Papst entschuldigt sich bei Pädophilie-Opfern

  • Samstag, 19. Juli 2008, 18:00 Uhr
Sendetermine
  • Erste Ausstrahlung:
    • Samstag, 19. Juli 2008, 18:00 Uhr, DRS 1
  • Wiederholung:
    • Samstag, 19. Juli 2008, 19:00 Uhr, DRS 2 und DRS Musikwelle

Papst Benedikt der 16. hat sich in Australien für die sexuellen Übergriffe von Geistlichen entschuldigt. Am Weltjugendtag sagte der Papst, es tue ihm sehr leid. Vertreter von Opfern sind nicht zufrieden.

Weitere Themen:

In Bayern startet die regierende CSU den Wahlkampf für die Wahlen vom September.

In Genf bringen die Gespräch über das iranische Atomprogramm keine Annäherung.

Der Schweizer Daniel Hubmann wird Weltmeister im Orientierungslauf.

Beiträge

  • In Australien sind nicht alle mit den Aussagen des Papstes einverstanden.

    Kritik an der Entschuldigung des Papstes

    In Australien zeigen sich Opferhilfe-Organisationen mit der Entschuldigung des Papstes für die Taten pädophiler Priester nicht zufrieden.

    Vertreter von Opfern erklärten, man erwarte nun konkrete Handlungen, nicht nur Worte. Insbesondere dürfe die katholische Kirche zivilgerichtliche Schadenersatzverfahren nicht länger mit allen juristischen Mitteln abwehren. Wer eine Entschädigung erstreite, werde von der römisch-katholischen Kirche aufs Schärfste bekämpft.

    Der Papst hat sich in Australien für die Fälle sexueller Uebergriffe durch katholische Geistliche entschuldigt. Diese Taten, die einen so schweren Vertrauensbruch darstellten, verdienten eine eindeutige Verurteilung, sagte Papst Benedikt. Die Verantwortlichen für diese Übel müssten vor Gericht gestellt werden.

    Bernd Musch-Borowksa

  • Bayerns Ministerpräsident Guenther Beckstein gibt sich selbstbewusst und kämpferisch.

    CSU bangt um ihre Vorherrschaft in Bayern

    Die in Bayern regierende CSU hat an ihrem Wahlparteitag ihre Mitglieder darauf eingeschworen, ihre absolute Mehrheit bei den Landtagswahlen zu verteidigen.

    CSU-Chef Huber sagte in Nürnberg, wenn die Partei den Regierungsauftrag nicht bekommen sollte, werde Bayern in wenigen Jahren abgestürzt sein.

    Laut Umfragen sollte die CSU bei den Wahlen am 28. September mit 51 Prozent ihre absolute Mehrheit im Freistaat knapp verteidigen können. Die Partei «Die Linke» würde laut der Umfrage mit fünf Prozent den Einzug in den Landtag schaffen.

    Ursula Hürzeler

  • Neue Röntgenmikrokopie mit Superauflösung

    Wissenschafter des Paul Scherrer Instituts im aargauischen Villigen, einer Abteilung der ETH Zürich, haben ein neuartiges Mikroskop entwickelt.

    Das neuartige Mikroskop kombiniert die Durchdringungsleistung von Röntgenstrahlen mit einer hohen bildlichen Auflösung. Damit können erstmals im Inneren von Computerchips oder in biologischen Zellen Strukturen sichtbar gemacht werden.

    Patrick Tschudin

  • Experten decken den Gurschengletscher mit einer Spezial-Decke.

    Sonnenschutz für Gletscher

    Mit einem 3000 Quadratmeter grossen Vlies ist es Experten gelungen, das weitere Schmelzen des Gurschengletschers am Gemsstock zu verhindern.

    Wegen der Klimaerwärmung hatte sich der Gletscher in den vergangenen 15 Jahren um rund 20 Meter abgesenkt. Dank des neuartigen Vlies konnte ein weiteres Schmelzen des Gletschers gestoppt werden.

    Elmar Plozza

Moderation: Hans Ineichen, Redaktion: Monika Oettli