Neue Impluse im Fluglärmstreit

  • Dienstag, 29. April 2008, 18:00 Uhr
Sendetermine
  • Erste Ausstrahlung:
    • Dienstag, 29. April 2008, 18:00 Uhr, DRS 1 und DRS 4 News
  • Wiederholung:
    • Dienstag, 29. April 2008, 19:00 Uhr, DRS 2, DRS Musikwelle und DRS 4 News

Im jahrelangen Streit um die Lärmbelastungen rund um den Flughafen Zürich haben Deutschland und die Schweiz beschlossen, noch einmal zu messen, wie hoch die Belastung tatsächlich ist.

Weitere Themen:

Die SVP hat ihre Wählerschaft überzeugender mobilisiert als ihre Konkurrenz, wie eine Studie zu den Wahlen 07 zeigt.

Die EU schliesst mit Serbien ein Abkommen über eine engere Zusammenarbeit ab.

Die Baumeister und die Gewerkschaften haben den Arbeitsstreit endgültig beigelegt.

Beiträge

  • Bewegung im Fluglärmstreit

    Deutschland und die Schweiz wollen erneut messen, wie hoch die Lärmbelastungen rund um den Flughafen Zürich sind. Das haben Bundespräsident Pascal Couchepin und die deutsche Bundeskanzlerin Angela Merkel in Bern vereinbart.

    Man wolle eine neue Vertrauensbasis im Konflikt um den Fluglärm schaffen, sagte Couchepin nach dem Treffen. Laut Merkel soll die Schweiz ein konkretes Angebot zur Lösung des Streits präsentieren, sobald die Ergebnisse der Arbeitsgruppe vorliegen.

    Pascal Krauthammer

  • Premier Vojislav Kostunica nicht erfreut.

    EU öffnet Serbien die Tür

    Die EU hat mit Serbien ein Abkommen unterschrieben, das für den Balkan-Staat der erste Schritt auf dem Weg zu einem möglichen EU-Beitritt ist.

    Das Abkommen soll die pro-europäischen Kräfte in Serbien unterstützen. Dort wird in zwei Wochen das Parlament neu gewählt.

    In Kraft treten kann das Abkommen aber erst, wenn Belgrad vollständig mit dem Uno-Kriegsverbrechertribunal kooperiert. Nationalistische serbische Politiker hatten versucht, dies für ihre Zwecke zu instrumentalisieren.

    Hans Ineichen im Gespräch mit Thomas Oberer in Brüssel und mit Walter Müller in Belgrad.

  • Medikamente aus China schwer zu kontrollieren

    Nachdem in den USA 80 Menschen an einem verunreinigten Medikament mit Wirkstoffen aus China gestorben sind, wir der Ruf nach Kontrolle laut. In China stossen die Kontrollbehörden jedoch an ihre Grenzen.

    Immer öfter kaufen westliche Pharmafirmen in Schwellenländern wie China oder Indien ein. Sie bekommen dort die Substanzen für ihre Medikamente zu sehr tiefen Preisen.

    In den letzten Monaten aber starben über 80 Menschen in den USA an einem verunreinigten Medikament. Die Arznei wurde in China hergestellt und von dort exportiert, auch in die Schweiz.

    Thomas Häusler

  • Hungerkatastrophe wegen steigender Lebensmittelpreise.

    Hunger: Uno setzt Krisenstab ein

    Uno-Generalsekretär Ban Ki Moon hat die Weltgemeinschaft vor den Auswirkungen der Hungerkrise gewarnt. Die wohlhabenden Länder forderte er auf, ihre Hilfen für die Ärmsten deutlich zu erhöhen.

    «Wir müssen die Hungrigen ernähren», sagte Ban Ki Moon in Bern. Als Soforthilfe müssten zusätzliche 755 Millionen Dollar bereitgestellt werden.

    Es brauche aber auch langfristige Strategien, um die Produktion zu erhöhen, so Ban Ki Moon weiter. Dazu will er einen Krisenstab gründen, der die Aktionen der verschiedenen Uno-Organisationen gegen den Hunger in der Welt koordiniert.

    Markus Mugglin

  • Arbeitsfriede in der Baubranche?

    GAV im Baugewerbe unter Dach

    Nach monatelangem Streit haben die Schweizer Baumeister dem neuen Gesamtarbeitsvertrag zugestimmt. Damit kann er am 1. Mai in Kraft treten.

    Es gebe gegenüber der ersten Lösung klare Verbesserungen zugunsten der Arbeitgeber bei der Arbeitszeit, betonte der Baumeisterverband.

    Zuvor hatten bereits die Gewerkschaften Unia und Syna den Vertrag angenommen.

    Rainer Borer

  • SVP gewann mit Ausländer-Frage

    Bei der Parlamentswahl 2007 hat die SVP der Konkurrenz Wähler abgeworben mit ihrer konsequenten Fokussierung auf das Kernthema Ausländer. Das zeigt die Nachwahl-Studie Selects.

    57 Prozent der SVP-Wählenden hielten laut der Studie die Ausländer- und die Kriminalitäts-Frage für das vordringlichste Problem. 89 Prozent bezeichneten ihre Partei auch für die fähigste Kraft, das für sie wichtigste Problem zu lösen. 

    Zulegen konnte die SVP vor allem bei den Jungen, bei Personen mit kleinem Einkommen und schmalem Schulsack. Ansonsten nahm sie vor allem der FDP Wählerinnen und Wähler ab.

    Lukas Schmutz

  • SP sucht Nähe zur Wählerschaft

    SP-Präsident Christian Levrat will sein Parteiprogramm anpassen. Er reagiert damit auf die Studie zu den Wahlen 2007, wonach die Sozialdemokraten ihre traditionellen Wähler an die SVP verloren haben.

    Bei der Parlamentswahl vom letzten Oktober hatten viele Kleinverdiener mit geringer Berufsbildung nicht mehr die SP, sondern die SVP gewählt. Das zeigt die soeben veröffentlichte Selects-Studie. Demnach verloren die Sozialdemokraten nicht nur die Wahl, sondern auch ihre traditionelle Wählerschaft. 

    Die Selects-Studie der Schweizer Stiftung für die Forschung in den Sozialwissenschaften befragte 4392 Stimmberechtigte und 1707 Kandidierende kurz nach den Wahlen im Oktober 2007.

    Dieter Kohler

  • Das Hotel im Rohbau: Alte Heubühne wird integriert.

    Bündner Bergdorf wird zum Hotel

    Mit einem ausgefallenen Hotelprojekt wollen die Leute in Vnà die Abwanderung aus dem Bündner Bergdorf stoppen.

    Viele Bergdörfer in der Schweiz kämpfen mit Abwanderung und Überalterung. Gute Jobs sind rar, die Jungen treibts ins Tal und zurück bleiben die Alten.

    Auch Vnà, ein kleines Dorf am Eingang zum Val Sinestra im Unterengadin, ist vom Aussterben bedroht.

    Silvio Liechti

Moderation: Hans Ineichen, Redaktion: Roman Fillinger