Internationale Bemühungen gegen die Finanzkrise

  • Sonntag, 12. Oktober 2008, 18:00 Uhr
Sendetermine
  • Erste Ausstrahlung:
    • Sonntag, 12. Oktober 2008, 18:00 Uhr, DRS 1 und DRS 4 News
  • Wiederholung:
    • Sonntag, 12. Oktober 2008, 19:00 Uhr, DRS 2, DRS Musikwelle und DRS 4 News

In den USA haben die Finanzminister und Notenbankchefs der 185 Mitgliedsstaaten, darunter auch der Schweiz, ein konzentriertes Vorgehen gegen die Finanzkrise beschlossen. Und in Paris treffen sich noch heute die die Staats- und Regierungschefs der Euro-Gruppe um Wege aus der Krise zu beraten.

Weitere Themen:

Der deutsche Autobauer Opel spürt die Folgen der Finanzkrise. An mehreren Standorten stehen die Bänder still - unter anderem in Eisenach.

Wende: Nordkorea gibt sein Atomprogramm auf, die USA streichen Pjönjang im Gegenzug von ihrer Terror-Liste.

Beiträge

  • Zusammen gegen die Krise: G7

    Gemeinsames Vorgehen gegen Krise

    Die wichtigsten Industriestaaten der Welt haben ihre Absicht für ein gemeinsames Vorgehen gegen die Finanzkrise bekräftigt. IWF und Weltbank unterstützen den Aktionsplan.

    Fünf-Punkte-Plan

    Die Finanzminister und Notenbankchefs der sieben führenden Industriestaaten (G7) haben am Wochenende anlässsich der Tagung von Internationalen Währungsfonds (IWF) und Weltbank gegen die Krise einen Aktionsplan mit fünf Punkten beschlossen. Darin wird eine enge Abstimmung der Länder über ihre jeweiligen Rettungsbemühungen zugesagt.   Banken-Zusammenbrüche verhindernWichtige Finanzinstitute sollen vor dem Zusammenbruch gerettet werden. Zugleich unterstreichen die G7 die Notwendigkeit von Kapitalhilfen für notleidende Banken, wobei sie ausdrücklich die Möglichkeit von staatlichen Beteiligungen aufzeigen. Zudem sollen Bankeneinlagen umfassend garantiert werden.

    Beat Soltermann / Hans Ineichen

  • EU-Ratspräsident Sarkozy und EU-Kommissionspräsiden Barroso.

    Euro-Krisentreffen in Paris

    In Paris treffen sich die Staats-und Regierungschefs der 15 Euro-Länder. Sie wollen gemeinsame Auswege aus der Krise erörtern.

    Nach den riesigen Hilfsprogrammen in Grossbritannien und den USA für ihre Finanzbranche wollen die Länder der Euro-Zone ähnliche Konzepte diskutieren. Dies würde auch Verstaatlichungen beeinhalten.  Der EU-Kommissionspräsident José Manuel Barroso erklärte vor dem Treffen, die Europäer müssten über die Beschlüsse der G7-Staaten hinaus gehen. Der französische Präsident Nicolas Sarkozy sagte, er erwarte vom Krisengipfel einen «ambitionierten, abgestimmten Plan» zur Bewältigung der Finanzkrise. Konkrete Massnahmen für die französische Bankenbranche werde er am Montag bekanntgeben.

    Hans Ineichen / Thomas Oberer / Martin Alioth

  • Im Opel-Werk Eisenach stapeln sich die unverkäuflichen Autos.

    Opel schlittert in die Krise

    Die Auto-Industrie ist von den Folgen der Finanzkrise besonders betroffen. In Deutschland steht die Produktion an verschiedenen Orten bereits still.

    Der Auto-Absatz ist europaweit dramatisch eingebrochen. Die Folgen: Der schwedische Autobauer Volvo entlässt noch einmal über 3000 Mitarbeiter. BMW, Seat, Skoda und weitere drosseln die Produktion.

    Dasselbe tut die General-Motors-Tochter Opel. Im Werk in Bochum zum Beispiel stehen die Bänder seit bald zwei Wochen still. Ab Montag werden im Opel-Werk in Eisenach, im deutschen Bundesland Thüringen, drei Wochen lang keine Autos mehr gebaut.

    Veronika Meier

  • Doch noch Einigung mit Nordkorea

    Die USA wollen Nordkorea von ihrer schwarzen Liste der Terrorunterstützer streichen. Im Gegenzug will Pjöngjang die Arbeiten zur Stilllegung seiner Nuklearanlage in Yongbyon wieder aufzunehmen. 

    Damit keimt nach einer Serie von Rückschlägen die Hoffnung auf, dass eine mühsam ausgehandelte Vereinbarung zum Atomstopp in Nordkorea doch noch gerettet werden kann. Mit der Streichung von der Terrorliste werden viele Handelssanktionen für das verarmte asiatische Land aufgehoben, das zudem besseren Zugang zu internationalen Finanzmärkten und Banken bekommt.  Die noch nicht offiziell gebilligte Vereinbarung sieht gemäss US-Angaben vor, dass die Uno-Atomaufsicht IAEA wieder eine wichtige Rolle bei der Überwachung bekommen.

    Peter Kujath (ARD)

Moderation: Hans Ineichen, Redaktion: Judith Huber