Kampf der illegalen Migration nach Europa - die Bilanz von Malta

  • Donnerstag, 12. November 2015, 18:00 Uhr
Sendetermine
  • Erste Ausstrahlung:
    • Donnerstag, 12. November 2015, 18:00 Uhr, Radio SRF 1 und Radio SRF 4 News
  • Wiederholung:
    • Donnerstag, 12. November 2015, 19:00 Uhr, Radio SRF 2 Kultur, Radio SRF Musikwelle und Radio SRF 4 News

Beiträge

  • Migration war das grosse Thema am EU-Afrika-Gipfel. Der senegalesische Präsident Macky Sall und EU-Ratspräsident Donald Tusk an der Schluss-Pressekonferenz.

    Kampf der illegalen Migration nach Europa - die Bilanz von Malta

    Am Gipfel auf Malta haben die EU-Staaten und die Vertreter 35 afrikanischer Staaten beschlossen, einen Fonds von 3,6 Milliarden Euro zu äufnen. Damit soll Afrika im Kampf gegen Armut und Arbeitslosigkeit unterstützt werden - und mit einem Aktionsplan soll die illegale Migration bekämpft werden.

    Ein Erfolg?

    Martin Durrer und Oliver Washington

  • «Ein weisser Journalist hat in Somalia einen Verkaufswert von einer Million Dollar», sagt die ehemalige al-Shabaab-Kommandantin beim Abschied und lächelt den SRF-Journalisten freundlich an.

    Eine ehemalige al-Shabaab-Kommandantin erzählt

    Im ostafrikanischen Staat Somalia verbreiten die islamistischen al-Shabaab-Milizen seit Jahren Angst und Schrecken. Seit einiger Zeit versuchen Uno, EU und afrikanische Staaten übergelaufene Miliz-Mitglieder wieder in die Zivilgesellschaft zu integrieren.

    In Demobilisierungslagern erhalten sie eine handwerkliche Ausbildung und Friedensunterricht.

    Patrik Wülser

  • In der Schweiz haben einige Grossverteiler Produkte, die Glyphosat enthalten, bereits aus ihren Regalen verbannt. Für die landwirtschaftliche Verwendung wird sich wohl in nächster Zeit noch nichts ändern, weder in der Schweiz noch in der EU.

    Unkrautvertilger Glyphosat - krebserregend oder nicht?

    Glyphosat ist das meist eingesetzte Herbizid weltweit, auch in der Schweiz wird es auf Landwirtschaftsflächen versprüht. Die WHO beurteilt Glyphosat als «wahrscheinlich krebserregend». Die EU-Lebensmittelbehörde kommt zu einem gegenteiligen Schluss.

    Daniel Theis

  • Israelischer Wein aus Ramallah in der besetzten Westbank.

    «Produziert im Siedlungsgebiet» - neue EU-Deklarationspflicht

    Obst, Gemüse und andere Produkte müssen deklariert werden, wenn sie aus von Israel besetzten Gebieten stammen. Das hat die EU entschieden. Die Waren dürfen nicht mehr mit «Made in Israel» gezeichnet werden.

    Die EU spricht von einer Umsetzung bestehenden Rechts, in Israel wird der Entscheid als Diskriminierung empfunden. Gespräch mit Avi Primor, er war von 1993 bis 1999 israelischer Botschafter in Deutschland.

    Samuel Wyss

  • Die Studienautoren fordern, Umschulungen innerhalb der IT-Branche zu vereinfachen. So könne es gelingen, älteren Angestellten doch noch eine Perspektive zu bieten.

    Schnelllebige Zeiten erfordern wendige Informatiker

    Neue Betriebssysteme, Programme, Apps, Netzwerke, Cloud-Dienste - keine Branche verändert sich so rasant wie die Informatik. Der rasante Wandel trifft vor allem ältere Angestellte, die nicht mehr Schritt halten können.

    Unternehmen setzen deshalb auf junge Informatik-Cracks oder holen sich Spezialisten aus dem Ausland.

    Manuel Rentsch

  • Die Diskussion, ob man Knaben und Mädchen getrennt unterrichten soll, ist lanciert. Reine Mädchen- und Knaben-Schulen gibt es in der Schweiz nur wenige. An vielen Schulen aber werden bereits gewisse Lektionen getrennt nach Geschlechtern abgehalten.

    «Mädchen können sich besser entfalten, wenn sie unter sich sind»

    An den meisten Schulen werden heute Knaben und Mädchen in gemischten Klassen gemeinsam unterrichtet. Neue Studien zeigen aber, Knaben und Mädchen lernen besser, wenn sie in der Schule unter sich sind. Augenschein in einer der ältesten geschlechtergetrennten Schulen - in St. Gallen.

    Sascha Zürcher

  • Der 55-jährige Germanistikprofessor und Schriftsteller Juri Andruchowytsch ist ein bekennender Europäer - einer, der bedauert, dass die Ukraine vom europäischen Weg abgekommen ist.

    «Nationalismus ist nicht nur ein ukrainisches Phänomen»

    Im November 2013 begannen die Proteste auf dem Maidanplatz in Kiew. Die ukrainische Regierung hatte kurz vorher beschlossen, das EU-Assozierungsabkommen nicht zu unterzeichnen. Bei den Protesten mit dabei war der Schriftsteller Juri Andruchowytsch.

    Er hat über die Ereignisse von damals ein Theaterstück geschrieben. Dieses wird nun nun in Chur uraufgeführt.

    Brigitte Zingg

Moderation: Samuel Wyss, Redaktion: Isabelle Jacobi