Keine Sondersession zur Finanzkrise

  • Freitag, 17. Oktober 2008, 18:00 Uhr
Sendetermine
  • Erste Ausstrahlung:
    • Freitag, 17. Oktober 2008, 18:00 Uhr, DRS 1 und DRS 4 News
  • Wiederholung:
    • Freitag, 17. Oktober 2008, 19:00 Uhr, DRS 2, DRS Musikwelle und DRS 4 News

Die Forderung der SP und der Grünen ausserordentliche Session zum Finanz-Rettungspaket des Bundes durchzuführen, ist vom Nationalrats-Büro abgelehnt worden.

Weitere Themen:

Die Finanzkrise hat eine Diskussion über die Höhe von Bonus-Zahlung an Bankern ausgelöst.

Die Energiekommission des Ständerates will gegen die Erhöhung der Strompreise angehen.

Beiträge

  • Woher nimmt der Bund 68 Milliarden?

    Bund und Nationalbank helfen der UBS mit 68 Milliarden Franken, das 60  Millionen. Woher soll dieses Geld kommen?

    Und warum soll uns das alles letzlich möglicherweise gar nichts kosten, wie das Bundesrat und Nationalbankspitze gestern in Aussicht stellten?

    Markus Mugglin

  • Hohe Boni, heiss diskutiert.

    Das Ende exorbitanter Vergütungen

    Der Schaden ist angerichtet, das Rettungspaket für die UBS geschnürt, nun bemühen sich Behörden und Bank um Vorkehrungen, die verhindern sollen, dass bei einer nächsten Finanzmarkt-Krise bereits wieder Staatsmilliarden nötig werden.

    Im Vordergrund stehen dabei schärfere Eigenkapitalvorschriften und ein verbesserter «Swissfinish», also ein Extrapolster an risikogewichtetem Eigenkapital.

    Die Zeit der exorbitanten Vergütungen soll vorbei sein.

    Barbara Widmer

  • Goodhart: «Bankenregulierung verschärft Krise»

    Die Finanzkrise sei auch eine Krise der Aufsicht, sagt Charles Goodhart, Leiter der Abteilung Finanzmärkte und Regulierung der renommierten London School of Economics.Die derzeitige Bankenregulierung habe die Krise gar verschärft, lautet eine seiner provokativen Thesen.

    Goodhart arbeitete jahrelang als Chefökonom, später als Berater für die britische Notenbank. Wirtschaftsredaktorin Priscilla Imboden hat Charles Goodhart in London getroffen.

  • Roger de Weck

    De Weck: «Ich sehe eine noch sehr lange Krise»

    Für den Publizisten Roger de Weck wird die Finanzkrise ohne Zweifel in eine Wirtschaftskrise von langer Dauer umschlagen. Wichtig sei es, dass das Primat der Politik über die Wirtschaft wieder hergestellt werde.

    Eine Debatte über gute Regulierung sei dringend notwendig, erklärt de Weck im Gespräch mit Casper Selg. Ausserdem müssten internationale Institutionen geschaffen werden, die der Weltwirtschaft einen Rahmen setzen können.

  • Den Hybridmotoren gehört die Zukunft.

    Europa wendet sich vom Biosprit ab

    Bis vor kurzem galten Agrartreibstoffe, oder Biosprit, als wichtiges Mittel für Europas Klimaschutz und für mehr Unabhängigkeit vom Öl. Nach der Nahrungsmittelkrise setzt Brüssel auf Elekotroautos und Hybridmotoren.

    Der wichtige Industrieausschuss des Europa-Parlamentes sprach sich dafür aus, von den hohen Zielen bei den Agrartreibstoffen abzurücken und die Nahrungsmittelproduktion in den Vordergrund zu stellen. Europa vollführt eine Trendwende in Sachen Agrartreibstoffe.

    Thomas Oberer

  • Afghanistan droht eine Nahrungsmittelkrise.

    Hungersnot in Afghanistan

    Seit Jahren wird Afghanistan von Krieg und Terrorismus gebeutelt. Nun verschärfen klimatische Bedingungen die Situation. Das Welternährungs-Programm schätzt, dass rund 9 Millionen Menschen vom Hunger betroffen sind.

    Der einst fruchtbare Norden Afghanistan kann die Menschen nicht mehr ernähren. Seit Jahren hat es nicht mehr geregnet. Und der letzte Winter war extrem hat, das Saatgut erfror.

    Das Internationale Komitee vom Roten Kreuz hat eine grosse Hilfsaktion begonnen. Unser Sonderkorrespondent Fredy Gsteiger war mit einem IKRK-Team im Norden Afghanistans unterwegs.

  • Wie teuer darf Strom sein?

    Heiss umstrittene Strompreise

    In der Schweiz will die Energiekommission des Ständerats gegen die drastischen Strompreiserhöhungen vorgehen. Dazu soll die Aufsichtsbehörde Elcom gestärkt werden.

    Zudem appelliert die Kommission an die Strombranche, die Tarifaufschläge zu reduzieren, weil sie übertrieben seien.

    Bundesrat Leuenberger lud die Spitze der Elektrizitäts-Wirtschaft auf Ende-Oktober zu einem weiteren Runden Tisch ein.

    Geraldine Eicher

  • Neue Generation kleiner Verlage

    Der Trend zu immer grösseren Konzernen ist ungebrochen. Auch in der Buch-Branche. Kleine Verlage werden übernommen, schliessen sich zu grossen und ganz grossen zusammen. Sie heissen etwa Random House oder Bertelsmann.

    Aber es gibt auch eine gegenteilige Entwicklung: kleine, unabhängige Verlage werden neu gegründet. Auch in der Schweiz.

    Und auch diese kleinen Schweizer Verlage findet man derzeit an der weltweit grössten Buchmesse.

    Romana Costa

Moderation: Casper Selg, Redaktion: Urs Bruderer