IKRK spricht von dramatischer Lage der Palästinenser

  • Dienstag, 6. Januar 2009, 18:00 Uhr
Sendetermine
  • Erste Ausstrahlung:
    • Dienstag, 6. Januar 2009, 18:00 Uhr, DRS 1 und DRS 4 News
  • Wiederholung:
    • Dienstag, 6. Januar 2009, 19:00 Uhr, DRS 2, DRS Musikwelle und DRS 4 News

Bei israelischen Angriffen sind auch am Dienstag mehrere Dutzend Palästinenser im Gazastreifen getötet worden. Unter anderem wurde eine Uno-Schule getroffen, in die Flüchtlinge geflohen waren.

Das Internationale Komitee vom Roten Kreuz ist sehr besorgt über die zunehmend prekäre Lage der Bevölkerung in dem Palästinenser-Gebiet.

Weitere Themen:

Der US-Kongress hat Barack Obama nun auch ganz offiziell zum neuen Präsidenten der Vereinigten Staaten gewählt.

Der schwäbische Milliardär Adolf Merckle hat sich nach riesigen Verlusten bei Börsen-Spekulationen das Leben genommen.

Die Zeitungen verstärken ihre Auftritte im Internet, doch allein damit lässt sich eine Kaufzeitung auch nicht retten.

Beiträge

  • Prekäre Lage für die Zivilbevölkerung

    Nach elf Tagen ununterbrochener Luftangriffe werden die Nachrichten aus dem Gazastreifen immer schlimmer. Jetzt sollen die israelischen Lufkräfte zwei Schulen bombardiert haben, die von der Uno als Flüchtlingslager genutzt wurden.

    Der Delegationsleiter des Internationalen Komitees vom Roten Kreuz (IKRK), Pierre Krähenbühl, sprach von der «bisher schrecklichsten Nacht» im Krieg um den Gazastreifen.

    Markus Mugglin

  • Vermittlungsversuche seit Jahren erfolglos

    Die «International Crisis Group» versucht seit mehreren Jahren, eine Gewalteskalation im Gazastreifen zu verhindern. Erfolglos, wie sich nun zeigt.

    Immer wieder aber hat sie Wege aufgezeigt, wie der Konflikt mit der radikal islamischen Gruppierung zu lösen oder doch immerhin zu entschärfen wäre. Einen grossen Teil dieser Arbeit der «International Crisis Group» hat Nicolas Pelham übernommen: seit dreieinhalb Jahren pendelt der Brite zwischen Jerusalem und Gaza hin und her und lotet politische Lösungsansätze aus.

    Iren Meier

  • Wie soll sich die SP zu Demos gegen Israel verhalten?

    Gespaltene Linke in der Nahost-Frage

    In der Schweiz wühlt der Krieg im Gazastreifen viele Menschen auf, ganz besonders auch die Linke. Einmal mehr im Dilemma befindet sich dabei die SP.

    Seit Tagen schon mobilisieren Links-grüne Friedensaktivisten Menschen für Strassenproteste und stellen sich mehr oder weniger auf die Seite der palästinensischen Opfer. Das aber spaltet die Sozialdemokraten: Denn einerseits gibt es da die alte Liebe der Sozialdemokratie zum Staat Israel, auf der anderen Seite verlangen Linke Solidarität mit den Palästinensern.

    Dominik Meier

  • Calmy Rey beklagt schlechte humanitäre Situation

    Auch die Schweizer Aussenministerin Micheline Calmy-Rey sorgt sich um die Zivilbevölkerung im Gazastreifen. Sie fordert einen Waffenstillstand.

    Nur so könne die medizinische Versorgung der Verletzten im Gazastreifen gesichert werden. Weiter müsse das humanitäre Völkerrecht eingehalten werden, so Calmy-Rey. Die Schweiz kämpfe für die betroffenen Menschen, an den Vermittlungsbemühungen zwischen Israel und Hamas sei man aber nicht beteiligt.

    Pascal Krauthammer

  • Barack Obama hat erste Probleme.

    Obama mit Personalproblemen

    Der designierte neue US-Präsident Barack Obama hat Personalprobleme. Neustes Kapitel bildet die breit kritisierte Ernennung von Leon Panetta zum neuen CIA-Chef.

    Weitere Probleme könnten Obama fünf noch nicht besetzte Senatoren-Sitze bereiten, allen voran die Nachfolge seines eigenen frei gewordenen Sitzes des Bundesstaat Illinois. Angefangen hatten die Probleme Anfang Woche mit dem Verzicht des designierten Handelsministers Bill Richardson.

    Max Akermann

  • Milliardär Merckle wirft sich vor den Zug

    Der schwäbische Unternehmer Adolf Merckle hat sich das Leben genommen. Der 74-Jährige hatte zuletzt mit den Banken um die Rettung seines Familienimperiums gerungen, das unter anderem wegen Fehlspekulationen in Bedrängnis geraten war.

    «Die durch die Finanzkrise verursachte wirtschaftliche Notlage seiner Firmen und die damit verbundenen Unsicherheiten der letzten Wochen sowie die Ohnmacht, nicht mehr handeln zu können, haben den leidenschaftlichen Familienunternehmer gebrochen, und er hat sein Leben beendet», teilte die Familie Merckle mit.

    Die Staatsanwaltschaft Ulm erklärte, Merckle sei am Montagabend von einem Zug erfasst und getötet worden. Anzeichen auf ein Fremdverschulden gebe es nicht. Der als öffentlichkeitsscheu bekannte Milliardär hinterlässt neben seiner Frau drei Söhne und eine Tochter.

    Ursula Hürzeler

  • Zeitungen kämpfen ums Überleben

    Die Mediengewohnheiten der Menschen ändern sich: Immer weniger kaufen sich eine Zeitung, denn dank dem Internet kann man sich jederzeit gratis informieren. Das macht den Verlagshäusern schwer zu schaffen.

    Schon seit längerem mussten die sich die Verleger mit der Internet-Konkurrenz befassen, wegen der Finanzkrise kämpfen sie nun auch noch mit einem Einbruch an der Inseraten-Front. Deshalb setzen die traditionellen Zeitungsverlage ebenfalls aufs Internet. Doch damit lässt sich kaum eine Verkaufs-Zeitung finanzieren.

    Beat Soltermann

  • Krise bringt traditionelle Porzellanfirmen zu Fall

    In Sachen gepflegter Tischkultur brauchten sich Grossbritannien und Irland bisher nicht zu verstecken. Das könnte bald ändern.

    Denn nun scheint die Wirtschaftskrise den Produzenten von luxuriösen Tellern und Kristall-Gläsern zuzusetzen: Allein in den letzten zwei Monaten sind in Grossbritannien und Irland Namen untergegangen, die bis weit ins 18. Jahrhundert zurückreichen und auch eine gepflegte bürgerliche Tischkultur repräsentieren. Letztes Opfer war Waterford Wedgwood.

    Martin Alioth

Moderation: Simone Fatzer, Redaktion: Monika Oettli