Resignation dominiert die Börsen

  • Freitag, 24. Oktober 2008, 18:00 Uhr
Sendetermine
  • Erste Ausstrahlung:
    • Freitag, 24. Oktober 2008, 18:00 Uhr, DRS 1 und DRS 4 News
  • Wiederholung:
    • Freitag, 24. Oktober 2008, 19:00 Uhr, DRS 2, DRS Musikwelle und DRS 4 News

Die Finanzmärkte weltweit sacken wegen schlechter Meldungen aus der Realwirtschaft weiter ab. Aktien und Devisen fallen in die Tiefe.

Weitere Themen:

Energieminister Moritz Leuenberger will die Strompreiserhöhung um 40 Prozent dämpfen.

Das Bundesgericht verpflichtet Muslime zum Schwimmunterricht. Integration sei höher zu werten als die Glaubensfreiheit.

Beiträge

  • Die Krise hat nun auch den Devisenmarkt erreicht.

    Euro verliert markant an Wert

    Der Euro kostete zeitweise gerade noch 1,44 Franken. So tief war die europäische Währung erst einmal gefallen, nämlich nach den Terroranschlägen auf New York 2001.

    Im Gegensatz zum Euro blieb der Franken stark. Dies dürfte vielen Schweizer Unternehmen Probleme bereiten.

    Frage an Wirschaftsredaktor Manuel Rentsch: Weshalb taucht nun plötzlich auch der Euro.

  • Leuenberger bekämpft Strompreiserhöhung

    Energieminister Moritz Leuenberger hat Massnahmen vorgestellt, um den Anstieg der Strompreise anfang Jahr zu dämpfen.

    Angekündigt waren Preiserhöhungen bis zu 25 Prozent. Nun soll es noch etwa die Hälfte davon sein. 

    Leuenberger hatte sich zuvor mit Vertretern der Stromwirtschaft und der Kantone getroffen.

    Die wichtigste Massnahme zielt auf die geplante Neubewertung der Stromnetze, was dazu führt, dass höhere Abschreibungen auf die Stromkunden überwälzt werden. Diese Neubewertung soll nun nicht mehr in einem Schritt erfolgen, sondern in acht Tranchen, und erst ab dem Jahr 2011.

    Der Bundesrat soll die konkreten Massnahmen Ende November beschliessen.

  • Kein Dispens vom Schwimmunterricht aus Religionsgründen.

    Schule muss Integrationsauftrag erfüllen

    Moslemische Schülerinnen und Schüler dürfen dem Schwimmunterricht nicht mehr fernbleiben. Das Bundesgericht in Lausanne stellt mit seinem Entscheid die Integration über die Glaubensfreiheit.

    Eine tunesische Familie aus Schaffhausen wollte ihre beiden Söhne vom Schwimmunterricht mit Mädchen dispenieren lassen. Sie beriefen sich dabei auf ihren muslimischen Glauben, der es verbiete leichtbekleidete Mädchen anzusehen.

    Der Gerichts-Präsident betonte in seinem Schlusswort, dies sei kein Entscheid gegen Muslime sei, sondern einer zu Gunsten einer starken staatlichen Schule.

    Mit seinem Grundsatzentscheid hat das höchste Gericht seine frühere Praxis geändert und stellt nun die Integration über die Glaubens- und Gewissensfreiheit. Es sei ein Entscheid für eine starke Schule, die ihren Integrationsbeitrag erfüllen müsse.

    Pascal Krauthammer

  • Abstimmungsbarometer zum 30. November

    Gut einen Monat vor dem Abstimmungswochende vom 30. November zeichnet sich ein einziges eindeutiges Resultat ab: Das revidierte Betäubungsmittelgesetz dürfte angenommen werden.

    Bei den anderen vier Vorlagen sind die Meinungen noch nicht klar.

    Das zeigt die jüngste Umfrage des Forschungsinstitutes gfs.Bern im Auftrag der SRG SSR idée suisse.

    Fredy Gasser

  • Uneinigkeit bei den AKW-Gegnern

    In der Schweizer Energiepolitik steht in den kommenden Jahren ein zentraler und höchst umstrittener Entscheid an: Sollen neue Atomkraftwerke gebaut werden? Die Genger rüsten sich.

    Ein Gesuch für ein neues AKW wurde bereits eingereicht, zwei weitere werden bis Ende Jahr erwartet. Die Atomenergie-Gegner rüsten sich.

    Während die neue Stopp-Atom-Allianz noch im Aufbau ist, prescht die Grüne Partei Schweiz bereits mit einer eigenen Anti-Atom-Kampagne vor. Sie wird am Samstag lanciert, was nicht alle im Lager der AKW-Gegner freut.

    Monika Zumbrunn

  • Beat Kappeler

    Beat Kappeler: Für freien Markt

    Der Schweizer Sozialwissenschaftler und Publizist Beat Kappeler tritt seit Jahren gegen mehr Staatsinterventionen und für den freien Markt ein. Beat Kappeler glaubt dezidiert an den freien Markt.

    Seit Jahren bekämpft er Staatsgläubigkeit. Von seinen Wurzeln her ist er ein Linker, war er doch einmal Sekretär des Gewerkschaftsbundes.

    Von Wettbewerb versteht er auch einiges, war er doch früher Mitglied der Kartellkommission und sitzt derzeit in der ComCom, der Regulationsbehörde für den Telekommmarkt.

    Sabine Manz

  • Richard Sennett

    Richard Sennett: Für Finanzsozialismus

    Der US-Soziologe und Kulturphilosoph Richard Sennett fordert einen neuen Finanzsozialismus. Senett glaubt nicht, dass mehr Regeln, den Markt gerechter machen.

    Seiner Ansicht nach sollte der Staat für mehr Arbeitsplatzsicherheit und weniger für hohe Renditen sorgen. 

    Der renommierte Professor lehrt an der London School of Economics und an der New York University.

    Sennett hat mehrere Bücher über die Vereinzelung, Orientierungslosigkeit und Ohnmacht moderner Individuen und die Folgen eines globalisierten Kapitalismus publiziert.

    Beat Soltermann

  • Las Vegas leidet unter der Finanzkrise

    Die Finanzkrise hat in den USA viele Unternehmen ins Strudeln gebracht. Besonders schlimm betroffen ist der Wüstenstaat Nevada. In keinem anderen Bundesstaat werden mehr Häuser zwangsverkauft.

    In der Glücksspielmetropole Las Vegas ist die Finanzkrise ein zentrales Wahlkampfthema geworden.

    Demokratische und republikanische Wahlhelfer kämpfen um jede Stimme. Denn Nevada gehört zu den so genannten «Swing-States», die den Wahlausgang entscheiden könnten. Und damit bestimmen, wer ins Weisse Haus einzieht.

    Max Akermann

Moderation: Simone Fatzer, Redaktion: Roman Fillinger