Rice bei Sarkozy zu Kaukasus-Beratungen

  • Donnerstag, 14. August 2008, 18:00 Uhr
Sendetermine
  • Erste Ausstrahlung:
    • Donnerstag, 14. August 2008, 18:00 Uhr, DRS 1 und DRS 4 News
  • Wiederholung:
    • Donnerstag, 14. August 2008, 19:00 Uhr, DRS Musikwelle und DRS 4 News

US-Aussenministerin Condoleezza Rice hat auf ihrer Reise in die georgische Hauptstadt Tiflis in Fort Brégançon am Mittelmeer Halt gemacht. Dort weilt Frankreichs Präsident Nicolas Sarkozy in den Ferien. Grund des überraschenden Zwischenhalts ist der Konflikt im Kaukasus. 

Weitere Themen:

Drei in Guantanamo inhaftierte Terror-Verdächtige möchten politisches Asyl in der Schweiz.

Neuer Ärger beim Buntmetall-Hersteller Swissmetal.

In Deutschland geht der Richtungsstreit der SPD nach der Absichtserklärung, in Hessen mit Hilfe der Linken eine Regierung stellen zu wollen, in eine neue Runde.

Beiträge

  • Nicolas Sarkozy (l.) und Condoleezza Rice beraten über den Konflikt im Kaukasus.

    Rice trifft Sarkozy in Südfrankreich

    US-Aussenministerin Condoleezza Rice hat auf ihrem Weg nach Tiflis einen Zwischenstopp in Frankreich eingelegt, um mit Präsident Nicolas Sarkozy über die Kaukasuskrise zu beraten.

    Das Treffen finde in der Urlaubsresidenz des Präsidenten in Fort Brégançon am Mittelmeer statt, hiess es aus Paris. Rice hatte Russland zuvor vor einer «vertieften Isolation» gewarnt, sollte Moskau den Waffenstillstand in der Region weiter verletzen.

    Derweil trat Georgien aus der Gemeinschaft unabhängiger Staaten GUS aus.

    Die Frage an Philipp Scholkmann in Paris: Was weiss man über den Inhalt der Gespräche in Südfrankreich?

    Casper Selg

  • Verheerende Zustände in Zchinwali, der Hauptstadt Südossetiens.

    Kaukasus: Vieles bleibt unklar

    Aus Georgien und Russland gibt es widersprüchliche Angaben und happige Vorwürfe zum Vorgehen der Gegenseite. Gemäss Human Rights Watch ist immerhin gesichert, dass es zu Plünderungen und grossen Schäden kam.

    Unbestätigt bleiben die gegenseitigen Vorwürfe: Russland richte Konzentrationslager ein, ethnische Säuberungen, ja ein Völkermord seien in Gange, so der Vorwurf Georgiens. Der Überfall Georgiens auf das abtrünnige Südossetien habe Tausenden das Leben gekostet, die Hauptstadt Zchinwali sei komplett zerstört, so Russland, die Schutzmacht der Süd-Osseter.

    Joe Schelbert

  • Häftlinge des Gefangenenlagers Guantanamo haben in der Schweiz Asyl beantragt.

    Guantanamo-Häftlinge wollen Asyl in der Schweiz

    Zwei Guantanamo-Häftlinge haben in der Schweiz Asyl beantragt, ein drittes Gesuch soll bald folgen.

    Die drei Männer aus Libyen, Algerien und China dürfen das umstrittene Lager verlassen, weil sie, so die offizielle amerikanische Diktion, «für die USA kein Risiko mehr» darstellten. Dennoch kommen sie nicht raus und auch die Schweiz tut sich schwer mit den Asyl-Gesuchen.

    Elmar Plozza

  • Ein Bild aus produktiveren Zeiten der Swissmetal.

    Neuer Ärger bei Swissmetal

    Der Buntmetallhersteller Swissmetal hat im ersten Halbjahr einen Gewinnrückgang von 2,5 Mio. Franken auf knapp 1 Mio. Franken erlitten. Anhaltende Probleme mit der neuen Extrusionspresse im Werk Dornach führen zu Lieferschwierigkeiten.

    Die 30 Millionen Franken teure Anlage erweist sich möglicherweise als Fehlplanung. Die hochmoderne Metall-Presse kommt nicht auf Touren, die Produktion bricht ein. Ausbaden müssen das die Angestellten, auch jene, die nach dem Arbeitsplatzabbau in Reconvilier bei Swissmetal bleiben konnten.

    Dabmar Zumstein

  • Hessens SPD-Chefin Andrea Ypsilanti.

    Zerreissprobe für die SPD

    In Deutschland geht der Richtungsstreit bei den Sozialdemokraten in die nächste Runde. Die hessische SPD-Chefin Andrea Ypsilanti will mit Hilfe der Linkspartei Ministerpräsidentin ihres Bundeslandes werden.

    Was Ypsilanti noch vor ein paar Monaten ausgeschlossen hatte, kommt einem Tabu-Bruch gleich. Dass die CDU die neue Entwicklung mit Häme und Kritik kommentiert, liegt auf der Hand, doch auch die Bundes-SPD in Berlin tut sich schwer mit Ypsilantis Ruck nach links.

    Ursula Hürzeler

  • Zersiedelung ist ein Problem.

    «Es kann nicht unkontrolliert weitergebaut werden»

    Die bei der Bundeskanzlei eingereichte Landschaftsinitiative will die Zersiedelung künftig verhindern.

    In dieser Initiative wird unter anderem verlangt, dass die Gesamtfläche der Bauzonen in den nächsten 20 Jahren nicht mehr wachsen darf. Wie denken Menschen darüber, die sich tagtäglich mit Bauen beschäftigen? Wie sehen Architekten und Stadtforscher die Schweiz in 50 Jahren?

    Andrea Jaggi

  • «Destination Witchita»: McAlester, Oklahoma

    McAlester im Südosten von Oklahoma hält für den Fremden aus Europa einige Überraschungen bereit. Denn die Kleinstadt ist im wahrsten Sinne des Wortes eine «City of Bombs», die Hauptstadt der Bomben in den USA.

    Denn McAlester sitzt auf 617 000 Tonnen Bomben. Das Gefängnis-Rodeo ist eine weitere Spezialität der Stadt, an dem sogar die Gefangenen teilnehmen.

    Peter Voegeli

Moderation: Casper Selg, Redaktion: Monika Oettli