Mehr Flüchtlinge erreichen die Schweiz via Deutschland

  • Freitag, 6. November 2015, 18:00 Uhr
Sendetermine
  • Erste Ausstrahlung:
    • Freitag, 6. November 2015, 18:00 Uhr, Radio SRF 1 und Radio SRF 4 News
  • Wiederholung:
    • Freitag, 6. November 2015, 19:00 Uhr, Radio SRF 2 Kultur, Radio SRF Musikwelle und Radio SRF 4 News

Beiträge

  • Bis vor kurzem zogen nur einzelne Asylsuchende von Deutschland weiter in die Schweiz. Nun scheint sich dieses Phänomen auszuweiten - vor allem bei Menschen aus Afghanistan. Symbolbild.

    Mehr Flüchtlinge erreichen die Schweiz via Deutschland

    In den letzten Tagen sind deutlich mehr Asylsuchende in der Schweiz angekommen als bislang - das zeigen Recherchen von Radio SRF. Die Zunahme liegt vor allem daran, dass mehr Afghaninnen und Afghanen via Deutschland in die Schweiz ziehen.

    Dominik Meier

  • Regierungsrat Markus Züst, Christa Züst und der 15-jährige Hamed – im Wohnzimmer der Familie Züst in Altdorf.

    Ein leeres Haus und ein offenes Herz

    Unter den Flüchtlingen, die in die Schweiz kommen, sind immer mehr Afghanen und immer mehr Minderjährige, die alleine unterwegs sind. Wie sie am besten untergebracht werden, sorgt regelmässig für Diskussionen in der Politik.

    Einer der handelt, ist der Urner SP-Regierungsrat Markus Züst: Seine Frau und er haben Ende Juni gleich drei minderjährige Flüchtlinge aufgenommen - einer lebt noch immer bei ihnen. Ein Besuch in Altdorf.

    Beat Vogt

  • Russische Touristen am Flughafen Sharm el-Sheikh, Ägypten, warten am  6. November 2015 auf einen Rückflug.

    Russland stoppt alle Flüge nach Ägypten

    Putin macht eine Kehrtwende. Knapp eine Woche nach dem Flugzeugabsturz im Sinai mit 224 Toten hat der russische Präsident alle Flüge von Russland nach Ägypten gestoppt - und zwar solange, bis der Absturz aufgeklärt ist.

    Und das, nachdem der Kreml erst gestern Grossbritannien für ähnliche Schritte kritisiert hatte. Könnte der Absturz mit der Beteiligung der Russen in Syrien zu tun haben?

    David Nauer

  • Das Thema «Sterbehilfe» ist in Deutschland besonders belastet - wegen der sogenannten «Euthanasie»-Morde der Nationalsozialisten.

    Deutschland stellt geschäftsmässige Sterbehilfe unter Strafe

    Nach langen und kontroversen Debatten hat der Deutsche Bundestag ein Gesetz verabschiedet, das die «geschäftsmässige» Sterbehilfe künftig verbietet und unter Strafe stellt. Der Entscheid hat auch Auswirkungen auf die Schweiz.

    Rafael von Matt

  • Umweltschützer waren strikt gegen das Projekt. Für sie bedeutet seine Ablehnung einen grossen Sieg, für die Ölindustrie eine herbe Niederlage.

    Umstrittene Keystone-Pipeline kommt nicht

    US-Präsident Barack Obama hat sich entschieden. Er erteilt der umstrittenen Verlängerung der Erdöl-Pipeline Keystone XL eine Absage. Die Pipeline hätte etwa 800‘000 Fass Öl pro Tag von Kanada aus zur Golfküste von Texas pumpen sollen.

    Wie begründet Obama seinen Entscheid? Gespräch mit SRF-Korrespondent Beat Soltermann in Washington.

    Roman Fillinger

  • Protonmail bietet einen Service, mit dem man verschlüsselte Emails verschicken kann. Nun ist die Firma Opfer einer heftigen Cyberattacke geworden.

    Hacker erpressen Schweizer Mailanbieter

    Immer mehr Geschäfte werden online abgewickelt. Dementsprechend attraktiv ist das Netz für Kriminelle. Oft ist schwer nachzuvollziehen, wie Cyberkriminalität funktioniert - selten wird sie öffentlich.

    Die Attacke, die ein Mailanbieter aus Genf gerade diese Woche erlebt hat, ist öffentlich geworden. Und sie liefert ein eindrückliches Beispiel. Ein Einzelfall?

    Hanna Wick und Guido Berger

  • Nach zwei Jahren ergebnisloser Verhandlungen tun es die Flugbegleiter den Piloten gleich, die bereits 13 Mal im Ausstand waren.

    Lufthansa weiter auf Streik- und Schrumpfkurs

    Bei der deutschen Lufthansa haben die Flugbegleiter ihre Arbeit erneut niedergelegt. 290 Flüge mussten gestrichen werden.

    Die Ufo, die wichtigste Gewerkschaft des Kabinenpersonals, will den Streik bis zu acht Tage lang durchhalten, wenn die Lufthansa nicht von ihren Sparplänen bei der Rentenversorgung abrückt. Wird die Lufthansa einknicken? Einschätzungen des Aviatik-Journalisten Jens Flottau.

    Roman Fillinger

  • Paul Rechsteiner, Präsident Schweizerischer Gewerkschaftsbund (SGB) fordert den besseren Schutz von Arbeitsplätzen, Löhnen und die Erhaltung der Bilateralen am 6. November 2015 in Bern.

    SGB-Delegierte für bilaterale Verträge, aber mit Schutz

    Der Bundesrat muss einerseits die Zuwanderung begrenzen, wie dies die angenommene Initiative verlangt, ohne aber die bilateralen Verträge aufs Spiel zu setzen - ein schwieriges Unterfangen. Früher oder später dürfte es zu einer neuen Volksabstimmung kommen.

    Für die Gewerkschaften ist jetzt schon klar: Eine solche Abstimmung ist nur zu gewinnen, wenn die Löhne und Arbeitsbedingungen besser geschützt werden als dies heute der Fall ist.

    Klaus Bonanomi

  • Konrad Martig (links), Gemeindepräsident von Gampel-Bratsch, und Damian Gsponer , Bildungsvisionär und Schulleiter der neuen Privatschule in Bratsch.

    Mit Kindern kehrt Leben ins entvölkerte Bergdorf zurück

    Bratsch, ein 100-Seelendorf im Wallis, hat dasselbe Problem wie viele Bergdörfer. Der Ort schrumpft, die Schule ist schon seit Jahren zu. Jetzt stellt die Gemeinde das leere Schulhaus einem jungen Pädagogen zur Verfügung, der dort eine besondere Privatschule eröffnen will.

    So soll in Bratsch wieder Leben einkehren.

    Silvia Graber

Moderation: Roman Fillinger, Redaktion: Ursula Hürzeler