Lösungen im Kaukasus gesucht

  • Mittwoch, 13. August 2008, 18:00 Uhr
Sendetermine
  • Erste Ausstrahlung:
    • Mittwoch, 13. August 2008, 18:00 Uhr, DRS 1 und DRS 4 News
  • Wiederholung:
    • Mittwoch, 13. August 2008, 19:00 Uhr, DRS 2, DRS Musikwelle und DRS 4 News

Nach dem Friedensschluss zwischen Georgien und Russland schweigen die Waffen im Kaukasus, die eigentlichen Probleme aber sind noch immer da.

Weitere Themen:

Nach dem Raumplanungsdesaster von Galmiz: Die Kantone haben ihre Lehren gezogen.

Schwimmstar Michael Phelps ist schon jetzt der erfolgreichste Olympiateilnehmer aller Zeiten - mit gerade 23 Jahren.

In Luzern eröffnet am Abend das Lucerne Festival.

Beiträge

  • Schwierige Arbeit für die Helfer - hier im südrussischen Lager Alagir.

    Schwierige Arbeit für die Helfer im Kaukasus

    Nach fünf Tagen Krieg hatten Georgien und Russland in der Nacht zum Mittwoch einem Friedensplan zugestimmt. Seither gibt es allerdings immer wieder Berichte über Schusswechsel in der Krisenregion.

    Unter der unsicheren und gefährlichen Lage leiden vor allem die Zivilisten. Hilfsorganisationen gehen von rund 100 000 Vertriebenen aus, die nun dringend Hilfe brauchen.

    Die Georgierin Nana Topuridze koordiniert in Georgiens Hauptstadt Tiflis die Arbeit des Heks, des Hilfswerks der Evangelischen Kirche der Schweiz.

    Die Frage an sie: Haben die Hilfswerke nun Zugang zu den Vertriebenen?

  • Historische Begegnung: Syriens Präsident Assad und Libanons Staatsoberhupt Suleiman.

    Historischer Tag in Damaskus

    Es ist zweifellos ein aussergewöhnliches Treffen: der Besuch von Libanons Präsidenten Michel Suleiman bei Syriens Staatschef Baschar al Assad. Nach 60 Jahren haben beide wieder diplomatische Beziehungen aufgenommen.

    Syrien und der Libanon unterhielten seit ihrer Unabhängigkeit von Frankreich in den vierziger Jahren keine umfassenden diplomatischen Beziehungen. Das ohnehin belastete Verhältnis zwischen beiden Staaten war seit dem Mordanschlag auf dem früheren libanesischen Ministerpräsidenten Rafik Hariri 2005 auf einem Tiefpunkt. Viele Libanesen machten Syrien für die Tat verantwortlich.

    Robert Stähli

  • Weltberühmt: Das «Lucerne Festival Orchestra»

    Erster Höhepunkt zum Auftakt des «Lucerne Festival»

    Nicht nur in der Schweiz ist es das grösste Klassikfestival - das «Lucerne Festival» geniesst Weltruf. Zum Auftakt steht ein Orchester auf dem Programm, das zu einem Fixpunkt des Festivals geworden ist: das «Lucerne Festival Orchestra».

    Gegründet hat es Claudio Abbado. Der 75-jährige Dirigent löst Begeisterungsstürme aus, vor allem auch mit seinem Luzerner Orchester. Was macht ihn so aussergewöhnlich?

    Norbert Graf

  • Russische Panzer verlassen Gori.

    Waffenruhe im Südkaukasus anscheinend brüchig

    Trotz des Friedensabkommens schweigen die Waffen im Südkaukasus anscheinend nicht. Augenzeugen berichten, russische Streitkräfte hätten erneut die strategisch wichtige Stadt Gori in Georgien beschossen.

    US-Präsident George W. Bush hat Russland unterdessen aufgefordert, seine Soldaten aus Südossetien abzuziehen. Er kündigte einen Besuch seiner Aussenministerin Condoleezza Rice in Georgien an.

    Peter Gysling

  • Der Krieg zwingt die Menschen zur Flucht.

    Zukunft der abtrünnigen Regionen weiterhin offen

    Georgien und Russland haben einem Friedensplan zugestimmt - offiziell schweigen nun die Waffen in der Krisenregion. Das eigentliche Problem der Region aber ist damit nicht gelöst.

    Wie könnte die Zukunft des unruhigen, zersplitterten Kaukasus aussehen? Völkerrechtler sehen vor allem eine Lösung: die Autonomie der abtrünnigen Gebiete Abchasien und Südossetien, allerdings innerhalb der Grenzen Georgiens. Der Weg dorthin ist weit.

    Franco Battel

  • Galmiz hat 2006 den Standortwettbewerb für die Ansiedlung eines Pharmakonzerns verloren.

    Galmiz: Die Lehren aus dem Raumplanungs-Debakel

    Vor drei Jahren machte ein bis dahin unbekanntes Dorf im Kanton Freiburg Schlagzeilen: Galmiz. Ein amerikanischer Biotechkonzern hatte sich den Ort als neuen Standort für ein Pharmawerk auserkoren, hunderte Arbeitsplätze sollten entstehen.

    Gebaut werden sollte die Fabrik auf fruchtbarem Ackerland, für das Projekt sollten fast 60 Hektaren Landwirtschaftsland im so genannten Grossen Moos umgezont werden. Widerstand kam auf. Galmiz wurde zum Raumplanungs-Debakel, die Fabrik wurde schliesslich in Irland gebaut.  

    Die Kantone hatten nach Galmiz versprochen, sie würden aus Galmiz die Lehren ziehen. Seither suchen sie gemeinsam für die ganze Schweiz nach geeigneten Standorten für Grossprojekte.

    Monika Zumbrunn

  • Superstar Michael Phelps.

    Michael Phelps: Die unglaubliche Jagd nach Gold

    Acht Mal Gold - das ist die Mission von Michael Phelps bei den Olympischen Spielen. Der Superstar unter den US-Schwimmern ist auf Kurs: Inzwischen hat er in Peking sein fünftes Gold eingesammelt - scheinbar mühelos.

    Selbst wenn es Phelps am Ende der Schwimmwoche in Peking nicht auf acht goldene Medaillen bringt, mit denen er den bisherigen Rekord von Schwimmlegende Mark Spitz überbieten würde - einen Rekord hat er schon vorher sicher.

    Mit insgesamt zehn Titeln an Olympischen Spielen ist er der erfolgreichste Olympiateilnehmer aller Zeiten.

    Marcel Melcher

  • Hauptquartier von «Focus on the Family» in Colorado Springs.

    «Destination Wichita»: Colorado Springs

    Colorado Springs, nach Denver die zweitgrösste Stadt in Colorado, ist etwa so gross wie Zürich. Sie gilt als betont konservative Stadt. Fünf Militärbasen und die Air Force Academy finden sich in Colorado Springs.

    Seit 25 Jahren nimmt ausserdem der Einfluss von konservativen Religionsgemeinschaften stetig zu. Über 100 evangelikale Einrichtungen gibt es in Colorado Springs: Kirchen, Missionen, religiöse Verlage oder Hilfswerke. Deshalb gilt Colorado Springs als Mekka der evangelikalen Christen.

    Max Akermann

Moderation: Hans Ineichen, Redaktion: Monika Oettli