglied von Economiesuisse.

    Casper Selg

  • Am Anfang der Wirtschaftskrise war die US-Immobilienkrise.

    Tausende verlieren ihr Zuhause

    Einer der Gründe für den Druck auf den Bankenplatz Schweiz ist die Immobilienkrise, die den US-Schuldenberg täglich grösser werden lässt. Tausende können ihre Hypotheken nicht mehr bezahlen.

    Kaum ein amerikanischer Bundesstaat leidet so stark unter der Immobilienkrise wie Florida, z.B. Fort Myers. Tausende Familien haben ihr Haus verloren und stehen vor dem Nichts.

    Im fünften Stock des Gerichtsgebäude von Fort Myers werden fast im Sekundentakt die Fälle von Hausbesitzern verhandelt, die unmittelbar vor der Zwangsversteigerung stehen.

    Im zweiten Stock des Gerichtsgebäudes werden die Häuser, die geräumt werden müssen, gleich versteigert.

    Peter Voegeli

  • Benjamin Netanyahu ist zurück

    Vor 10 Jahren hatte das israelische Wahlvolk Benjamin Netanyahu mit einer schweren Niederlage in die Wüste geschickt. Jetzt kehrt er als Premierminister zurück.

    Nachdem sich die erstarkte Rechtsaussenpartei Israel Beitenu auf die Seite Netanyahus geschlagen hat, gab Präsident Schimon Peres ihm die grössten Chancen, eine tragfähige Mehrheit zu finden und hat ihm den Auftrag zur Regierungsbildung erteilt.

    Robert Stähli

  • Erste Schlappe für US-Präsident Obama

    Die Nato-Partner haben US-Präsident Barack Obama eine erste aussenpolitische Niederlage beschert. Sie weigern sich, ihre Truppen in Afghanistan aufzustocken.

    Bei einem Treffen der Nato-Verteidigungsminister forderten sowohl US-Verteidigungsminister Robert Gates als auch Nato-Generalsekretär Jaap de Hoop Scheffer die europäischen Verbündeten zu mehr militärischen und zivilen Anstrengungen in Afghanistan auf. Doch sie stiessen auf wenig Gehör.

    Fredy Gsteiger

  • Saab steht vor der Pleite

    Die Zukunft von Saab, der schwedischen Tochter des US-Auto-Konzerns General Motors, ist ungewiss. Saab ist zahlungsunfähig.

    Einerseits bekommt Saab keine Unterstützung durch das Mutterhaus in Detroit mehr. Andererseits will auch der schwedische Staat diesem Unternehmen mit 30 000 Mitarbeitern nicht mit Überbrückungskrediten beistehen.

    Bruno Kaufmann

  • Filippo Tommaso Marinetti, Begründer des Futurismo.

    100 Jahre Futurismus

    «Ein aufheulendes Auto ist schöner als die Göttin Nike.» Mit diesem Satz provozierte der italienische Künstler Filippo Tommaso Marinetti in seinem Manifest zum Futurismus vor 100 Jahren.

    «Ohrfeige und Faustschlag»

    1909 publizierte die Pariser Zeitung «Le Figaro» auf ihrer Frontseite das futuristisches Manifest von Marinetti. Darin rief Marinetti dazu auf, die traditionelle bürgerliche Kunst zu zerstören und die neue technische Welt, Gewalt und Geschwindigkeit zum Mass aller kulturellen Dinge zu erheben.

    «Künstler an die Macht» Unter dem faschistischen Diktator Benito Mussolini war Marinetti Kulturminister. Damit setzte er eine seiner Forderungen in die Tat um: «Die Kunst und die Künstler an die Macht.»

    Peter Burri

Moderation: Casper Selg, Redaktion: Roman Fillinger