Leuenberger kritisiert Obwalden

  • Mittwoch, 13. Mai 2009, 18:00 Uhr
Sendetermine
  • Erste Ausstrahlung:
    • Mittwoch, 13. Mai 2009, 18:00 Uhr, DRS 1 und DRS 4 News
  • Wiederholung:
    • Mittwoch, 13. Mai 2009, 19:00 Uhr, DRS 2, DRS Musikwelle und DRS 4 News

Bundesrat Moritz Leuenberger kritisiert die starke Ausrichtung der Raumplanung im Kanton Obwalden. Der Kanton bekräftig aber seine Marschrichtung, den Steuerwettbewerb weiter zu treiben und Reiche anzuziehen.

Weitere Themen:

In Deutschland sollen so genannte Bad Banks wertlose Papiere von Banken übernehmen.

Der neue Chef der Deutschen Bahn entlässt vier Top-Manager per sofort.

Der Computerchiphersteller Intel soll nach einem Entscheid der EU-Kommission 1,6 Milliarden Franken Busse bezahlen.

Beiträge

  • Leuenberger halt an Kritik an Obwalden fest

    Bundesrat Moritz Leuenberger hat im Kanton Obwalden für Aufregung gesorgt. Er bezeichnete die starke Ausrichtung der Raumplanung auf Vermögende in seinem Blog als «Karikatur des Steuerwettbewerbs».

    Die behördliche Reservierung von Boden für Menschen, die einen volkswirtschaftlichen Nutzen brächten, sei «nichts anderes als Apartheid».

    Das kam nicht gut an im Kanton Obwalden. Leuenberger hält aber grundsätzlich an seiner Kritik fest.

    Pascal Krauthammer

  • Obwalden will weiterhin tiefe Steuern

    Trotz der Kritik von Bundesrat Moritz Leuenberger hat der Kanton Obwalden seine Marschrichtung, den Steuerwettbewerb weiter zu treiben und Reiche anzuziehen, bekräftigt.

    Die Politik der tiefen Steurn, der Flat Rate Tax habe sich bewährt und man werde wenn nötig noch tiefer gehen.

    Andrea Keller

  • Deutsche und Schweizer Banken retten

    Die Deutsche Regierung will ihren Banken zu Hilfe eilen. Die Banken sollen so genannte toxische Papiere an so genannte Bad Banks auslagern können.

    Dieses Vorgehen erinnert stark an die Hilfsaktion des Bundesrat, mit der er im vergangenen Oktober die UBS gerettet hat.

    Eveline Kobler

  • Der neue Chef, Rüdiger Grube, greift durch.

    Neuer Chef der Deutschen Bahn macht Ernst

    Rüdiger Grube, der neue Chef der Deutschen Bahn macht Ernst mit dem Neuanfang: Wegen der Datenaffäre müssen vier Topmanager das Unternehmen verlassen per sofort.

    Sie waren im Amt, als bei der Bahn Tausende von Mitarbeitern systematisch überwacht wurden. Dieser Skandal erschütterte die deutsche Öffentlichkeit.

    Ursula Hürzeler

  • Rohrpost für Güter durch die Schweiz

    In einem unterirdischen Röhrensystem sollen quer durch die Schweiz Güter transportiert werden. Diese Vision einer Rohrpost für Güter nennt sich «Swiss CargoTube».

    Die Idee von Swiss CargoTube war 2001 in der Fachhochschule Nordwestschweiz geboren worden und in einem losen Netzwerk von Verkehrs-, Logistik- und Finanzexperten zu einer Vision verdichtet worden. Promotor der Idee ist der Verein PPP Schweiz.

    Maurice Velati

  • Guatemala: Mord-Vorwürfe posthum per Video

    In einem Video, das ein am vergangenen Wochenende erschossener Rechtsanwalt vor seinem Tod aufgezeichnet hatte, wird Guatemalas Präsident Álvaro Colom als Auftraggeber des Mordes beschuldigt.

    Der 48-jährige Rodrigo Rosenberg Marzano war von Killern während einer Fahrradtour in Guatemala-Stadt erschossen worden.

    Journalist Toni Keppeler ist ein Kenner der Verhältnisse in Guatemala. Er zweifelt an den Beschuldigungen im Video, aber er zweifelt nicht daran, dass diese Beschuldigungen den Präsidenten in grosse Schierigkeiten bringen.

    Casper Selg

  • Cannes zwischen Kunst und Kommerz

    An keinem anderen Ort der Welt überlagern sich Kunst und Kommerz so extrem, wie am Filmfestival von Cannes. Derzeit findet die 62. Ausgabe des Festivals statt.

    Cannes ist - anders als Hollywood - nicht ein reines Kommerzfilmfestival. Es pflegt den so genannten Autorenfilm.

    Und es pflege seit seinen Anfängen eine fruchtbare Hassliebe mit Hollywood. Das behauptet der Filmjournalist Christian Jungen in seinem Buch «Hollywood in Cannes».

    Michael Sennhauser

  • Wachsende Skepsis gegen die EU in Lettland

    Lettland hätte dieser Tage Grund zum Feiern. Der EU-Beitritt vor fünf Jahren hat dem Land in den vergangenen Jahren einen beispiellosen Aufschwung beschert.

    Als Sinnbild für diesen Wohlstand gilt in Lettland  vor allem die Europastrasse, ein Prestigeprojekt der EU, von ihr projektiert und finanziert: eine milliardenteure sechsspurige Schnellstrasse, die das Baltikum mit Berlin verbindet.

    Doch nun hat die Wirtschaftskrise den Boom zum Erliegen und Lettland an den Rand des Ruins gebracht. Mit der Krise wachsen auch Skepsis und Vorbehalte gegenüber der EU. Nur bei Lettlands Bauern ist die EU-Begeisterung noch intakt.

    Brigitte Zingg

Moderation: Casper Selg, Redaktion: Judith Huber