Nobelkomitee trotzt dem Donnergrollen aus Peking

  • Freitag, 8. Oktober 2010, 18:00 Uhr
Sendetermine
  • Erste Ausstrahlung:
    • Freitag, 8. Oktober 2010, 18:00 Uhr, DRS 1 und DRS 4 News
  • Wiederholung:
    • Freitag, 8. Oktober 2010, 19:00 Uhr, DRS 2, DRS Musikwelle und DRS 4 News

Der Friedensnobelpreis geht an den chinesischen Bürgerrechtler Liu Xiaobo. Peking reagiert empört. Dazu ein Gespräch mit einem wichtigen Weggefährten Lius.

Weitere Themen:

Präsidiale Pilgerfahrt: Was sich Nicolas Sarkozy vom Papst erhofft.

Eine Reise die schon im Vorfeld für Diskussionen sorgt: Verteidigungsminister Ueli Maurer besucht seinen israelischen Amtskollegen Ehud Barak.

Gemeindewahlen in Wien: Verliert die SPÖ ihre wichtigsten Bastionen?

Beiträge

  • Chinesischer Dissident erhält Nobelpreis

    Das Nobelkomitee in Oslo verleiht dem 54-jährigen Schriftsteller Liu den Friedensnobelpreis für seinen langjährigen gewaltfreien Einsatz für die Menschenrechte in China. Wer ist Liu Xiaobo?

    Dazu ein Gespräch von Philipp Scholkmann mit China-Korrespondent Urs Morf.

    Chinas Regierung wirft dem Nobelkomitee vor, seine Prinzipien zu verraten. Dennoch sickert die Nachricht auch in China durch. Professor Xu Youyu, einer der wichtigsten Weggefährten des Nobelpreisträgers, wertet die Auszeichnung als kleine Entschädigung für das, was China Liu angetan habe.

    Länder im Westen machen Druck und fordern, dass Liu aus dem Gefängnis entlassen wird. Welche Chancen hat das, wie wirkt sich die Vergabe des Friedensnobelpreises auf die andern chinesischen Bürgerrechtler aus?

  • Obamas Sicherheitsberater Jones nimmt den Hut

    US-Präsident Barack Obama verliert ein weiteres Kabinettsmitglied - bereits das fünfte inner kurzer Zeit: Jetzt tritt Sicherheitsberater James Jones zurück.

    Max Akermann

  • Sarkozy besucht den Papst in Rom

    Kurz nach seiner Wahl bat der französische Staatspräsident Sarkozy bereits einmal um päpstlichen Segen. Lange her - doch nun verspürt Sarkozy offenbar erneut das Bedürfnis um Beistand des Stellvertreters Christi.

    Oder doch nur um jenen der katholischen Wählerschaft? Diese goutiert Sarkozys harte Romapolitik immer weniger.

    Ruedi Mäder

  • Umstrittene Israelreise des Schweizer Verteidigungsministers

    Bundesrat Ueli Maurer reist nach Israel und sorgt für heisse Diskussionen.

    Linke Organisationen kritisieren, der Besuch Maurers bei seinem israelischen Amtskollegen Ehud Barak bedeute eine Unterstützung der israelischen Besatzungspolitik und passe nicht zum Schweizer Friedens-Engagement im Nahen Osten. Das Verteidigungsdepartement hingegen betont, wie wichtig der Gedankenaustausch zwischen den beiden Ländern sei und welche Bedeutung die militärische Zusammenarbeit zwischen der Schweiz und Israel habe.

    Fredy Gasser

  • «Rotes Wien» vor dem Aus?

    Am Sonntag entscheidet sich, ob das legendäre «Rote Wien» weiter Bestand hat. Herausgefordert werden die Roten der SPÖ von den Blauen, den rechtspopulistischen Freiheitlichen.

    Diese wollen das Machtmonopol der Sozialdemokraten in der österreichischen Hauptstadt brechen, und das ganz besonders bei den Bewohnerinnen und Bewohnern der günstigen Wohnungen, die der Stadt gehören.

    Joe Schelbert

  • Spieler zwischen den Welten

    Fussball ist gelebte Multikulturalität: Der Albaner Shaqiri spielt für die Schweizer Nationalmannschaft, ebenso die aus der Türkei stammenden Derdyok, Inler und Yakin, und aus Italien stammt Benaglio.

    Beim Gegner vom Freitag, bei Montenegro, spielt hingegen ein Schweizer mit, Elsad Zverotic, der als vierjähriger Junge mit seinen Eltern ins Toggenburg, nach Wattwil kam.

    Peter Schnyder

  • Cannabis-Freistaat Kalifornien?

    Marihuana gilt in Kalifornien seit 14 Jahren als Medikament und darf auf ärztliche Empfehlung hin straffrei konsumiert werden. Am 2. November nun stimmt Kalifornien darüber ab, ob Anbau, Verkauf und Konsum von Marihuana allgemein erlaubt werden sollen.

    Hunderttausende kiffen seit 1996 legal, Millionen weitere tun es verbotenerweise. Schon jetzt ist Marihuana das mit Abstand wichtigste Agrarprodukt Kaliforniens - weit bedeutender als Trauben, Gemüse und Getreide. Es macht in einzelnen Bezirken im Norden Kaliforniens bis zu 80 Prozent der gesamten Wirtschaftsleistung aus.

    Max Akermann

Moderation: Philipp Scholkmann, Redaktion: Markus Mugglin