Nervosität vor der Bundesratswahl

  • Dienstag, 9. Dezember 2008, 18:00 Uhr
Sendetermine
  • Erste Ausstrahlung:
    • Dienstag, 9. Dezember 2008, 18:00 Uhr, DRS 1 und DRS 4 News
  • Wiederholung:
    • Dienstag, 9. Dezember 2008, 19:00 Uhr, DRS 2, DRS Musikwelle und DRS 4 News

Die Bundesratskandidaten stellen sich den Fragen der Fraktionen von CVP und SP. Im Bundeshaus herrscht emsiges Spekulieren.

Weitere Themen:
- Der Ständerat will überrissene Boni von UBS-Topmanagern zurückfordern. Unterdessen hat der Bund der UBS die sechs Milliarden überwiesen.

- In Athen und in Thessaloniki ist es den vierten Tag in Folge zu Strassenschlachten gekommen.


- Die drei grossen US-Autokonzerne werden wahrscheinlich mit Notkrediten über zunächst 15 Milliarden Dollar vor einem unmittelbar bevorstehenden finanziellen Crash gerettet werden.

Beiträge

  • Grosses Medieninteresse für Ueli Maurer.

    Schwerer Stand für Ueli Maurer

    Die SP-Fraktion erteilt allen drei Kandidaten für die Bundesratswahl einen Korb. Die CVP unterstützt Maurer nur ganz knapp.

    Weder SVP-Kandidat Ueli Maurer noch der Grüne Luc Recordon sind für die SP eine Option. Alt Bundesrat Christoph Blocher sei für die SP erst recht nicht wählbar, erklärte Präsident Christian Levrat nach der Fraktionssitzung.

    Die CVP dagegen unterstützt Ueli Maurer. Allerdings nur knapp. Dies gab Fraktionspräsident Urs Schwaller vor den Medien im Bundeshaus bekannt. In der geheimen Abstimmung erhielt der Zürcher SVP-Nationalrat genau das nötige absolute Mehr von 23 Stimmen.

    Pascal Krauthammer /Nathalie Christen

  • Ständerat will Boni von UBS-Managern zurückfordern

    Die UBS soll überrissene Boni der letzten Jahre von Spitzenmanagern zurückfordern. Im Unterschied zum Nationalrat hat der Ständerat dieser Auflage zur Staatshilfe für die UBS knapp zugestimmt.

    Eine Lohnobergrenze lehnte der Rat jedoch ab. Der Sechs-Milliarden-Kredit selbst war nicht umstritten. Wie tags zuvor im Nationalrat versuchte die Linke auch im Ständerat, zusätzliche Auflagen für die UBS in den Kreditbeschluss zu schreiben, solange die Grossbank Staatshilfe beansprucht.

    Konkret forderte sie vor allem eine Begrenzung der Löhne von Konzernleitung und Verwaltungsrat auf etwas über eine Million Franken, die Rückforderung unverhältnismässiger Entschädigungen von UBS-Spitzenleuten und das Verbot von Spenden an Parteien.

    Manuel Rentsch

  • Athen trauert um den ermordeten griechischen Jugendlichen

    Griechenland kommt nicht zur Ruhe

    In Griechenland ist es den vierten Tag in Folge zu Strassenschlachten gekommen. Die Polizei versuchte, ein Vorrücken der Protestierer zu verhindern.

    Auslöser der Krawalle war der Tod eines 15-Jährigen, der von der Kugel aus einer Polizeiwaffe getroffen worden war. Zu den neuen Zusammenstössen kam es am Rande der  Beerdigung des Jugendlichen.

    Nicht nur in Athem wird deonstriert und Gewalt angewendet, sondern auch in anderen Städten, wie etwa Thessaloniki.

    Dort, in der Redaktion der Zeitung «Aggelioforos» sitzt die Journalistin Kaki Bali.

    Casper Selg

  • Hilfe für US-Autobauer rückt näher

    Die dringend benötigte Milliardenhilfe für die ums Überleben kämpfenden US-Autobauer ist in greifbare Nähe gerückt. Die Demokraten im US-Kongress und das Weisse Haus setzten Verhandlungen über eine Gesetzesvorlage für einen Rettungsplan fort, der 15 Milliarden Dollar an Notkrediten vorsieht.

    Mit der Summe, an deren Verwendung allerdings scharfe Kontrollen geknüpft werden sollen, könnten die drei grossen Autobauer ihre Existenz zumindest bis ins nächste Jahr sichern, berichteten amerikanische Medien.

    Peter Voegeli

  • Honda erhält keine Unterstützung.

    Der dritte Weg von Honda in den USA

    Es gibt Autofabriken in den USA, die von Staatshilfe keinen Cent sehen werden. Zum Beispiel Toyota oder Honda.

    Japanische Firmen bauen schon seit Anfangs der Achtziger Jahre Autos in den USA. Und zwar sehr erfolgreich.

    Honda beispielsweise ist nicht nur erfolgreich, weil man dort schlicht nicht mit den Gewerkschaften zusammenarbeitet und damit tiefere Sozialleistungen bezahlt, sondern auch dank innovativer Technik und grösserer Flexibilität.

    Eine Reportage aus der japanischen Auto-Produktion in Ohio.

    Daniel Voll

  • Schwierige Aufgabe der EUlex

    Im Kosovo hat die EU die grösste zivile Mission ihrer Geschichte offiziell gestartet: EUlex soll die Kosovo-Regierung während 28 Monaten beim Aufbau eines Rechtsstaates unterstützen.

    Wegen des anfänglichen Widerstandes von Serbien gegen die EU-Mission brauchte es allerdings viele Umwege bis die Mission möglich wurde.

    So viele Kurven, dass eigentlich nicht mehr ganz klar ist, was EULEX denn überhaupt noch kann, soll und darf.

    Walter Müller

  • Für Bestechung braucht es zwei

    Wenn von Korruption die Rede ist, denkt man zunächst an Länder wie Haiti, Simbabwe, Afghanistan oder Somalia. An arme Länder also. Damit sich allerdings jemand korrupterweise bereichern kann, braucht es auch solche, die Schmiergelder zahlen.

    Und diese sitzen in der Regel in der westlichen Welt und ganz besonders in den Schwellenländern, zum Beispiel in Russland und China oder Indien. Das zeigt eine Studie der Organisation Transparency International.

    Sie veröffentlichte am Dienstag den sogenannten «Index der  Bestechungszahler». Dieser stützt sich auf die Einschätzung von mehr als 2700 Managern international tätiger Firmen.

    Fredy Gsteiger

  • Von Augustinerschüblig bis Zincarlin

    Kennen Sie «Strüzel»? Wissen Sie, was ein «blauer Kuchen» ist, wie ein «Gangfisch» oder ein «Küttiger Rüebli» schmeckt? Zu finden sind diese kulinarischen Schweizer Spezialitäten neu im Internet.

    Vier Jahre lang haben Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler im Auftrag des Bundes und der Kantone das kulinarische Erbe der Schweiz erforscht. Nun ist im Internet ein umfangreiches Inventar abrufbar.

    Nadja Fischer

Moderation: Hans Ineichen, Redaktion: Isabelle Jacobi