John McCain setzt auf Wandel

  • Freitag, 5. September 2008, 18:00 Uhr
Sendetermine
  • Erste Ausstrahlung:
    • Freitag, 5. September 2008, 18:00 Uhr, DRS 1 und DRS 4 News
  • Wiederholung:
    • Freitag, 5. September 2008, 19:00 Uhr, DRS 2, DRS Musikwelle und DRS 4 News

Auch John McCain setzt auf den Wechsel, obwohl seine Republikaner seit acht Jahren an der Macht sind.

Weitere Themen:

Alt Bundesrat Christoph Blocher reicht Klage gegen Parlamentarier und die Bundesanwaltschaft ein.

Hedge-Funds sollen in der Schweiz künftig weniger Steuern bezahlen müssen.

In Angola wählt das Stimmvolk zum ersten Mal seit 16 Jahren ein neues Parlament.

Beiträge

  • «Maverick» McCain in St. Paul.

    McCain braucht politische Mitte

    Mit der Nominationsrede von John McCain ist der republikanische Parteitag zu Ende gegangen. McCain beschwor die grundlegenden Werte der Republikaner und betonte die überparteiliche Zusammenarbeit.

    Der Senator aus Arizona weiss, dass er Wählerinnen und Wähler aus der politischen Mitte braucht, um Präsident zu werden. Wenn es nach acht Jahren der Regierung Bush überhaupt ein Republikaner ins Weisse Haus schaffen kann, dann John McCain.

    Der alte Kriegsheld hat noch immer das Image des Querdenkers und Partei-Rebellen. Doch auf dem Weg zur Nomination hat auch John McCain viele Positionswechsel vollzogen.

    Max Akermann

  • Auch McCain will «Change»

    John McCain präsentierte sich auf dem republikanischen Parteitag als Reformer, der einen politischen Neubeginn in Washington will. Bisher hat Barack Obama mit dem Schlagwort «Change», Wandel, den Wahlkampf geprägt.

    Denn Obama steht wie kein anderer für das neue, andere Amerika. Nun verspricht auch McCain seinem Parteivolk den Wandel, obwohl seine Republikaner seit acht Jahren an der Macht sind, und greift damit einen Wahlspruch seines Rivalen Barack Obama auf.

    Die Frage an Peter Vögeli: Was sagt das über die republikanische Partei?

    Simone Fatzer

  • Christoph Blocher kämpferisch.

    Fall Roschacher: Blocher klagt

    Im Zusammenhang mit der Affäre Roschacher hat Christoph Blocher gegen Parlamentarier und Staatsanwälte Klagen eingereicht. Noch nie hat ein ehemaliger Bundesrat zu solch einem Mittel gegriffen.

    Die Strafanzeigen lauten auf Amtsgeheimnisverletzung und Nötigungsversuch. Ausserdem erwägt Blocher Zivilklagen. Die Geschäftsprüfungskommission (GPK) macht sich grosse Sorgen, da die Arbeit der Kommission durch die Klagen verunmöglicht werde.

    Die GPK hatte vor einem Jahr den Verdacht geäussert, dass ein Plan zur Absetzung von Bundesanwalt Valentin Roschacher bestehen könnte. Und in dieses Komplott sei der damalige Justiz-Minister Blocher verwickelt gewesen.

    Géraldine Eicher

  • Schweiz lockt Hedgefonds mit tieferen Steuern.

    Lockbotschaft für Hedge-Funds

    Das Finanzdepartement will Hedge-Funds in die Schweiz holen und lockt deshalb mit steuerlichen Erleichterungen. Bürgerliche Politiker begrüssen den Vorstoss, linke kritisieren das Vorgehen.

    Hedge-Funds sind Anlage-Vehikel, welche für die Finanzmärkte immer wichtiger werden. Sie versorgen die Märkte mit Geld und sind Bestandteil eines attraktiven Finanzplatzes.

    Doch ob Hedge-Funds tatsächlich neue Arbeitsplätze bringen und die Attraktivität des Finanzplatzes erhöhen wie das Behörden und Branche betonen, ist umstritten.

    Philippe Erath

  • Die U-19 der beiden Länder ging im letzten Mai 2008 mit gutem Beispiel voran.

    Erfolgreiche Fussball-Diplomatie

    Das WM-Qualifikationsspiel Armenien gegen die Türkei in der armenischen Hauptstadt Eriwan erhält schon vor dem Anpfiff Applaus. Denn der Match ist ein doppelter diplomatischer Erfolg.

    Zum einen, weil die Nationalmannschaften der beiden verfeindeten Länder überhaupt gegeneinander spielen. Und zum andern, weil der türkische Präsident Abdullah Gül sich von seinem armenischen Kollegen Sergej Sarkisjan zum Spiel hat einladen lassen.

    Werner van Gent

  • Österreich lockt mit Discount-Vignetten auf die Autobahn.

    Discount-Vignette für österreichische Autobahn

    Österreich führt eine günstige Korridor-Vignett ein und lockt Autofahrer auf die Autobahn zurück, um den Grossraum Lindau/Bregenz zu entlasten. In angrenzenden Schweizer Gemeinden ist die Bevölkerung wütend.

    Wer am Bodensee von Deutschland in die Schweiz oder weiter in den Süden fährt, kommt mit grosser Wahrscheinlichkeit im Pfändlertunnel zum Stehen. Das gut 20 Kilometer lange Autobahnstück befindet sich in Österreich.

    Um dieses Nadelöhr zu vermeiden und um Gebühren für die Vignette zu sparen, zwängten sich die Autofahrer bisher lieber durch die Bregenzer Innenstadt in Richtung Schweizer Autobahn. Nun findet die Discount-Vignette Anklang.

    Roland Wermelinger

  • Wenige profitieren von Angolas Öl-Milliarden

    Dank seiner Bodenschätze erlebt Angola einen grossen wirtschaftlicher Aufschwung. Das Wirtschaftswachstum Angolas ist momentan das grösste in Afrika. Doch nur wenige profitieren von dem wachsenden Reichtum.

    Angolas Wirtschaft leidet immer noch unter den Folgen des jahrzehntelangen Bürgerkriegs. Viele der Bürger sind arbeitslos und leben unterhalb der Armutsgrenze.

    Claus Staecker

  • Warteschlange vor einem Wahlbüro in Luanda.

    Angola wählt ein neues Parlament

    Angola wählt zum ersten Mal seit 16 Jahren ein neues Parlament. Am Wahlsieg der aus einer Befreiungsbewegung hervorgegangenen Regierungspartei MPLA bestehen kaum Zweifel.

    Präsident José Eduardo dos Santos regiert seit 29 Jahren. Die Führung der MPLA herrscht in den Augen vieler fast diktatorisch und die Früchte des Reichtums teilt sie unter sich auf. Vom Öl- und Diamantenreichtum profitiert vor allem eine kleine Elite.

    Dennoch wird die arme Mehrheit der Bevölkerung ihre Unzufriedenheit an der Urne wahrscheinlich nicht zum Ausdruck bringen.

    Ruedi Küng

Moderation: Simone Fatzer, Redaktion: Judith Huber