Iraner gehen trotz Verbots auf die Strasse

  • Montag, 15. Juni 2009, 18:00 Uhr
Sendetermine
  • Erste Ausstrahlung:
    • Montag, 15. Juni 2009, 18:00 Uhr, DRS 1 und DRS 4 News
  • Wiederholung:
    • Montag, 15. Juni 2009, 19:00 Uhr, DRS 2, DRS Musikwelle und DRS 4 News

Der oberste Führer Irans, Ayatollah Ali Khamenei, erliess nach den Präsidentschaftswahlen ein Demonstrationsverbot. Trotzdem gingen heute Zehntausende auf die Strasse und protestieren für den unterlegenen Präsidentschaftskandidaten Mir-Hossein Moussavi.

Dieser wirft dem Sieger Mahmud Ahmadinejad Wahlbetrug vor.

Weitere Themen

Im Kanton Tessin werden EU-Arbeiter unter inakzeptablen Bedingungen angestellt.

Ist Bundesratskandidat Urs Schwaller welsch genug?

Hintergründe zum Entführungsfall in Jemen.

Beiträge

  • Das iranische Regime muss sich der Opposition stellen

    Die iranische Regierung drohte mit rabiater Gewalt, falls das Demonstrationsverbot nach den Präsidentschaftswahlen nicht befolgt würde.

    Trotzdem gingen heute wieder Tausende in Teheran auf die Strasse, um für den Reformpolitiker Mir-Hossein Moussavi, den offizielle unterlegenen Präsidentschaftskandidaten zu demonstrieren. Und die Sicherheitskräfte sind gegen die friedliche Kundgebung überraschenderweise nicht eingeschritten.

    Ulrich Pick

  • Eine Wiederholung der Wahl in Iran ist unwahrscheinlich

    Ayatollah Ali Khamenei, das geistliche Oberhaupt Irans, hat den Wächterrat angewiesen, das Wahlergebnis vom letzten Wochenende zu überprüfen und den Vorwürfen des unterlegenen Reformpolitikers Mir-Hossein Moussavi nachzugehen, Mahmud Ahmadinejad habe die Wahlen nur dank Wahlbetrugs gewonnen.

    Trotzdem ist es unwahrscheinlich, dass Khamenei dem Wahlsieger Ahmadinejad die Unterstützung versagen wird.

    Volker Perthes ist Direktor der Stiftung Wissenschaft und Politik in Berlin. Er glaubt nicht an eine Trendwende in Iran.

    Casper Selg

  • Desolate Zustände auf Tessiner Baustellen

    Dank den bilateralen Verträgen kommen viele ausländische Firmen auf unbürokratische Weite in der Schweiz zu Aufträgen. Und obwohl sie sich eigentlich an Schweizer Gesamtarbeitsverträge halten sollten, geraten sie immer wieder in die Schlagzeilen wegen inakzeptablen Arbeitsbedingungen.

    Nun haben die paritätischen Kommissionen die Situation auf den Tessiner Baustellen inspiziert. Das Ausmass sei besorgniserregend.

    Alexander Grass

  • Urs Schwaller und die Romands

    In der Diskussion um die Nachfolge von Bundesrat Pascal Couchepin sind sich alle in einem Punkt einig: Es muss wieder ein Vertreter der lateinischen Schweiz in die Landesregierung.

    Einer der aussichtsreichsten Kandidaten ist aber der Freiburger CVP-Ständerat Urs Schwaller. Bei ihm gehen die Meinungen auseinander, ob er die Romands zufriedenstellend vertreten kann oder nicht.

    Patrick Mülhauser

  • Entführungsopfer in Jemen

    Regelmässig werden in Jemen Ausländer entführt und nach Lösegeld-Zahlungen wieder frei gelassen. Doch am Wochenende wurden neun Mitglieder einen niederländischen Hilfsorganisation vermutlich von al-Kaida-Mitgliedern oder von schiitischen Huthi-Rebellen aus politischen Gründen entführt.

    Laut Agenturberichten sollen mehrere der Entführungsopfer getötet worden sein.

    Ester Saoub

  • Ländergemeinschaften unter Ausschluss der USA

    Zur Zeit tagt die Shanghai Cooperation Organisation (SCO) im russischen Jekaterinburg. Mitglieder der Ländergemeinschaft sind Russland, China, Kasachstan, Kirgisien, Tadschikistan und Usbekistan. Und als Gast ist der iranische Präsident Ahmadinejad eingeladen.

    Die SCO will vordergründig die Weltwirtschaftskrise bekämpfen, aber auch ihre Macht in der Region stärken, ohne auf die USA Rücksicht nehmen zu müssen.

    Fredy Gsteiger

  • Ein historischer Blick auf die Wirtschaftskrise

    Carmen Reinhart ist Ökonomie-Professorin an der University of Maryland. Sie hat die Wirtschaftskrisen der letzten 800 Jahre analysiert und Erkenntnisse gewonnen, die ihr auch bei der Einschätzung der aktuellen Krise helfen.

    Beat Soltermann

Moderation: Casper Selg, Redaktion: Monika Oettli