Obama ist erster schwarzer Präsident der USA

  • Dienstag, 20. Januar 2009, 18:30 Uhr
Sendetermine
  • Erste Ausstrahlung:
    • Dienstag, 20. Januar 2009, 18:30 Uhr, DRS 1 und DRS 4 News
  • Wiederholung:
    • Dienstag, 20. Januar 2009, 19:00 Uhr, DRS 2, DRS Musikwelle und DRS 4 News

150 Jahre nach dem Ende der Sklaverei haben die Vereinigten Staaten von Amerika den ersten schwarzen Präsidenten. Vor Millionen Zuschauern in Washington legte Barack Obama auf den Stufen des Kapitols seinen Amtseid ab.

Weitere Themen:

Die Gewerkschaften fordern ein Konjunkturprogramm von fünf Milliarden Franken, um Gegensteuer zur Krise geben.

Frankreich will seine krisengeschüttelte Autoindustrie mit bis zu sechs Milliarden Euro unterstützen.

Der italienische Autobauer Fiat will beim schwer angeschlagenen US-Hersteller Chrysler einsteigen.

Beiträge

  • US-Präsident Barack Obama

    Obamas Rede im Zeichen der Hoffnung

    Barack Obamas Inaugurationsrede war kein rhetorisches Feuerwerk. Er wählte einen feierlichen und ernsten Ton. Parolen wie «Yes, we can» fehlten, Obama fokussierte sich auf die Realitäten.

    150 Jahre nach dem Ende der Sklaverei wurde Barack Obama als erster schwarzer Präsident der USA vereidigt worden. In seiner mit Spannung erwarteten Rede schwor er die Amerikaner auf einen nationalen Kraftakt ein.

    Herausforderungen meistern

    Die erste Rede Obamas nach seinem Amtsantritt stand im Zeichen der Hoffnung. Der 44. Präsident der USA liess keinen Zweifel daran, dass die Amerikaner unter seiner Führung die Herausforderungen meistern werden.

    Casper Selg, Max Akermann, Peter Voegeli

  • Massenandrang in Washington

    Ungeachtet eisiger Temperaturen haben rund zwei Millionen Amerikanerinnen und Amerikaner in Washington der Vereidigung Barack Obamas als erstem schwarzen US-Präsidenten entgegengefiebert.

    Die National Mall, die drei Kilometer lange Parkanlage zwischen Kapitol und Lincoln-Denkmal, war voller Menschen. Während der Rede Obamas herrschte Volksfeststimmung, immer wieder brach Jubel aus.

    Geschichte miterleben

    Aus dem ganzen Land waren Obama-Anhänger nach Washington aufgebrochen, in Flugzeugen, Zügen, Bussen oder Fahrgemeinschaften. Bereits am frühen Morgen waren abertausende begeisterte Menschen in das Zentrum der US-Hauptstadt geströmt.

    Max Akermann

  • Riesige Erwartungen an Obama

    Kein Präsident hat je sein Amt mit einem grösseren Vertrauensvorschuss angetreten als Barack Obama. Aber die Erwartungen und Hoffnungen, die nun auf Obama ruhen, sind riesig.

    Krise als Chance

    Eine der meistgestellten Fragen ist, ob Barack Obama die hohen Erwartungen in seine Präsidentschaft erfüllen kann. «Vielleicht kann Obama in dieser schlechten Lage mehr bewegen als wenn sich die USA in einer guten Lage befinden würde», meint USA-Korrespondent Peter Voegeli. Der Politikbetrieb wisse, dass er kooperieren müsse.

    «In der Krise erkennt die USA vielleicht, dass es sich energiepolitisch ändern muss, es wird weniger Unilateralismus geben als unter George W. Bush, die Grossmacht Amerika wird wieder rationaler, vorsichtiger und berechenbarer sein als in der Bush-Ära», so Voegeli. Die Rahmenbedingungen bleiben allerdings dieselben.

    Casper Selg

  • SGB-Präsident Paul Rechsteiner befürchtet viele Arbeitslose.

    Mit Investitionen gegen die Krise

    Die Gewerkschaften fordern ein Konjunkturprogramm von fünf Milliarden Franken, um Gegensteuer zur Krise geben. Doch die Schuldenbremse hindert den Bundesrat daran, rasch und kräftig genug zu intervenieren.

    Zur Stützung der einbrechenden Konjunktur sollen Schulhäuser und Strassen saniert, Lärmschutzbauten vorgezogen oder Projekte der SBB ausgebaut werden, fordert der Schweizerische Gewerkschaftsbund (SGB).

    Investitionen auslösen

    Dies würde Investitionen von sieben Milliarden in die Infrastruktur auslösen und 20 000 Arbeitsplätze erhalten. Das Investitionsprogramm soll in diesem und den beiden nächsten Jahren umgesetzt werden. Zum Programm hinzukommen sollen laut den Gewerkschaften eine Weiterbildungsoffensive und weitere Massnahmen wie etwa die Ausdehnung der Kurzarbeit von zwölf auf 18 Monate.

    Rainer Borer

  • Fiat steigt bei Chrysler ein

    Der italienische Autobauer Fiat will beim schwer angeschlagenen US-Hersteller Chrysler einsteigen. In einem ersten Schritt soll Fiat 35 Prozent am drittgrössten US- Autobauer übernehmen.

    Beide Unternehmen hätten eine entsprechende Vereinbarung unterzeichnet, teilte Chrysler mit. Das Bündnis benötige noch die Zustimmung der US-Regierung. Ein späterer Ausbau des Fiat-Anteils wurde nicht ausgeschlossen. Nach Medienberichten ist eine Beteiligung von 55 Prozent angedacht.

    Von der Pleite bedroht Chrysler kann derzeit nur mit Hilfe eines milliardenschweren staatlichen Notkredits überleben. Der Autobauer kämpft mit Milliardenverlusten, veröffentlicht aber als Privatunternehmen keine detaillierten Geschäftszahlen.

    Philipp Scholkmann

  • Frankreich will der eigenen Autobranche unter die Arme greifen.

    Frankreich stützt Autoindustrie mit Milliarden

    Frankreich will seine krisengeschüttelte Autoindustrie mit bis zu sechs Milliarden Euro unterstützen. Der Staat werde die Branche nicht hängen lassen, so Ministerpräsident François Fillon.

    Die konkreten Massnahmen will Staatspräsident Nicolas Sarkozy in den kommenden Tagen vorstellen. In Frankreich hängen fast zehn Prozent aller Jobs an der Autobranche.

    Hilfe an Bedingungen geknüpft

    Die Hilfen müssten jedoch an Bedingungen geknüpft werden, sagte Fillion am «Auto-Gipfel» in Paris, einem Krisentreffen mit Vertretern der Branche und der Gewerkschaften. Frankreichs Premierminister forderte als Gegenleistung für Milliardenhilfen, dass Renault und PSA Peugeot Citroën ihre Produktion in Frankreich halten und im Inland einkaufen.

    Philipp Scholkmann

  • Rwandische Truppen haben die Grenze zum Kongo überschritten.

    Rwandische Truppen im Kongo

    Rwanda hat über 1500 Soldaten in das Nachbarland Kongo entsandt, um die dortigen Regierungstruppen im Kampf gegen Hutu-Rebellen zu unterstützen. In einer gemeinsamen Militäraktion sollen die Milizen entwaffnet werden.

    Die aus Rwanda stammenden Hutu-Kämpfer waren nach dem Völkermord in Rwanda, dem 1994 eine halbe Million Tutsi zum Opfer fielen, in den Kongo geflüchtet.

    Rund 6000 sind heute als Demokratische Kräfte für die Befreiung Ruandas (FDLR) militärisch organisiert. Sie halten im Osten des Landes weite Gebiete unter ihrer Kontrolle. Rwandas Tutsi-Führung betrachtet sie als Bedrohung.

    Ruedi Küng

Moderation: Casper Selg, Redaktion: Urs Bruderer