Russland sagt Truppenrückzug bis Oktober zu

  • Montag, 8. September 2008, 18:00 Uhr
Sendetermine
  • Erste Ausstrahlung:
    • Montag, 8. September 2008, 18:00 Uhr, DRS 1 und DRS 4 News
  • Wiederholung:
    • Montag, 8. September 2008, 19:00 Uhr, DRS 2, DRS Musikwelle und DRS 4 News

Russland hat zugesagt, seine verbliebenen Truppen aus georgischem Kerngebiet zurückzuziehen. Der Abzug soll beginnen, sobald eine von der EU entsandte Beobachtergruppe in Südossetien eingetroffen ist.

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Der Protest der Regierungsgegner in Thailand dauert an - eine Lösung ist nicht in Sicht.

Die Kunsthalle Bern versteigert am kommenden Wochenende Gemälde, die dort bereits einmal ausgestellt wurden. Die Aktion ist mehr als ein Marketing-Gag.

Beiträge

  • Kleine Schritte aufeinander zu: Russlands Präsident Medwedew und der EU-Ratsvorsitzende Sarkozy.

    Russland akzeptiert EU-Beobachter in Georgien

    Im Kaukasus-Konflikt bewegen sich Russland und der Westen in kleinen Schritten aufeinander zu. Russland will seine Truppen aus den Pufferzonen vor Südossetien und Abchasien abziehen, die EU schickt eine Beobachtermission.

    Darauf einigten sich beide Seiten bei Gesprächen in Moskau. Russland will seine Truppen abziehen, sobald die von der EU entsandte Beobachtermission eingetroffen ist. Dies soll spätestens Anfang Oktober der Fall sein.

    Über diese EU-Mission gingen die Meinungen zuvor auseinander. Die Frage an Peter Gysling in Moskau: Worauf hat man sich nun genau geeinigt?

  • Franz Müntefering (l.) u. Frank-Walter Steinmeier vor den Medien.

    Neues SPD-Führungsduo feuert die Basis an

    Das neue Führungsduo der deutschen Sozialdemokraten , Frank-Walter Steinmeier und Franz Müntefering, hat die Partei zur Geschlossenheit aufgerufen.

    Steinmeier, der als Kanzlerkandidat in die kommende Bundestagswahl gehen soll, und Müntefering, der designierte Parteichef, äusserten sich zuversichtlich, dass die SPD bei der Wahl im kommenden Jahr erfolgreich sein und den Abstand zur Union verringern könne. Ein Bündnis mit der Linkspartei auf Bundesebene schlossen beide aus.

    Bei der SPD hatte es bei einer turbulenten Klausurtagung am Wochenende eine überraschende Personalrochade gegeben. Steinmeier wurde als Kanzlerkandidat nominiert, der rheinland-pfälzische Ministerpräsident Kurt Beck trat als Parteichef zurück und sein Vorvorgänger Franz Müntefering soll das Amt nun übernehmen.

  • Kubaner suchen Schutz vor den schweren Regenfällen

    «Ike» prallt mit gewaltiger Kraft auf Kuba

    Zum zweiten Mal innerhalb weniger Tage ist Kuba von einem gewaltigen Stum heimgesucht worden. Hurrikan « prallte mit Windgeschwindigkeiten von rund 200 Kilometern pro Stunde im Osten der Insel auf Land.

    Eine Million Menschen wurden bis Montagmorgen in Sicherheit gebracht, unter ihnen auch viele Touristen. Anders als gemeinhin angenommen, bewegt sich «Ike» langsam über die schmale Insel hinweg. Die Windgeschwindigkeit wird im Inneren des Hurrikans gemessen. Folge des Sturms sind hohe Wellen und peitschende Regenmassen.

    Kuba ist für Hurrikans gut gerüstet. Ob das auch für «Ike» reicht, muss sich weisen. Vor allem, wenn geschieht, was das US-Hurrikanzentrum in Miami voraussagt: ein direkter Treffer auf die Hauptsadt Havanna.

  • Wie Beatles-Lieder beim Erinnern helfen.

    Wie «Penny Lane» beim Erinnern hilft

    Psychologen der Universität Leeds in England haben ein ungewöhnliches Experiment gewagt: Sie wollten wissen, woran sich Menschen erinnern, wenn sie die Musik der Beatles hören. Die Resonanz auf ihr Projekt war enorm.

    Innerhalb von nur sechs Monaten erhielten sie 3000 Zuschriften aus 69 Ländern. Die Studie, die zum Rahmenprogramm der Europäischen Kulturstadt Liverpool gehört, benützt Popmusik als Auslöser, um längst vergessen geglaubte Erinnerungen zu erwecken.

    Martin Alioth

  •  Work No. 88 kann ersteigert werden.

    Kunsthalle Bern versteigert Ausstellungsstücke

    Die Kunsthalle Bern zeigt zur Zeit rund 80 Kunstwerke von Künstlern, die in der Vergangenheit dort schon ausgestellt haben. Das Besondere: Die Bilder kehren nicht mehr in private Wohnzimmer oder Museen zurück. Sie werden versteigert.

    Unter den Hammer kommen Werke international renommierter Künstler - eine Kunstauktion, die mehr ist als ein Marketing-Gag.

    Nadja Fischer

  • Thailands Regierungschef Samak Sundaravej.

    Proteste in Thailand dauern an

    In Thailands Hauptstadt Bangkok dauern die Proteste gegen die Regierung an - inzwischen seit mehr als 100 Tagen. Seit zwei Wochen belagern sie zudem den Regierungssitz. Der Zorn der Demonstranten richtet sich vor allem gegen Regierungschef Samak Sundaravej.

    Ihm werfen sie vor, lediglich eine Marionette des vor zwei Jahren gestürzten Regierungschefs Thaksin Shinawatra zu sein. Trotz des anhaltenden Drucks von der Strasse will Samak aber nicht zurücktreten.

    Urs Morf, Korrespondent von Schweizer Radio DRS, und zurzeit in Bangkok: Welchen Rückhalt haben die Demonstranten im Volk? Fühlt sich die Mehrheit von dieser Allianz vertreten?

  • Die Lehren aus dem Kaukasus-Krieg

    Vor genau einem Monat marschierten georgische Truppen in Südossetien ein. Wenige Tage später reagierte Russland - mit Soldaten, Panzern und Luftangriffen. Faktisch veränderte der Kreml mit diesem Schritt die Grenzen in seinem Einflussgebiet.

    Der 8. August gilt vielen deshalb als historisches Datum - als ein ähnlicher Einschnitt wie der Fall der Berliner Mauer oder der 11. September. Von einem neuen Kalten Krieg war schnell die Rede. Einen Monat später klingen die Einschätzungen bereits deutlich nüchterner. Ausserdem lassen sich Lehren ziehen.

    Fredy Gsteiger

Moderation: Martin Durrer, Redaktion: Urs Bruderer