Proteste gegen Gewalt im Gazastreifen wachsen

  • Montag, 29. Dezember 2008, 18:00 Uhr
Sendetermine
  • Erste Ausstrahlung:
    • Montag, 29. Dezember 2008, 18:00 Uhr, DRS 1 und DRS 4 News
  • Wiederholung:
    • Montag, 29. Dezember 2008, 19:00 Uhr, DRS 2, DRS Musikwelle und DRS 4 News

Drei Tage nach Beginn der israelischen Luftangriffe auf Ziele im Gazastreifen ist Besorgnis weltweit gross. Vor allem in den arabischen Staaten aber wächst auch der Protest.

Weitere Themen:

Somalia sorgt derzeit nicht nur wegen der Piraten vor seiner Küste für Schlagzeilen. Das bürgerkriegsgeschüttelte Land hat zurzeit faktisch auch keine Regierung mehr.

Werner von Aesch, der Mitbegründer des legendären «Cabaret Rotstift», ist tot.

In Kuba jährt sich in wenigen Tagen die Revolution unter Fidel Castro und Che Guevara zum 50. Mal.

Beiträge

  • Protest in Sanaa: In Jemens Hauptstadt demonstrieren tausende Frauen gegen die Luftangriffe auf Gaza.

    Wütende Proteste in arabischen Ländern

    In zahlreichen arabischen Ländern und in Iran haben die anhaltenden israelischen Luftangriffe auf den Gazstreifen erneut tausende Menschen auf die Strassen gebracht.

    «Hamas, schlag zurück»

    Zu Protesten kam es unter anderem in Ägypten, Syrien, Jemen, Libanon und Mauretanien. In Sprechchören und auf Transparenten forderten die Demonstranten, die Hamas solle sich gewaltsam gegen das Vorgehen Israels wehren.

    In der ägyptischen Hauptstadt Kairo forderten rund 3000 Demonstranten: «Hamas, schlag zurück». Bei den Teilnehmern, die sich in der Kairoer Innenstadt versammelten, handelte es sich vorwiegend um Mitglieder und Sympathisanten der offiziell verbotenen Muslimbruderschaft.

    Ulrich Leidholdt

  • Nahostexpertin: «Hamas ist stark geschwächt»

    Welche Folgen haben die israelischen Luftangriffe für die Hamas? Diese sei stark geschwächt, sagt die Nahostexpertin Helga Baumgarten. Gleichzeitig wachse aber unter den Palästinernsern der Zusammenhalt gegen Israel.

    Das Vorgehen Israels lasse die Rufe nach einer kompromisslosen Haltung gegenüber Israel wachsen. Verhandlungen werden abgelehnt, so Baumgarten.

    «Mit ihren Zielen gescheitert»

    Für die Hamas seien die vergangenen zwei Jahre seit der Machtübernahme im Gazastreifen alles andere als positiv verlaufen, meint Baumgarten. Ihr Ziel, dort eine Art alternative Regierung für die Palästinensergebiete zu etablieren, sei gescheitert.

    Robert Stähli

  • Somalias Präsident tritt zurück

    In Somalia brechen die ohnehin fragilen politischen Strukturen zusammen. Nach dem Regierungschef trat nun auch der Präsident des ostafrikanischen Landes, Abdullahi Yusuf, zurück.

    Kontrolle verloren

    Yusuf sagte, er habe die Kontrolle über das Land an die islamistischen Aufständischen verloren. «Ich trete heute von dem Amt zurück, in das ich am 14. Oktober 2004 gewählt wurde», sagte er vor dem Parlament in Baidoa, dem Sitz der Übergangsregierung.

    «Ich habe damals erklärt, es gebe drei Optionen: Ich löse die Krise, ich bleibe bis zu meinem Tod im Amt oder ich trete zurück, wenn ich nicht weitermachen kann.»

    Hans Ineichen

  • Trauer um Werner von Aesch

    Werner von Aesch, der Mitbegründer des legendären «Cabaret Rotstift» und des bekannten Kinderchores «Schlieremer Chind» ist tot. Er starb im Alter von 81 Jahren an den Folgen eines Hirnschlags.

    Von Aesch, der trotz seiner Bekanntheit noch lange als Primarlehrer in Schlieren arbeitet, war seit den 1950er Jahren als Kabarettist unterwegs. Die Lehrertruppe des «Cabaret Rotstift» wurde mit frechen Sprüchen und bösen Liedern berühmt.

    Monika Binotto

  • Viagra gegen Jetlag

    Seriöse Forschung mit komischen Nebenwirkungen: Ein argentinischer Biologe hat auf der Suche nach einem Mittel gegen den Jetlag nach langen Flügen eine interessante Entdeckung gemacht: Viagra hilft.

    Das weltweit bekannte Potenzmittel lässt nach Diego Golombeks Erkenntnissen die innere Uhr, die auf langen Flügen häufig durcheinander gerate, wieder richtig ticken. Die Entdeckung sorgt für Schlagzeilen - auch wenn sie bislang nur an Hamstern getestet wurde.

    Ulrich Achermann

  • Kuba feiert die Revolution vor 50 Jahren

    In Kuba jährt sich die Revolution am kommenden 1. Januar zum 50. Mal. Auch ihr Anführer, der langjährige Staatschef Fidel Castro, wird dieses wichtige Datum noch miterleben.

    Am Neujahrstag wird die Karibikinsel die kommunistische Machtübernahme vom 1. Januar 1959 gross feiern. Damals hatten Fidel und sein Bruder Raoul Castro sowie Che Guevara den Diktator Fulgencio Batista vertrieben.

    Zwei Seiten einer Medaille

    Castro gelang es, auf Kuba nach und nach seine politischen Vorstellungen durchzusetzen: Wohnraum, Bildung und kostenlose Gesundheitsfürsorge für die gesamte Bevölkerung. Grossgrundbesitzer und ausländische Firmen wurden enteignet.

    Toni Keppeler

  • Biograph: «Castros Idee hat noch immer eine Basis»

    In Kuba wird am 1. Januar der 50. Jahrestag der Revolution gefeiert. Auch wenn es dem Land heute wirtschaftlich schlecht geht: Der «Fidelismus» - also das von Castro entwickelte Gesellschaftsmodell - geniesse noch immer Zustimmung, sagt der Kuba-Kenner und Castro-Biograph Volker Skierka.

    Castro habe es geschafft, den Kubanern erstmals eine eigene Identität zu geben. Zudem funktionierten zwei Grundpfeiler des Systems - das Gesundheits- und das Bildungswesen - noch immer viel besser als in jedem anderen Drittweltstaat.

    Hans Ineichen

Moderation: Hans Ineichen, Redaktion: Monika Oettli