Israelische Friedensbewegung schweigt

  • Samstag, 3. Januar 2009, 18:00 Uhr
Sendetermine
  • Erste Ausstrahlung:
    • Samstag, 3. Januar 2009, 18:00 Uhr, DRS 1 und DRS 4 News
  • Wiederholung:
    • Samstag, 3. Januar 2009, 19:00 Uhr, DRS 2, DRS Musikwelle und DRS 4 News

Zu Beginn der zweiten Woche der Militäroffensive gegen den Gazastreifen hat Israel seine Angriffe verstärkt. Die grosse Mehrheit der israelischen Bevölkerung steht ohne Wenn und Aber hinter diesem Krieg, die Friedensbewegung schweigt.

Weitere Themen:

Air France/KLM hilft Alitalia bei einem Neustart.

Der oppositionelle russische Milliardär Alexander Lebedew sieht die Finanzkrise als grösste Herausforderung für sein Land im nächsten Jahr.

Beiträge

  • Israelische Friedensbewegung schweigt

    Eine Woche nach Beginn der Gaza-Offensive steht die grosse Mehrheit der israelischen Bevölkerung ohne Wenn und Aber hinter diesem Krieg.

    Nur einige Aktivisten werden heute Abend in Israel gegen den Krieg demonstrieren. Die bekannteste Organisation für den Frieden, Peace Now, schweigt. Die Medien tragen den Krieg mit.

    «Stimmung in Israel wird kippen»

    Zu Beginn steht gewöhnlich praktisch die ganze Bevölkerung und die Politik von rechts bis links hinter einem Krieg, doch die Stimmung kann schnell kippen, so Uri Avnery, Organisator der heutigen Demonstration. Spätestens wenn Israel mit Bodentruppen in den Gazastreifen einmarschiert, könnte es soweit sein, meint der 85-jährige Menschenrechtsaktivist und Schriftsteller. «Die israelische Öffentlichkeit ist nicht bereit, wirkliche Verluste zu erleiden», so Avnery.

    Iren Meier

  • Air France hilft Alitalia bei Neustart

    Die französisch-holländische Fluggesellschaft Air France/KLM wird sich nun doch an der maroden Alitalia beteiligen, und zwar mit mindestens 25 Prozent am Aktienpaket.

    310 Millionen Euro
    Das verlautete aus italienischen Regierungskreisen. Noch ist die Unterschrift nicht unter dem Vertrag, aber das sei eine Formalität, heisst es in Italien. Air France/KLM bezahlt für ihre Beteiligung laut italienischen Medienberichten schätzungsweise 310 Millionen Euro.

    Neue Gesellschaft hebt im Januar ab Die neue Fluggesellschaft, die aus der Fusion der privaten italienischen Luftlinie Air One und den Resten der alten, pleitegegangenen Alitalia entsteht, soll am 13. Januar unter gleichem Namen offiziell starten. Sie soll 670 Flüge am Tag anbieten und 70 Ziele anfliegen.

    Rolf Pellegrini

  • Lebedew: «Russische Wirtschaft muss modernisiert werden»

    Alexander Lebedew, der mit seinen 3,1 Milliarden Dollar in der «Forbes»-Liste auf Platz 358 landete, sieht die Finanzkrise als grösste Herausforderung für Russland im Jahr 2009.

    Finanzkrise als kalte Dusche

    Die fallenden Aktienkurse haben den Banker Lebedew schon rund zwei Drittel seines Vermögens gekostet. «Ich hoffe nur, dass diese Krise eine kalte Dusche für die ganzen Hitzköpfe ist», sagt der 49-Jährige. Lebedew ist ein reicher Unternehmer, der mit dem früheren sowjetischen Präsidenten Michail Gorbatschow eine neue demokratische Partei gründen will.

    Ineffizienter Staatsanteil an Wirtschaft Die Finanzkrise sehe in Russland anders aus als in den USA oder in anderen europäischen Staaten, so Lebedew. «Der Hauptunterschied liegt am riesigen Staatsanteil an der Wirtschaft, der völlig intransparent und total ineffizient ist», sagt Lebedew. Zweitens sei die Wirtschaft einseitig von Rohmaterialien abhängig. Drittens fehle dem politischen System unabhängige Institutionen.

    Casper Selg

Moderation: Casper Selg, Redaktion: Martin Durrer