Holenweger nimmt Stellung im Fall Roschacher

  • Dienstag, 11. September 2007, 18:00 Uhr
Sendetermine
  • Erste Ausstrahlung:
    • Dienstag, 11. September 2007, 18:00 Uhr, DRS 1
  • Wiederholung:
    • Dienstag, 11. September 2007, 19:00 Uhr, DRS 2 und DRS Musikwelle

In der Affäre Blocher-Roschacher meldet sich nun auch Ex-Bankier Oskar Holenweger zu Wort: Beim so genannten H-Plan handle es sich nicht um einen Komplottplan gegen den früheren Bundesanwalt Valentin Roschacher, sondern nur um persönliche Notizen.

Weitere Themen:

Der Swissair-Fall kommt vor das Obergericht.

Der Gotthard-Basistunnel könnte wegen eines Rekurses viel teurer werden.

Der österreichische Jazz-Musiker Joe Zawinul ist tot.

Beiträge

  • Kein Komplott-Plan, sondern persönliche Notizen

    In der Affäre Blocher-Roschacher meldet sich nun der frühere Privatbankier Oskar Holenweger zu Wort: Beim so genannten H-Plan handle es sich nicht um einen Komplott-Plan zur Absetzung von Bundesanwalt Valentin Roschacher, sondern um eine «persönliche, unsystematisch Orientierungshilfe».

    Die auf der H-Liste aufgeführten Personen seien völlig zu Unrecht in den Strudel von Verdächtigungen gezogen worden. Die Flipcharts hätten nur zu seiner persönlichen Orientierung gedient. Kein einziger Strich darauf stamme von einer Drittperson. Dennoch dürfte die Komplott-Theorie damit kaum vom Tisch sein?

    Hans Ineichen im Gespräch mit Pascal Krauthammer

  • Der Swissair-Fall kommt vor das Obergericht

    Der Swissair-Strafprozess ist noch nicht für alle 19 Angeklagten vorbei: Der Fall wird vor dem Obergericht des Kantons Zürich wieder aufgerollt. Der belgische Staat und die Neuenburger Regierung sind nicht zufrieden mit dem Urteil und haben Berufung eingelegt.

    Die Zürcher Staatsanwaltschaft gab für das Strafverfahren rund 10 Millionen Franken aus. Herausgekommen sind 19 Freisprüche. Dennoch hat die Anklage die Urteile des Bezirksgerichts Bülach ad acta gelegt. Sie will den Swissair-Fall nicht weiterziehen.

    Beat Soltermann

  • Gotthard-Basistunnel könnte wegen Rekurs teurer werden

    Mit einer ersten Sprengung haben die Ausbruchsarbeiten für den Ceneri-Basistunnel im Tessin begonnen. Die Eröffnung des 15,4 Kilometer langen Tunnels ist für 2019 vorgesehen.

    Bis dahin sollte auch der Gotthard-Basistunnel in Betrieb sein. Am dortigen Projekt bereitet den Bauherren allerdings der Rekurs gegen die Bahntechnik-Vergabe Sorge. Der Auftrag bleibt deshalb blockiert, die Mehrkosten könnten deswegen in die hunderte Millionen Franken gehen.

    Alexander Grass

  • Keine Alternative zum Abzug der US-Truppen aus Irak

    Die Sicherheitslage in Irak habe sich spürbar verbessert, hat der Oberkommandierende der USA in Irak, General David Petraeus, vor dem US-Kongress gesagt.

    Die Irakerinnen und Iraker selber sehen das aber anders: Eine deutliche Mehrheit ist der Meinung, dass der Alltag nach den Truppenaufstockungen unsicherer geworden sei. Das hat eine grosse Umfrage von internationalen Medien ergeben.

    Auch laut dem Publizisten und Menschenrechtler Hussein Shaban ist das Land nach wie vor unsicher. Er sieht keine Alternative zu einem Rückzug der US-Truppen aus Irak.

    Iren Meier

  • Der Klimawandel bedroht die Adria

    Das Meer zwischen Italien und Ex-Jugoslawien ist vom Klimawandel bedroht: Wegen der Erwärmung des Wassers könnte die Adria schon bald zu einem Sumpf werden.

    Das sagte der italienische Umweltminister Alfonso Pecoraro Scanio in einem dramatischen Appell einen Tag vor dem Beginn einer grossen Konferenz über den Klimawandel in Rom. Er stützte sich bei seinen Aussagen auf die Experten des nationalen Meeresforschungs-Institutes Icram.

    Rolf Pellegrini

  • Jazz-Legende Joe Zawinul gestorben

    Die österreichische Jazz-Musiker Joe Zawinul ist im Alter von 75 Jahren an Krebs gestorben. Wie kaum ein anderer Europäer hat Zawinul die Entwicklung des modernen Jazz mitbestimmt. Der Keyboarder ist mit Legenden wie Miles Davis, Cannonball Adderly oder Wayne Shorter aufgetreten.

    Zawinul lebte seit fast 50 Jahren in den USA. Er wurde mit Welthits wie «Mercy, Mercy, Mercy» und «Birdland» zu einer internationalen Grösse des Jazz.

    Beat Blaser

  • Bedrohungen ändern sich, Abwehr-Strategien nicht

    Durch die Anschläge vom 11. September 2001 wurde den westlichen Staaten bewusst, wie verletzlich sie waren. Es zeigte sich, dass man nicht wirklich gewappnet war für die tatsächlichen Bedrohungen der heutigen Zeit. Der islamistische Terrorismus ist nur ein Beispiel dafür.

    Konflikt-Forscher, etwa jene am Stockholmer Institut für Friedensforschung Sipri, sind besorgt, dass Regierungen und Armeen noch immer nicht auf der Höhe der ständig neuen Gefahren sind, auch sechs Jahre nach 9/11 nicht.

    Fredy Gsteiger

Autor/in: Hans Ineichen