Ringen um das Rettungspaket

  • Donnerstag, 25. September 2008, 18:00 Uhr
Sendetermine
  • Erste Ausstrahlung:
    • Donnerstag, 25. September 2008, 18:00 Uhr, DRS 1 und DRS 4 News
  • Wiederholung:
    • Donnerstag, 25. September 2008, 19:00 Uhr, DRS 2, DRS Musikwelle und DRS 4 News

In den USA wird weiter um die Zustimmung zum geplanten 700 Milliarden Dollar schweren Rettungspaket gerungen. Am Abend kommt der scheidende US-Präsident Bush mit den beiden Präsidentschaftskandidaten McCain und Obama zu einem Krisengipfel zusammen.

Weitere Themen:

In Österreich wird am kommenden Wochenende ein neues Parlament gewählt. Im Wahlkampf ging es vor allem um die Unzufriedenheit mit der EU.

Die FDP behält trotz Zusammenschlusses mit den Liberalen bei ihrem ihrem Namen. Neu heisst die Partei: FDP, die Liberalen.

Ganz China ist aufgeregt, weil der erste Weltraumspaziergang ihrer Taikonauten bevorsteht.

Beiträge

  • Kongress einig über Rettungspaket

    Demokraten und Republikaner im Kongress haben sich grundsätzlich auf ein 700 Milliarden Dollar schweres Rettungsprogramm für die Finanzbranche verständigt.

    Wie Senatoren beider Seiten mitteilten, soll der von den zuständigen Ausschüssen ausgearbeitete Vorschlag nun den Kongress-Spitzen und der Regierung vorgelegt werden. Einzelheiten sind nicht bekannt.

    Mitgeteilt wurde lediglich, dass beide Parteien sich über die umstrittene Frage der Topmanager-Gehälter, über Hilfen für Hausbesitzer und Aufsichtsmechanismen verständigt hätten.

    Staat kauft faule Kredite

    Der republikanische Senator Bob Bennett äusserte sich zuversichtlich, dass es nun einen Plan geben werde, der vom Abgeordnetenhaus sowie dem Senat gebilligt und vom Präsidenten unterzeichnet werden könne.

  • Kritik am staatlichen Rettungsring

    Das geplante Rettungspaket für die Bankenwelt stösst nicht nur auf Zustimmung. Es liefert auch Diskussionsstoff für Finanzexperten und Ökonomen. Nicht wenige äussern sich kritisch.

    Beat Soltermann

  • Wahlkampf in Österreich.

    Österreichs grosser Koalition droht der Absturz

    In Österreich wird am kommenden Wochenende ein neues Parlament gewählt. Den zerstrittenen Parteien der amtierenden grossen Koalition droht dabei ein Absturz auf jeweils unter 30 Prozent. Zulegen könnten die Rechtspopulisten.

    In letzten Umfragen kam die SPÖ auf 29 Prozent, die ÖVP auf 27. Der Wahlkampf war dominiert worden von EU-Themen, und vor allem die Sozialdemokraten machten Stimmung mit einer Anti-EU-Kampagne. So erklärte die SPÖ, dass wichtige EU-Verträge künftig dem Volk vorgelegt werden sollten. Die ÖVP hält den Vorschlag für blanken Populismus.

    Joe Schelbert

  • Südafrikas neuer Präsident Motlanthe.

    Südafrika hat einen Übergangspräsidenten

    Südafrika hat einen neuen Präsidenten - zumindest übergangsweise. Kgalema Motlantha wurde vom Parlament zum Nachfolger von Thabo Mbeki gewählt.

    Der 59-jährige Motlanthe, der als Mann des Ausgleichs gilt, soll das Land in den kommenden sieben Monaten bis zur nächsten Parlamentswahl führen. Für die im April oder Mai geplante Wahl wird Mbekis Gegenspieler, ANC-Chef Jacob Zuma, voraussichtlich als Spitzenkandidat antreten.

    Die Frage an Jean-Pierre Kapp, NZZ-Korrespondent in Südafrika, ist es sicher, dass Zuma ihn dann auch wirklich ablösen wird?

    Caspar Selg

  • Der neue Name der fusionierten Partei: «FDP - Die Liberalen»

    FDP bleibt FDP

    Die Marke FDP bleibt erhalten: Die Partei soll nach der Fusion mit den Liberalen nicht wie geplant «Freisinnig-liberale Partei FLP» heissen, sondern «FDP - Die Liberalen». Damit dürfte der umstrittenste Punkt des Zusammenschlusses entschärft sein.

    Besonders in der Deutschschweiz war der neue Name auf vehementen Widerstand gestossen. Einige Sektionen kritisierten die Kombination von freisinnig und liberal, andere wollten ganz einfach am alten Namen festhalten.

    Ihnen kommt die mit den Fusions-Kommission beider Parteien nun weit entgegen: Immerhin heisst die FDP heute bereits «FDP - Wir Liberalen».

    Géraldine Eicher

  • Neuer Direktor für das Filmfestival Locarno

    Das Filmfestival Locarno hat einen neuen Direktor. Der Verwaltungsrat wählte den jungen Franzosen Olivier Père in dieses Amt. Er soll es nach dem Festival im kommenden Sommer antreten.

    Festivalpräsident Marco Solari äusserte sich sehr zurfrieden über die Wahl. Olivier Père - er ist 37 Jahre alt - sei jung, cinephil und voller Enthusiasmus. Zudem kenne er das Räderwerk der Programmation.

    Alexander Grass

  • Chinas dritte Weltraummission ist gestartet.

    Chinas dritte Weltraummission ist unterwegs

    Chinas dritte bemannte Weltraummission ist gestartet. Erstmals sitzen drei Astronauten an Bord, und erstmals ist auch der Ausstieg eines chinesischen Astronauten in den Weltraum geplant.

    Die Trägerrakete vom Typ «Langer Marsch 2F» mit der Raumkapsel «Shenzhou 7» an der Spitze hob um 21.00 Uhr Ortszeit (15.00 Uhr MESZ) vom Raumfahrtzentrum nahe der Stadt Jiuquan im Nordwesten des Landes ab. Es ist das bisher ehrgeizigste chinesische Weltraumunternehmen.

    ARD-Korrespondent Frank Hollmann

  • Armenküche auf den Philippinen.

    Uno sieht Millenniumsziele in Gefahr

    Die Uno sorgt sich um die so genannten Millenniumsziele, mit denen bis 2015 die Armut auf der Welt halbiert werden soll. Vor allem wegen der hohen Lebensmittelpreise wird dieses Vorhaben immer unwahrscheinlicher.

    Uno-Generalsekretär Ban Ki Moon sagte, die Nahrungsmittelkrise sei nicht vorbei, auch wenn sie derzeit aus den Schlagzeilen verschwunden sei. In New York wird derzeit darüber beraten, was nun zu tun ist.

    Markus Mugglin

  • Anschlag auf Historiker Sternhell in Jerusalem

    In Jerusalem ist der Historiker und Kritiker der israelischen Siedlungspolitik, Seev Sternhell, bei einem Bombenanschlag verletzt worden. Nach Angaben der Polizei detonierte der Sprengsatz in der Nacht vor seinem Wohnhaus.

    Der 73-Jährige wurde mit einer leichten Beinverletzung ins Spital gebracht.

    Sternhell wurde in Polen geboren und floh vor der Judenvernichtung durch die Nationalsozialisten. Er gehört seit Jahren zu jenen Publizisten in Israel, die das Ende der israelischen Besatzung und das Ende der Besiedlung der Palästinensergebiete fordern. Hinter der Tat werden extremistische israelische Siedler vermutet.

    Robert Stähli

Moderation: Caspar Selg, Redaktion: Judith Huber