Milliardenschweres Konjunkturprogramm für Deutschland

  • Sonntag, 2. November 2008, 18:00 Uhr
Sendetermine
  • Erste Ausstrahlung:
    • Sonntag, 2. November 2008, 18:00 Uhr, DRS 1 und DRS 4 News
  • Wiederholung:
    • Sonntag, 2. November 2008, 19:00 Uhr, DRS 2, DRS Musikwelle und DRS 4 News

Die Regierung von Angela Merkel will für dei deutsche Wirtschaft ein milliardenschweres Konjunkturprogramm auflegen. Das melden verschiedene deutsche Medien.

Weitere Themen:

Das Vertrauen kehrt zurück: Auf dem sogenannten Interbanken-Markt zeichnet sich langsam eine Entspannung ab.

In Holland mehren sich die Stimmen, die eine restriktivere Drogenpolitik verlangen.

Beiträge

  • Kanzlerin Angela Merkel.

    Konjunkturprogramm für Deutschland

    Die deutsche Regierung will mit einem Konjunkturpaket in Höhe von 30 Milliarden Euro Aufträge von 50 Milliarden Euro anschieben. Eine Million Arbeitsplätze sollen so gesichert werden.

    Bundeskanzlerin Angela Merkel sprach von punktgenauen Investitionshilfen. So will die Koalition Unternehmen für zwei Jahre bei der Steuer entgegenkommen, wenn sie neue Maschinen anschaffen. Letzte offene Details des 16-Punkte-Programms wollen die Spitzen von Union und SPD Anfang Woche konkretisieren, am Mittwoch soll das Paket verabschiedet werden.

    Fritz Dinkelmann

  • Wirtschaftsministerin Doris Leuthard.

    Konjunktur-Ankurbelung: Schweiz wartet noch zu

    Während in Deutschland grosse Anstrengungen unternommen werden, die Konjunktur anzuschieben, passiert in der Schweiz derzeit noch nichts dergleichen.

    Dass Deutschlands Wirtschaft nicht massiv einbricht, liegt im vitalen Interesse der Schweiz. Denn Deutschland ist unser wichtigster Handelspartner. Dennoch kann sich die Schweiz nicht allein auf die Konjunkturprogramme der Nachbarn verlassen. Die Politik gibt zwar bereits vage Zeichen, dass der Staat eingreifen könnte. Aber die Frage bleibt, welche Programme überhaupt sinnvoll wären und welche nicht.

    Philippe Erath

  • Leichte Entspannung beim Interbankenverkehr

    Das Vertrauen zwischen den Banken scheint wieder etwas zuzunehmen. Offenbar geben sich die verschiedenen Institute wieder vermehrt Kredite untereinander.

    Seit Monaten ist dieser Kreislauf gestört, die Banken trauen sich nicht mehr über den Weg. Das sogenannte Interbankengeschäft ist massiv gestört. Dank staatlicher Garantien zeichnet sich nun aber langsam eine erste Entspannung ab.

    Eveline Kobler

  • Der neue ANC-Präsident Jacob Zuma.

    Südafrikanischer ANC spaltet sich

    Ein halbes Jahr vor Neuwahlen in Südafrika spaltet sich Nelson Mandelas ANC. Knapp 5000 Dissidenten des ANC beschlossen die Gründung einer neuen Partei.

    Per Akklamation wurde ein Parteistatut angenommen, das sich zu den verfassungsmässig verankerten demokratischen Idealen bekennt und auf ein versöhnliches Miteinander der Menschen setzt. Die neue Partei soll am 16. Dezember offiziell ausgerufen werden.

    Vertreter von Oppositionsparteien betonten bei der Versammlung ihre Koalitionsbereitschaft für die Zeit nach den Wahlen. An dem Treffen nahmen auch zahlreiche Vertreter der schwarzen Mittelschicht teil. Mehrere Redner hatten auf dem Gründungskongress kritisiert, dass sich der ANC von den Werten entfernt habe, für die er einst stand. Der ANC-Vorsitzende Jacob Zuma seinerseits kritisierte die Parteirebellen als «giftige Mischung».

    Ruedi Küng

  • Marihuana-Blüte.

    Ruf nach restriktiverer Drogenpolitik in Holland

    In den Niederlanden werden immer mehr Stimmen laut, die eine Verschärfung der Drogenpolitik fordern. Auch für weiche Drogen.

    So schliessen etwa zwei niederländische Grenzorte südlich von Rotterdam ihre Coffeeshops. Sie haben genug von ausländischen Drogentouristen, die sich tagtäglich in grosser Anzahl mit Haschisch und Marihuana eindecken. Seit mehr als 30 Jahren erlaubt die traditionell tolerante niederländische Drogenpolitik solche Coffeeshops. Die Polizei muss draussen bleiben. Die betroffenen Gemeinden aber wollen dies ändern, sie fordern mehr Restriktion und sorgen für eine nationale Drogendebatte.

    Elsbeth Gugger

Moderation: Hans Ineichen, Redaktion: Massimo Agostinis