Leuthard will UBS-Managern die Boni streichen

  • Samstag, 25. Oktober 2008, 18:00 Uhr
Sendetermine
  • Erste Ausstrahlung:
    • Samstag, 25. Oktober 2008, 18:00 Uhr, DRS 1
  • Wiederholung:
    • Samstag, 25. Oktober 2008, 19:00 Uhr, DRS 2 und DRS Musikwelle

Der Parteitag der CVP kannte eigentlich nur ein Thema: die Finanzkrise. Bundesrätin Doris Leuthard spricht im Interview über das Hilfspaket der Regierung und über ihre Forderungen an die UBS.

Weitere Themen:

Fast alle Parteien hielten heute ihre Delegiertenversammlungen ab, und überall bewegte die Finanzkrise die Delegierten. In einem sind sich die drei grossen Bundesratsparteien einig: Mit den Exzessen der Manager soll Schluss sein.

Horst Seehofer soll es richten: Der Noch-Landwirtschaftsminister in Berlin ist vom Parteitag zum neuen Vorsitzenden der CSU in Bayern gewählt worden. Nächste Woche soll der Landtag ihn auch zum Regierungschef küren. Wer ist Horst Seehofer?

Beiträge

  • Doris Leuthard.

    Leuthard: «UBS muss bei den Boni über die Bücher»

    Bundesrätin Doris Leuthard hat das Hilfspaket des Bundes für die Banken verteidigt. Die Banken seien zu wichtig, als das man darauf hätte verzichten können. Für die Milliardenboni, die die angeschlagene UBS ihren Managern trotz Staatshilfe zahlen will, zeigte Leuthard wenig Verständnis.

    Es sei klar, dass es Verträge gebe. Allerdings gebe es auch einen Vertrauensbruch gegenüber der Bevölkerung, wenn solche Boni mit Steuergeldern finanziert würden. «Es ist klar: Die UBS muss da über die Bücher.»

    Resolution zum bilateralen Weg

    Der CVP-Parteitag in Bern hatte ganz im Zeichen der Finanzkrise gestanden. Die CVP-Mitglieder verabschiedeten dort ausserdem eine Resolution zum bilateralen Weg der Schweiz. Die CVP Schweiz will ihn mit der EU nicht nur weitergehen, sondern auch erweitern. Mit entsprechenden Abkommen soll unter anderem der Finanzplatz Schweiz gestärkt werden. Dies soll durch eine Ausdehnung des bestehenden Versicherungsabkommens von 1989 geschehen.

  • Parteien wollen Managerlöhne begrenzen

    Auch die drei Bundesratsparteien CVP, FDP und SP kamen zu Delegiertenversammlungen zusammen - und alle waren beherrscht von einem Thema: der Finanzkrise. Überall gerieten die Manager ins Visier der Kritik: Die Zeiten überrissener Gehältern und Boni seien vorbei, so der Tenor der Parteispitzen.

    Bundeshausredaktor

    Philipp Burkhardt

  • Walter Veltroni spricht zu hunderttausenden Demonstranten in Rom.

    Hunderttausende protestieren gegen Berlusconi

    In Italiens Hauptstadt Rom haben hunderttausende Menschen gegen die Politik der konservativen Regierung von Ministerpräsident Silvio Berlusconi protestiert.

    «Eine Demonstration gegen die Regierung»

    Zu der Grosskundgebung hatte die grösste Oppositionspartei im Parlament, die von Walter Veltroni geführte Demokratische Partei (PD), aufgerufen. Sie wirft der Regierung unter anderem eine unsoziale Familien- und eine verfehlte Finanzpolitik vor. «Das ist eine Demonstration gegen die Regierung, die die Probleme des Landes nicht löst», sagte Veltroni.

    Die Beteiligung an dieser «demokratischen und friedlichen Kundgebung» sei stärker als erwartet. Es sei eine der grössten der vergangenen Jahre, so Veltroni. Die Organisatoren schätzten die Zahl der Teilnehmer auf zweieinhalb Millionen. Andere Angaben zur Teilnehmerzahl gibt es noch nicht.

    Simone Fatzer im Gespräch mit Rolf Pellegrini

  • CSU willl mit Seehofer den Neuanfang schaffen

    Nach ihren grossen Verlusten bei den Landtagswahlen im September versucht die CSU in Bayern den Neuanfang: Der Parteitag wählte heute den Noch-Bundeslandwirtschaftsminister Horst Seehofer zum neuen Parteichef.

    Am Montag soll Seehofer vom Landtag auch zum neuen Ministerpräsidenten in Bayern gewählt werden. Die Hoffnungen sind gross: Seehofer soll seiner angeschlagenen Partei zum alten Glanz verhelfen. Dafür muss er nach bald 40 Jahren CSU-Alleinregierung nun allerdings auch noch eine Koalition mit der FDP anführen - keine leichte Aufgabe.

    Ursula Hürzeler

Moderation: Roman Fillinger, Redaktion: Simone Fatz