Positive Reaktionen auf Friedensnobelpreis

  • Freitag, 12. Oktober 2007, 18:00 Uhr
Sendetermine
  • Erste Ausstrahlung:
    • Freitag, 12. Oktober 2007, 18:00 Uhr, DRS 1
  • Wiederholung:
    • Freitag, 12. Oktober 2007, 19:00 Uhr, DRS 2 und DRS Musikwelle

Der Uno-Klimarat und der frühere US-Vizepräsident Al Gore erhalten den Friedensnobelpreis 2007. Die Ehrung für die Vorkämpfer des Klimaschutzes stiess weltweit auf positives Echo.   Weitere Themen:

Moskau will einen weiteren Abrüstungsvertrag mit den USA kündigen.

In Sri Lanka wächst die Zahl der vom Bürgerkrieg Vertriebenen.

Dem italienischen Komiker Beppe Grillo, ist kein Übel zu heikel, um es aufs Tapet zu bringen.

Beiträge

  • Al Gore: Klima-Kampf mit Unterbrüchen

    Al Gore, ehemaliger Vizepräsident der USA unter Bill Clinton, erhält den Friedensnobelpreis. Er engagiert sich seit Jahren für den Schutz des Klimas, zuletzt mit dem Oscar-gekrönten Dokumentarfilm «Eine unbequeme Wahrheit».

    Seit Beginn seiner politischen Karriere kämpft Al Gore gegen die Erwärmung des Klimas. Ausgerechnet im Amt des Vizepräsidenten war sein Engagement jedoch vorübergehend erlahmt. Bei den Verhandlungen zum Kyoto-Protokoll handelte Gore damals die Forderungen der europäischen Länder herunter.

    Ein Porträt von Casper Selg

  • Friedensnobelpreis setzt USA unter Druck

    Die Vergabe des Friedensnobelpreises an Al Gore und den Uno-Klimarat stösst auf positives Echo. Er sei «begeistert», sagte Uno-Generalsekretär Ban-Ki-moon. Eine gute Nachricht für den Planeten, so der positive Grundtenor der Reaktionen auf die Vergabe.

    Es gab aber auch kritische Stimmen vor allem aus Kreisen, die den US-Republikanern nahe stehen und den Klimawandel in Abrede stellen.

    Peter Voegeli

  • Forscher rechnen mit neuem Aufschwung beim Klimaschutz

    Al Gore teilt sich den Friedensnobelpreis mit dem Uno-Klimarat. Dieses Gremium mit Sitz in Genf sammelt die wissenschaftlichen Daten zum Klimawandel und wertet sie aus.

    Rund 3000 Wissenschaftler aus der ganzen Welt gehören dem Weltklimarat an, darunter mehrere Schweizer. Einer davon ist der Berner Klimaforscher Thomas Stocker.

    Ist Al Gore der erfolgreiche Verkäufer von Forschungs-Ergebnissen des Klimarats?

    Hans Ineichen im Gespräch mit Thomas Stocker

  • Sicherheits-Abkommen zwischen West und Ost bröckeln

    Die USA und Russland konnten bei Verhandlungen über die umstrittenen Raketenabwehr-Pläne für Mitteleuropa von Washington keine Einigung erzielen. 

    Die USA planen Anlagen in Polen und Tschechien; Russland sieht dadurch seine Sicherheit bedroht.

    Beim Treffen in Moskau stellte Russland einen vor 20 Jahren unterzeichneten Vertrag in Frage, der die Stationierung atomarer Mittelstrecken-Raketen untersagt.

    Welche Bedeutung hat dieser Vertrag?

    Hans Ineichen im Gespräch mit Fredy Gsteiger

  • Moskau misstraut der Administration Bush

    Russland schaltet im Streit um US-Raketen auf stur. So sehen das die Amerikaner und viele Beobachter im Westen. In Russland sehen das die meisten anders.

    Der Plan der USA, in Osteuropa eine Raketenabwehr-Station einzurichten, wird in Russland als Bedrohung empfunden, als unzulässige Ausdehnung des amerikanischen Einflusses in Richtung Osten.

    Brigitte Zingg

  • Augenschein in einem Sri Lankischen Flüchtlingslager

    In Sri Lanka sind dieses Jahr im Bürgerkrieg bereits Hundert Zivilpersonen entführt und umgebracht worden. 

    Die Menschen im Norden und Osten Sri Lankas leben in Angst und Unsicherheit, besonders diejenigen, die wegen des Krieges aus ihren Dörfern vertrieben wurden.

    Sie leben in unzähligen Lagern, praktisch recht- und schutzlos. Eines dieser Lager liegt in der Nähe von Batticaloa im Osten des Landes.

    René Schell

  • Beppe Grillo zeigt Italien den Spiegel

    Beppe Grillo, der Komiker aus Genua, ist spätestens seit der Lancierung des «Vaffa-days» am 8. September der Star des Herbsts. Seine Botschaft ans Polit-Establishment Italiens lautete schlicht: «Ihr könnt mich alle mal».

    Gekoppelt war sie mit dem Vorschlag, verurteilte Politiker aus dem Parlament zu verbannen, die Amtszeit auf zwei Legislaturen zu beschränken und die Macht der Partei-Apparatschiks bei der Zusammenstellung der Listen zu brechen.

    Auf einer Showtour bringt Grillo seither seine Ideen unter die Leute.

    Rolf Pellegrini

Autor/in: Hans Ineichen