Keine Lockerung des Inland-Bankgeheimnisses

  • Mittwoch, 4. November 2015, 18:00 Uhr
Sendetermine
  • Erste Ausstrahlung:
    • Mittwoch, 4. November 2015, 18:00 Uhr, Radio SRF 1 und Radio SRF 4 News
  • Wiederholung:
    • Mittwoch, 4. November 2015, 19:00 Uhr, Radio SRF 2 Kultur, Radio SRF Musikwelle und Radio SRF 4 News

Beiträge

  • Der Bundesrat krebst beim Bankgeheimnis im Inland zurück: Bei konkretem Verdacht auf Steuerhinterziehung sind Banken weiterhin nicht verpflichtet, Steuerverwaltungen Informationen zu geben.

    Keine Lockerung des Inland-Bankgeheimnisses

    Der Bundesrat hat beschlossen, vorerst auf die geplante Revision des Steuerstrafrechts zu verzichten; die Erfolgschancen des Projekts seien gering. Mit der Revision wollte der Bundesrat erreichen, dass sich Steuerhinterzieher auch im Inland nicht mehr hinter dem Bankgeheimnis verstecken können.

    Gaudenz Wacker

  • Victor Ponta hat mit seiner Rücktrittsankündigung viele Rumäninnen und Rumänen überrascht.

    Rücktritt des rumänischen Premiers

    In Rumänien ist der sozialdemokratische Premier Victor Ponta zurückgetreten. Ponta sagte, er erfülle damit die legitime Forderung zehntausender Demonstranten, die den Rücktritt der Regierung forderten, nachdem ein Brand in einem Bukarester Nachtklub 32 Menschen das Leben gekostet hatte.

    Viele Rumäninnen und Rumänen machten für das Unglück die weit verbreite Korruption verantwortlich.

    Urs Bruderer

  • Es sei Exxon Mobil darum gegangen, Gesetze zu verhindern, die schlecht gewesen wären für das eigene Geschäft, sagt die Journalistin Susanne Rust.

    Exxon Mobil - Doppelspiel bringt US-Justiz auf den Plan

    Seit den 1970er-Jahren wusste Exxon Mobil aufgrund eigener Forschungen, dass der CO2-Ausstoss fossiler Brennstoffe eine wichtige Ursache des Klimawandels ist. In der Öffentlichkeit hat die grösste private Erdölgesellschaft der Welt dies jedoch immer abgestritten.

    Nun reagieren Politik und Justiz in Washington.

    Beat Soltermann

  • Wenn CO2-Werte manipuliert werden, trifft das weniger die USA, sondern vor allem den europäischen Automarkt.

    Verteuert der Skandal bei VW das Autofahren?

    Der VW-Konzern hat zugegeben, auch beim Ausstoss von Co2 falsche Angaben gemacht zu haben. Politik und Umweltverbände fordern jetzt mehr Transparenz bei den Abgaswerten und -tests. Die Automobilbranche hingegen warnt: Wer saubere Autos wolle, der müsse zukünftig mehr bezahlen.

    Dario Pelosi

  • Die Gewerkschaften hätten bei der heutigen Regelung bleiben wollen, bei einer Zeiterfassungspflicht für fast alle.

    Arbeitszeit muss nicht mehr lückenlos dokumentiert werden

    Der Bundesrat lockert auf Anfang nächsten Jahres die Vorschriften zur Arbeitszeiterfassung: Angestellte mit einem Jahreseinkommen von mehr als 120'000 Franken brutto müssen ihre Arbeitszeit gar nicht mehr erfassen, die anderen nur noch die Gesamtdauer der täglichen Arbeit.

    Géraldine Eicher

  • Aung San Suu Kyi sei die Prinzessin in ihren Gute-Nacht-Geschichten gewesen, sagt die 24-jährige Parteianhängerin Nobel. Ihr Vater hat sie Nobel getauft, weil sie vor 24 Jahren, am Tag als Suu Kyi den Friedensnobelpreis erhielt, zur Welt gekommen war.

    Wahlen in Burma - ein Schritt auf dem Weg zur Demokratie?

    Zum ersten Mal seit 25 Jahren können Burmesen und Burmesinnen ihre Parlamentsabgeordenten frei wählen. Favoritin ist die Friedensnobelpreisträgerin Aung San Suu Kyi und ihre Nationale Liga für Demokratie NLD. Auch sie würde sich mit der Armee arrangieren müssen.

    Reportage aus der Hauptstadt Rangun.

    Karin Wenger

  • Katholische Würdenträger profitieren gerne selbst von den Spenden der Gläubigen - neue Enthüllungen von Gianluigi Nuzzi aus Rom.

    Pikante Geld-Geschichten aus dem Vatikan

    Der Journalist Gianluigi Nuzzi hat bereits vor drei Jahren Interna über das nebulöse Finanzgebaren im Vatikan publiziert. Die «Vatileaks» haben ihn bekannt gemacht.

    In seinem neuen Buch «Alles muss ans Licht» berichtet Nuzzi über vertrauliche Dokumente aus dem Innersten des Vatikans - und darüber, was dort mit dem Geld geschieht.

    Franco Battel

  • Der bittere Rohstoff kommt vor allem aus Westafrika, wo immer öfter Kinder Hand anlegen, um die steigende Nachfrage zu befriedigen. Bild: Junger Pflücker in einer Kakaoplantage in der Elfenbeinküste.

    Schokolade-Boom fördert Kinderarbeit

    Die Kakaobranche boomt, doch sie hat ein Problem: Mehr als zwei Millionen Kinder arbeiteten im vergangenen Jahr auf den Kakao-Plantagen Ghanas und der Elfenbeinküste, fast eine halbe Million mehr als noch vor sieben Jahren.

    Die Schokoladeindustrie hat zwar Massnahmen gegen Kinderarbeit ergriffen; diese erweisen sich aber als wirkungslos.

    Stefanie Pauli

Moderation: Simone Fatzer, Redaktion: Judith Huber