Proteste von Flüchtlingen in Lampedusa

  • Samstag, 24. Januar 2009, 18:00 Uhr
Sendetermine
  • Erste Ausstrahlung:
    • Samstag, 24. Januar 2009, 18:00 Uhr, DRS 1 und DRS 4 News
  • Wiederholung:
    • Samstag, 24. Januar 2009, 19:00 Uhr, DRS 2, DRS Musikwelle und DRS 4 News

Mehrere Hundert Flüchtlinge auf der italienischen Insel Lampedusa haben gegen die Lebensbedingungen im Flüchtlingslager protestiert.

Weitere Themen:

Der Vatikan hat einen Holocaust-Leugner rehabilitert.

Ins Leben im Gazastreifen kehrt langsam Normalität zurück.

In Zürich werden Flüchtlinge vorübergehend in einem alten Viersternhotel untergebracht.

Beiträge

  • Die Flüchtlinge auf Lampedusa protesieren gegen die Lager und die Bevölkerung gegen die Flüchtlinge.

    Flüchtlinge in Lampedusa kämpfen für bessere Lager

    Flüchtlinge in Lampedusa sind aus ihrem Auffanglager ausgebrochen und haben gegen die Lebensbedingungen in dem heillos überfüllten Lager protestiert.

    Sie durchbrachen den vergitterten Ausgang des Lagers auf der italienischen Insel und schlossen sich einer Kundgebung von Einheimischen an.

    Die Flüchtlinge protestierten gegen die misslichen Umstände im überfüllten Lager und gegen die Absicht der Regierung, sie so rasch wie möglich wieder auszuschaffen.

    Die Einheimischen dagegen protestierten gegen ein zweites Identifikationszentrum, das auf der Insel in Betrieb genommen worden ist.

    Das alte Lager ist auf 850 Personen ausgerichtet, doch leben dort mittlerweile mehr als doppelt so viele Menschen. Dabei handelt es sich zumeist um Bootsflüchtlinge aus Afrika.

    Rolf Pellegrini

  • Papst rehabilitiert Holocaust-Leugner

    Der Papst hat vier Bischöfe der ultra-traditionalistischen Lefebvre-Bruderschaft wieder in die Kirche aufgenommen. Einer von ihnen leugnet den Holocaust.

    Der Papst hob am Samstag die Exkommunikation der vier Bischöfe auf, die vor 20 Jahren ohne päpstliche Zustimmung vom ultrakonservativen französischen Erzbischof Marcel Lefebvre geweiht worden waren.

    Unter ihnen ist auch der Brite Richard Williamson, der wiederholt das volle Ausmass des Völkermords an den Juden während des Nationalsozialismus leugnete. So hatte er zuletzt am Mittwoch im schwedischen Fernsehen gesagt: «Ich glaube, dass es keine Gaskammern gegeben hat.»

    Kathrin Ueltschi

  • Spitäler in Gaza noch überlastet

    Eine Woche nach dem Waffenstillstand kehrt im Gazastreifen langsam wieder Normalität ein. Aber in den Spitälern herrscht noch Chaos. Operiert wird rund um die Uhr.

    In dieser kurzen Zeit ohne Gewalt hat die Bevölkerung des Gazastreifens wieder den Weg zurück zu einem normaleren Alltagsleben gesucht.

    Die ersten Schulen sind wieder offen. Aber die Spuren des Krieges werden noch lange sichtbar bleiben. Nicht nur die Trümmer eingestürzter Häuser, sondern auch an den Kriegsversehrten.

    Sonderkorrespondent Robert Stähli hat in Gaza-Stadt das Shifa-Spital besucht.

  • Ein Viersternehotel für Flüchtlinge

    Die Stadt Zürich hat Asylsuchende in einem alten Viersternehotel platziert und den Unmut der Quartierbewohner provoziert. Mit einem Tag der offenen Tür warb sie für ihre Idee.

    Wegen Engpässen bei den Asylunterkünften logieren Asylsuchende in Zürich unter anderem auch in einem leer stehenden Hotel.

    Es ist nicht irgendein Hotel, sondern das ehemalige Viersternehotel Atlantis Sheraton. Um die verärgerten Anwohner zu besänftigen, hat die Stadt Zürich sie zu einem Tag der offenen Tür ins Hotel eingeladen. Sie kamen in Scharen.

    Sonja Schmidmeister

  • Bulgarien und Rumänien verfolgen Abstimmung genau

    In Bulgarien und Rumänien verfolgen Politiker die Schweizer Abstimmung über die Personenfreizügigkeit genau. Ein Nein wäre eine Zurückweisung, die sie nicht akzeptieren würden.

    Am 8. Februar stimmen die Schweizerinnen und Schweizer darüber ab, ob die Personenfreizügigkeit mit der EU fortgeführt und auf Bulgarien sowie Rumänien ausgedehnt wird.

    Die Gegner stossen sich insbesondere an der Ausdehnung des freien Personenverkehrs auf die beiden neuen EU-Länder. Deshalb werden dort die Ereignisse in der Schweiz im Vorfeld der Abstimmung besonders genau verfolgt.

    Thomas Oberer hat sich in Brüssel, am Sitz der EU, bei bulgarischen und rumänischen Politikerinnen und Politikern umgehört.

Moderation: Martin Durrer, Redaktion: Isabelle Jacobi