Medwedew zum Wahlsieger in Russland erklärt

  • Sonntag, 2. März 2008, 18:00 Uhr
Sendetermine
  • Erste Ausstrahlung:
    • Sonntag, 2. März 2008, 18:00 Uhr, DRS 1 und DRS 4 News
  • Wiederholung:
    • Sonntag, 2. März 2008, 19:00 Uhr, DRS 2, DRS Musikwelle und DRS 4 News

Der Kreml hat Dmitri Medwedew zum klaren Sieger der russischen Präsidentenwahl erklärt. Bereits im Vorfeld stand der Sieg des Wunschnachfolgers von Präsident Wladimir Putin fest.

Weitere Themen:

Die kolumbianischen Streitkräfte haben einen der Anführer der Guerillagruppe Farc getötet.

Die Bauten der 1960er-Jahre stellen die Denkmalpflege vor ein grosses Problem.

Der schwache Dollar bringt die internationalen Finanzmärkte durcheinander.

Beiträge

  • Medwedew (li): Voraussichtlicher Präsident von Putins Gnaden

    Nicht alle Russen wählen Medwedew

    Bei der Präsidentenwahl in Russland gilt ein Sieg von Wladimir Putins Wunschnachfolger Dmitri Medwedew als sicher. Offen ist, wie deutlich er gewählt wird. Von RussInnen in der Schweiz dürfte er wenig Zustimmung bekommen.

    Putin darf nach zwei Amtszeiten nicht wieder als Präsident kandidieren. Er will unter seinem langjährigen Weggefährten Medwedew als
    Ministerpräsident arbeiten und weiter eine entscheidende Rolle
    in der russischen Politik spielen.

    Umfragen zufolge kann Medwedew mit einer eindeutigen Mehrheit rechnen. Einige Stimmen gaben auch Russinnen und Russen in der Schweiz ab.

    Brigitte Zingg

  • Medwedew ist neuer Präsident Russlands

    Bei der Präsidentenwahl in Russland sind die Bürger dem Willen Wladimir Putins gefolgt und haben seinen Wunschnachfolger Dmitri Medwedew gewählt. Die Opposition sprach indes von massiver Wahlfälschung und bezeichnete die Abstimmung als Farce.

    Nach Auszählung von 24,45 Prozent der Stimmen lag Medwedew bei 65,53 Prozent, wie die Wahlleitung am Sonntagabend mitteilte. Kurz danach erklärte der Kreml Medwedew unter Protesten der Opposition zum Wahlsieger. Das vorläufige Endergebnis wird am Montag erwartet.

    Simone Fatzer im Gespräch mit Russland-Korrespondent Max Schmid

  • Historischer Handschlag: Ahmadinedschad (li) und Talabani.

    Erster Staatsbesuch Irans in Irak

    Der iranische Präsident Mahmud Ahmadinedschad ist mit militärischen Ehren zu seinem zweitägigen Staatsbesuch in Irak begrüsst worden. Er ist der erste iranische Staatschef, der das Nachbarland besucht.

    Iran und Irak waren jahrzehntelang verfeindet. Zwischen 1980 und 1988 führten die beiden Länder einen blutigen Krieg. Die Visite gilt als bisheriger Höhepunkt einer Aussöhnung, die nach dem Sturz von Saddam Hussein möglich wurde.

    Fredy Gsteiger

  • Abbas bricht Kontakt zu Israel ab

    Der palästinensische Ministerpräsident Mahmud Abbas hat auf die israelische Offensive im Gazastreifen reagiert und alle Kontakte mit Israel ausgesetzt.

    Die blutigsten Offensive seit mehr als vier Jahrzehnten hat bisher rund 100 Tote gefordert, unter ihnen viele Zivilisten, auch Kinder.

    Die israelische Regierung weist indes jede Kritik an ihrem Vorgehen zurück und will die Offensive fortsetzen.

    Iren Meier

  • Schlag gegen Farc-Rebellen

    Die kolumbianische Armee hat den Vizechef der Farc-Guerilla getötet. Raúl Reyes starb zusammen mit 16 weiteren Kämpfern bei einem Angriff im benachbarten Ecuador.

    Die Revolutionären Streitkräfte Kolumbiens (Farc) sollen mehr als 700 Geiseln in ihrer Gewalt haben, darunter die frühere Präsidentschafts-Kandidatin Ingrid Betancourt.

    Der Hass der kolumbianischen Bevölkerung auf die Rebellen ist gross. Vor einem Monat gingen Millionen gegen sie auf die Strasse.

    Ulrich Achermann aus Bogota

  • Schwacher Dollar bremst Weltwirtschaft

    Die Talfahrt des US-Dollars hält an. Das freut zwar europäische Touristen, die Ferien in den USA planen, für die Weltwirtschaft verspricht der schwache Dollar allerdings nichts Gutes.

    Schlechte Wirtschaftszahlen aus den USA und Sorgen vor einer Rezession in den USA, der weltweit grössten Volkswirtschaft, hatten die Talfahrt des Dollars beschleunigt.

    Barbara Widmer

  • Australien erhöht Druck gegen Walfang

    Australien will den Walfang im Namen der Wissenschaft verbieten. Umweltminister Peter Garrett will am Treffen der Internationalen Walfang-Kommission einen entsprechenden Antrag stellen.

    Der Antrag richtet sich gegen Japan, das nach eigenen Angaben zu wissenschaftlichen Zwecken jährlich Hunderte Wale in der Antarktis tötet. Kritiker werfen der Regierung in Tokio vor, kommerzielle Interessen unter dem Deckmantel der Wissenschaft zu verfolgen.

    Urs Wälterlin aus Australien

  • Boom-Bauten: Herausforderung für Denkmalpflege

    Die Bauten aus den 1960er- und 1970er-Jahre sind in der Bevölkerung zwar nicht sehr beliebt, für die Denkmalpflege sind einige von ihnen gleichwohl interessant. Eine Renovierung solcher Bauten ist allerdings ein Problem.

    Die Schweiz wurde in den 1960er- und 1970er-Jahren gebaut. Einige Gebäude aus dieser Zeit wären sicherlich als Zeugen einer Bauepoche schützenswert. Allerdings stellt die Sanierung von so genannten Boom-Bauten die Denkmalpflege vor Probleme, nicht zuletzt wegen neuer energiepolitischer Richtlinien. Eine Sanierung kostet oft mehr, als das Gebäude abzureissen und neu zu bauen.

    Karin Salm

Moderation: Simone Fatzer, Redaktion: Urs Bruderer