Hunderttausende Franzosen im Streik

  • Donnerstag, 29. Januar 2009, 18:00 Uhr
Sendetermine
  • Erste Ausstrahlung:
    • Donnerstag, 29. Januar 2009, 18:00 Uhr, DRS 1 und DRS 4 News
  • Wiederholung:
    • Donnerstag, 29. Januar 2009, 19:00 Uhr, DRS 2, DRS Musikwelle und DRS 4 News

In zahlreichen Städten in Frankreich haben Hunderttausende Menschen die Arbeit niedergelegt. Sie protestieren gegen die Wirtschaftspolitik von Frankreichs Staatschef Nicolas Sarkozy.

Weitere Themen:

Die grösste Krankenkasse der Schweiz hat 2008 ein saftiges Minus eingefahren: 215 Millionen Franken. Schuld sind Verluste bei Geldanlagen und gestiegene Kosten.

In Österreich sorgt eine Studie zu Islamlehrern für Wirbel. Welches Demokratieverständnis haben sie?

WEF-Spezial: Simone Fatzer berichtet ab 18:30 Uhr eine halbe Stunde vom Weltwirtschaftsforum aus Davos.

Beiträge

  • Massenproteste gegen Sarkozys Konjunkturpolitik

    Die Wirtschaftskrise treibt die Menschen in Frankreich auf die Strasse. In zahlreichen Städten demonstrierten Hunderttausende gegen die Krisenpolitik von Präsident Sarkozy.

    Es kam zum seltenen Schulterschluss sämtlicher wichtiger Gewerkschaftsverbände. Die sozialistische Partei versucht, die Bewegung zu nutzen, um sich selbst als Opposition endlich wieder ins Spiel zu bringen.

    Philipp Scholkmann

  • Weniger Geld für Laboranalysen

    Die Hausärzte sollen nach dem Willen des Bundesrates schon bald weniger verdienen. Um die Kosten im Gesundheitswesen zu senken, will die Landesregierung die Vergütungen für Laboranalysen senken.

    Die Ärzte sind wenig begeistert: Sie sind überzeugt, dass die Neuregelung für viele Labors das Aus bedeute. Die Patientensicherheit sei gefährdet.

    Pascal Krauthammer

  • Islamlehrer-Studie sorgt für Wirbel in Österreich

    In Österreich sorgt eine Studie über islamische Religionslehrer für grosse Aufregung. Der Studie zufolge lehnt ein Fünftel der rund 400 Islamlehrer die Demokratie ab.

    Fast zehn Prozent bezeichnen es in der Studie als verständlich, wenn Gewalt zur Verbreitung des Islam angewendet wird. Die Studie, die von einem Muslim verfasst wurde, kommt ausserdem zu dem Schluss, dass fast ein Viertel der islamischen Religionslehrer des Landes eine fanatische Haltung vertritt.

    Österreichs Politik ist alarmiert, vor allem die rechten Parteien fordern sofortige Konsequenzen. Schnelle Lösungen sind nicht in Sicht.

    Joe Schelbert

  • Der Ton in Davos wird schärfer

    Beim Weltwirtschaftsforum in Davos ist der Ton schärfer geworden als in früheren Jahren. Zu unterschiedlich sind die Meinungen der Teilnehmer, wie ein Ausweg aus der globalen Wirtschaftskrise gefunden werden könnte.

    Markus Mugglin

  • Leuthard warnt vor Überregulierung

    Bundesrätin Doris Leuthard hat im Gespräch mit dem «Echo der Zeit» staatliche Eingriffe in die Wirtschaft verteidigt, langfristig aber vor einer Überregulierung gewarnt.

    Die Geschichte habe gezeigt, dass in Krisenzeiten schnell der Ruf nach dem Staat ertöne, so Leuthard. Man müsse aber darauf achten, dass die derzeitige Situation zu Überregulierung genutzt werde.

    Sie warnte davor, dass die Staaten sich mit Konjunkturprogrammen derart verschulden, dass in drei, vier oder fünf Jahren wieder grosse Sparprogramme gebraucht werden.

    Simone Fatzer

  • Timothy Garton Ash

    Garton Ash: «Kein Modell für multipolare Welt»

    Kooperation lautet eines der Schlagworte am WEF: Chinas Ministerpräsident Wen Jiabao hat sich für mehr Partnerschaft ausgesprochen, zuvor auch sein russischer Amtskollege Wladimir Putin.

    Aber: «Wir haben gar kein Modell für eine multipolare Partnerschaft», sagt der britische Historiker Timothy Garton Ash im Gespräch mit dem «Echo der Zeit».

    «Wir wissen gar nicht, wie das funktionieren könnte.» Garton Ash glaubt, dass derzeit eine Verschiebung der Machtverhältnisse von Westen nach Osten vor sich geht - und dass die derzeitige Krise dafür wie ein Katalysator wirkt.

    Simon Fatzer

  • Weltsozialforum in Belém sucht Alternativen

    Die Finanzkrise bestimmt auch die Debatten am Weltsozialforum im brasilianischen Belém weitgehend. Viele votieren dort für alternative Lösungen, um die Kapitalflüsse zu regulieren.

    Im Amazonasgebiet, in der Region also, wo der Gegengipfel zum WEF derzeit stattfindet, kämpfen die Menschen mit ganz anderen Problemen - und finden dafür eigene Lösungen.

    Fredy Gsteiger

  • Suzanne Nora Johnson.

    Suzanne Nora Johnson: Bankerin in Krisenzeiten

    Banker, noch dazu solche in Spitzenpositionen, geniessen derzeit keinen guten Ruf. «Abzocker» gehört sicher noch zu den harmloseren Beschimpfungen, die sie sich anhören müssen. Auch Suzanne Nora Johnson hat so etwas schon gehört.

    Die 52-jährige Finanzfrau von der Wall Street stellt sich in Davos der Diskussion.

    Priscilla Imboden

  • Helsana-Zahlen: Gründe und Folgen des Millionenverlusts

    Die Helsana Gruppe, der grösste Krankenversicherer der Schweiz, hat tiefrote Zahlen präsentiert: Das Unternehmen machte im vergangenen Jahr 215 Millionen Franken Verlust.

    Was sind die Gründe und Konsequenzen der schlechten Zahlen beim grössten Krankenversicherer der Schweiz?

    Philippe Erath

Moderation: Casper Selg und Simon Fatzer, Redaktion: Roman Filliger