Obama schafft die demokratische Kandidatur

  • Mittwoch, 4. Juni 2008, 18:00 Uhr
Sendetermine
  • Erste Ausstrahlung:
    • Mittwoch, 4. Juni 2008, 18:00 Uhr, DRS 1 und DRS 4 News
  • Wiederholung:
    • Mittwoch, 4. Juni 2008, 19:00 Uhr, DRS 2, DRS Musikwelle und DRS 4 News

Barack Obama hat sich die Kandidatur fürs Weisse Haus in den USA gesichert: Nach fünf Monaten Wahlkampf gegen Hillary Clinton vereinigt er die Mehrheit der Delegiertenstimmen auf sich.

Weitere Themen:

Bei Protesten europäischer Fischer gegen die hohen Treibstoffpreise ist es in Brüssel zu heftigen Ausschreitungen gekommen.

In Simbabwe ist der oppositionelle Präsidentschafts-Kandidat Morgan Tsvangirai angeblich verhaftet worden.

Der diesjährige Friedenspreis des Deutschen Buchhandels geht an den deutschen Bildhauer Anselm Kiefer.

Beiträge

  • Obama schafft historischen Schritt

    Barack Obama hat den Machtkampf mit Hillary Clinton für sich entschieden. Erstmals in der Geschichte der USA setzt nun ein Schwarzer zum Sprung auf das Weisse Haus an.

    Bei den letzten beiden Vorwahlen gewann Obama in Montana mit 56 Prozent der Stimmen. In South Dakota lag Clinton mit 55 Prozent vorn.

    Den Ausschlag für die Entscheidung gaben aber die Superdelegierten. Mehrere von ihnen gaben nach dem Ende der Vorwahlen ihre Entscheidung für Obama bekannt, um der Partei weiteren quälenden Streit zu ersparen.

    So sammelte Obama bisher 2154 Delegiertenstimmen, Clinton lediglich 1926. Erforderlich sind mindestens 2118.

    Peter Voegeli aus Washington

  • Barack Obama mit seiner Frau Michelle.

    Obama fordert politischen Wandel

    Nach dem langen Duell mit Hillary Clinton hat sich Barack Obama zum Kandidaten der Demokraten für die US-Präsidentenwahl erklärt. Er rief zum grundlegenden politischen Wandel auf.

    In einer leidenschaftlichen Ansprache machte Obama deutlich, dass es eine seiner wichtigsten Aufgaben sein werde, die US-Truppen aus Irak nach Hause zu holen.

    Der designierte republikanische Kandidat John McCain nannte Obama in einer ersten Stellungnahme einen «beachtlichen Gegner», sprach ihm aber zugleich die Kompetenz zum US-Präsidenten ab.

    Frage an USA-Korrespondent Peter Voegeli: Welche Strategien zeichnen sich bei den beiden Kandidaten ab?

    Peter Voegeli aus Washington

  • Aufgebrachte Fischer wurden vorübergehend festgenommen.

    Europas Fischer fordern billigeren Treibstoff

    In Brüssel haben hunderte Fischer heftig gegen die hohen Treibstoffpreise protestiert. Die EU lehnt kurzfristige Massnahmen aber weiterhin ab.

    Nach dem drastischen Preisschub fordern die europäischen Fischer verbilligtes Öl für den Betrieb ihrer Schiffe. Brüssel aber lehnt Subventionen oder limitierte Steuern auf Benzin und Diesel ab. Die EU empfiehlt den Fischern dagegen, Überkapazitäten abzubauen und die Boote mit sparsameren Motoren auszurüsten.

    Robert Stähli

  • Morgan Tsvangirai

    Simbabwes Oppositionsführer angeblich verhaftet

    In Simbabwe ist der oppositionelle Kandidat für die Präsidentenwahl, Morgan Tsvangirai, nach Angaben seiner Partei festgenommen worden. Ein Grund wurde laut der Partei nicht genannt.

    Am 27. Juni findet in Simbabwe die Stichwahl um das Präsidentenamt statt zwischen Amtsinhaber Robert Mugabe und Oppositionsführer Tsvangirai. Dieser hatte den ersten Wahlgang gewonnen, die absolute Mehrheit laut offiziellen Angaben aber verpasst. Seither sind Anhänger der Oppositionspartei MDC zahlreichen Übergriffen von Sicherheitskräften und Mugabe-Anhängern ausgesetzt.

    Claus Stäcker

  • Hooligans: Österreich greift hart durch

    Registrierte Hooligans in Österreich erhalten auf die EURO 2008 hin eine Vorladung für ein Gespräch auf einem Polizeiposten. Das Parlament hat diese Massnahme für die EM ermöglicht.

    Die Gesprächstermine finden während Spielen statt. Wer der Vorladung nicht folgt, darf über Handy-Peilung ausgeforscht werden. Österreichs Fanszene hatte sich gegen das Gesetz gewehrt, weil es angeblich Aggressionen schüre.

    Joe Schelbert

  • Anslem Kiefer

    Bildhauer erhält Buchpreis

    Der Friedenspreis des Deutschen Buchhandels geht in diesem Jahr zum ersten Mal an einen bildenden Künstler, an den deutschen Maler und Bildhauer Anselm Kiefer.

    Der 63-jährige  Kiefer gehört zu den bekanntesten deutschen Künstlern der Gegenwart. Der Friedenspreis des Deutschen Buchhandels ist mit 25 000 Euro dotiert und wird zum Abschluss der Frankfurter Buchmesse verliehen.

    Der deutsche Kunsthistoriker Werner Spies hat die Begründung für diese Wahl verfasst. Welches Kunstwerk von Kiefer hatte er dabei vor Augen?

    Casper Selg

  • Lebensmittelkrise als Segen

    In der Picardie im Norden Frankreichs reiben sich die Leute die Hände, wenn sie von den Getreidepreisen hören. Nach Jahren der Baisse lösen die Landwirte für ihre Erzeugnisse plötzlich ganz ungeahnte Preise.

    Gleichzeitig steigt ihr Sozialprestige wieder. Frankreich-Korrespondent Philipp Scholkmann war unterwegs in einer der Kornkammern Europas.

Moderation: Casper Selg, Redaktion: Urs Bruderer