Island droht der Staatsbankrott

  • Dienstag, 7. Oktober 2008, 18:00 Uhr
Sendetermine
  • Erste Ausstrahlung:
    • Dienstag, 7. Oktober 2008, 18:00 Uhr, DRS 1 und DRS 4 News
  • Wiederholung:
    • Dienstag, 7. Oktober 2008, 19:00 Uhr, DRS 2, DRS Musikwelle und DRS 4 News

Der isländische Staat übernimmt die Kontrolle über den Bankensektor. Die Regierung warnt vor einem Staatsbankrott.

Weitere Themen:

Die Finanzkrise hat bis jetzt einen Schaden von 1,4 Billionen Dollar angerichtet, schätzt der Internationale Währungsfonds.

Bei Strassenschlachten zwischen Polizei und regierungsfeindlichen Demonstranten in Bangkok sind mindestens zwei Menschen gestorben.

Im Westen von Bern wird das neue Einkaufs- und Freizeitzentrum Westside eröffnet.

Beiträge

  •  «Viele Menschen werden sehr viel Geld verlieren», sagte Haarde vor den Medien.

    Island von Bankrott bedroht

    Die einst boomende isländische Wirtschaft droht im Strudel der weltweiten Finanzkrise unterzugehen. Regierungschef Geir H. Haarde warnte vor einem Staatsbankrott.

    Der Staat übernahm per Notgesetz die Kontrolle über den Bankensektor und gab eine Garantieerklärung für alle Spareinlagen ab.

    Für Verwirrung sorgten widersprüchliche Angaben über einen russischen Milliarden-Kredit für die isländische Zentralbank.

    Den gut 320 000 Isländerinnen und Isländern droht nun ein hoher Preis für Jahre der staatlichen Deregulierung, Gier einzelner Unternehmen und sorgloser Verschuldung einer ganzen Generation.

    Bruno Kaufmann

  • «Wir tolerieren kein europäisches 'Lehman-Brothers'», betonte Frankreichs Finanzministerin Christine Lagarde in Luxemburg.

    Wichtige Banken der EU retten

    Die EU-Finanzminister einigten sich darauf, wichtige Banken im Falle eines Bankrottes zu retten. Wegen der Finanzkrise will die EU zudem die Einlagensicherung für Sparguthaben auf 50 000 Euro anheben.

    Bisher lag der Mindestschutz bei 20 000 Euro. In der Schweiz bleiben Spareinlagen vorläufig nur bis 30 000 Franken garantiert.

    Mit ihren Massnahmen will die EU Vertrauen schaffen. Doch der Finanzmarktspezialist Daniel Gros vom Zentrum für politische Studien in Brüssel traut diesen vertrauensbildenden Massnahmen nicht.

    Thomas Oberer und Markus Mugglin

  • An Londoner Börse brechen Banken-Aktien ein

    Einer der Brennpunkte der Finanzkrise ist derzeit Grossbritannien. Dort erlitten verschiedene Bankaktien plötzlich Kursverluste in noch kaum dagewesenem Ausmass.

    Warum kam es zu diesem Chaos bei den britischen Banken-Aktien? Diese Frage geht an Martin Alioth, DRS-Korrespondent in Grossbritannien.

    Hans Ineichen

  • Finanzkrise kostet 1,4 Billionen Dollar

    Der Internationale Währungsfonds (IWF) rechnet mit weltweit 1,4 Billionen Dollar Verlusten wegen der Finanzkrise. Das ist weit mehr als bislang befürchtet.

    Da der Höhepunkt der Kreditausfälle noch bevorstehe und angesichts der jüngsten Verschärfung der Krise an den Märkten sei ein Anstieg der zu erwartenden Einbussen wahrscheinlich, heisst es im IWF-Bericht zur Stabilität der globalen Finanzmärkte.

    Ein Rezept gegen die Krise hat aber auch die Uno-Sonderorganisation nicht.

    Beat Soltermann

  • Das Westside «ist ein neues Wunder von Bern, wenn auch ein zackiges und schiefes», sagte Berns Stadtpräsident AlexanderTschäppät in seiner Eröffnungsrede.

    Westside: Wirkung über Bern hinaus

    Im Westen von Bern wird ein neues Einkaufs- und Freizeitzentrum eröffnet, das Westside. Dieses wird auch das Leben im Osten von Bern verändern, zum Beispiel in Burgdorf.

    Westside wurde vom Star-Architeken Daniel Libeskind entworfen. Es umfasst 55 Läden, 10 Restaurants und Bars, 11 Kinosälen, einem Bad mit Fitnesscenter, einem Hotel, einer Altersresidenz. Ausserdem sind 800 neue Wohnungen geplant.

    Die Betreiber rechnen mit 3,5 Millionen Besuchern im Jahr und versprechen ihnen ein völlig neues Erlebnis aus Einkauf und Vergnügen.

    Karolin Arn

  • Tränengas in Bangkok.

    Proteste in Thailand eskalieren

    Der Konflikt in Thailand zwischen Regierung und Opposition verschärft sich zusehens. In der Hauptstadt Bangkok spielten sich bürgerkriegs-ähnliche Szenen ab.

    Die Polizei ging gewaltsam gegen tausende von regierungs-feindlichen Demonstranten vor. Mindestens zwei Menschen starben.

    Der erst seit wenigen Tagen amtierende Ministerpräsident Somchai Wongsawat verliess das Parlaments-Gebäude fluchtartig, sein Stellvertreter trat zurück.

    Ist das ein Putsch im Gang? Diese Frage geht an DRS-Korrespondent Urs Morf.

    Hans Ineichen

  • Wählerinnen in North Carolina tragen sich ins Stimmregister ein.

    Nicht alle schwarzen Amerikaner lieben Obama

    Die schwarzen Amerikaner werden wohl mehrheitlich Obama wähle - aber längst nicht alle mit Begeisterung.

    Im Wahlkampf in den USA hat sich der Ton verschärft. John McCains Vize Sarah Palin hat unter anderem Barack Obamas früheren schwarzen Pfarrer, Jermiah Wright, wieder thematisiert.

    Der Pfarrer hatte mit seinen Tiraden gegen Weisse die Kampagne von Obama schon vor Monaten gefährdet.

    Peter Voegeli

Moderation: Hans Ineichen, Redaktion: Urs Bruderer