Russland will Gasleitungen wieder freigeben

  • Montag, 12. Januar 2009, 18:00 Uhr
Sendetermine
  • Erste Ausstrahlung:
    • Montag, 12. Januar 2009, 18:00 Uhr, DRS 1 und DRS 4 News
  • Wiederholung:
    • Montag, 12. Januar 2009, 19:00 Uhr, DRS 2, DRS Musikwelle und DRS 4 News

Ist das das Ende des Gasstreits? Russland hat angekündigt, die Gaslieferungen durch die Ukraine wieder aufzunehmen.

Weitere Themen:

Regulierte Preise: Die Kosten für Strom sind weniger stark gestiegen als angekündigt - dank des Einschreitens des Bundesrates.

Letzter Auftritt: Der scheidende US-Präsident George W. Bush spricht noch einmal vor der Presse - und zieht Bilanz.

Dossier: Bei den Roma in Rumänien.  

 

Beiträge

  • Einschätzungen von Thomas Oberer aus Brüssel

    Der Gasstreit zwischen der Ukraine und Russland ist vorerst beigelegt. Beide Seiten haben ein Abkommen unterzeichnet, mit dem internationale Beobachter in der Ukraine eingesetzt werden.

    Sie sollen dort den Durchfluss des Gases kontrollieren - und unter anderem sicherstellen, dass die Ukraine kein Gas abzweigt, das für Westeuropa bestimmt ist. Diesen Vorwurf hatte Russland erhoben.

    Ist das nun eine definitive Lösung? Könnte der Streit schon bald wieder beginnen? Was bedeutet das Ende des Streits für die Beziehungen zwischen Russland und der Ukraine?

    Einschätzungen von Korrespondent Thomas Oberer

  • GM-Chef Rick Wagoner kündigt neues Elektroauto an.

    Autobauer befürchten schwierige Jahre

    In Detroit im US-Bundesstaat Michigan hat eines der wichtigsten Branchentreffen der Autoindustrie begonnen. Anders als in früheren Jahren üben sich viele Hersteller in diesem Jahr aber in Bescheidenheit.

    Neu stehen in diesem Jahr spritsparende Modelle und alternative Antriebstechnologien im Interesse der Besucher. Statt grosser Geländewagen setzen viele Hersteller nun auf Elektro- und Hybridautos.

    Hoffen auf staatliche Unterstützung

    Grosse Autobauer in den USA und Europa hoffen derzeit auf staatliche Unterstützung, um die Folgen der eingebrochenen Nachfrage abzufedern. Die Hersteller erwarten in naher Zukunft miserable Verkaufszahlen, denen sie bislang mit Produktionskürzungen und Entlassungen begegnen.

    Max Akermann

  • Bush räumt Fehler ein

    Wenige Tage vor dem Ende seiner Amtszeit hat US-Präsident George W. Bush eingeräumt, in den vergangenen acht Jahren einzelne Fehlentscheidungen getroffen zu haben.

    Alles in allem zog der scheidende Präsident aber eine positive Bilanz. «Wenn ich nach Texas zurückgehe und dort in den Spiegel schaue, bin ich stolz auf das, was ich sehe», sagte er bei seiner wahrscheinlich letzten Pressekonferenz als Präsident in Washington.

    «Mission accomplished» als Fehler

    Als Fehler bezeichnete er es, bereits wenige Wochen nach der Invasion im Irak die Mission in einer Rede auf einem Flugzeugträger für beendet erklärt zu haben. Auch seine zögerliche Reaktion auf den Hurrikan «Katrina» im Jahr 2005 sei falsch gewesen, so Bush.

    Peter Voegeli

  • Besuch bei den Roma in Zabrauti

    Am 8. Februar stimmen die Schweizerinnen und Schweizer über die Ausdehnung der Personenfreizügigkeit auf Rumänien und Bulgarien ab. Die Gegner fürchten massenhafte Einwanderung und einen Ansturm auf die Sozialwerke.

    Besonders die Roma werden von den Gegnern von rechts immer wieder thematisiert. Glaubt man ihren Worten, so warten unzählige bereits darauf, in die Schweiz zu kommen.

    Eindrücke aus Zabrauti in Rumänien, wo mehr Roma leben als sonstwo in Europa.

    Marc Lehmann

  • Strompreise steigen weniger stark als ursprünglich angekündigt.

    Strompreise steigen moderater als angekündigt

    In Bern beraten Branchenvertreter beim so genannten Stromkongress. Unter anderem wird dabei Bilanz gezogen: nach einem Jahr Stromversorgungsgesetz, einem Jahr Elcom und einem Jahr Marktliberalisierung.

    Auffallend ist, dass die Strompreise weniger stark gestiegen sind als noch im vergangenen Jahr von den Stromkonzernen angekündigt. Sie hatten einen Anstieg von bis zu zwanzig Prozent prognostiziert. Dass dies nicht der Fall ist, geht auf das Einschreiten des Bundesrates zurück.

    Dieser hatte - gegen heftigen Widerstand der Strombranche - Vorschriften erlassen, die den Preisanstieg dämpfen sollten. Dies scheint gelungen: Nach Angaben des Verbandes Schweizerischer Elektrizitätsunternehmen (VSE) ist die Erhöhung etwa halb so stark hoch ausgefallen wie angekündigt.

    Nathalie Christen

  • Streit um Details des deutschen Konjunkturpakets

    In Deutschland berät die schwarz-rote Koalition über die Einzelheiten ihres zweiten Konjunkturpakets. Es ist das grösste der Nachkriegsgeschichte.

    Gestritten wurde bis zuletzt über wichtige Details. Allerdings hiess es aus Koalitionskreisen, dass sich zu zahlreichen Vorschlägen Einvernehmen oder Kompromisse abzeichneten.

    Umstritten waren bis zuletzt Steuersenkungen, die vor allem von der Union gefordert werden, und weitere Konsumanreize wie eine Prämie für den Kauf neuer Autos. Die Ergebnisse des Treffens will Bundeskanzlerin Angela Merkel und Aussenminister Frank-Walter Steinmeier zunächst den Fraktionen und dann der Öffentlichkeit präsentiert werden.

    Ursula Hürzeler

  • Kein Ende des Krieges in Sicht

    Seit 17 Tagen herrscht im Gazastreifen Krieg - und ein Ende ist nicht absehbar. Einzelne Politiker, wie der deutsche Aussenminister Frank-Walter Steinmeier reden davon, ein Waffenstillstand sei in greifbarer Nähe.

    In Gaza selber ist bislang eher das Gegenteil festzustellen. Die Gewalt nimmt von Tag zu Tag zu.

    Ruedi Mäder

  • Yair Hirschfeld: «Israel hatte kaum eine Wahl»

    Angesichts der Gewalt im Gazastreifen fällt es schwer, an eine Aussöhnung zu denken. Zu jenen, die daran früher einmal glaubten, gehört der israelische Geschichtsprofessor Yair Hirschfeld. Heute befürwortet er den Krieg.

    «Israel hatte kaum eine andere Möglichkeit», sagt Hirschfeld im Gespräch mit Schweizer Radio DRS - und diese Haltung deckt sich mit der der israelischen Regierung.

    Das ist erstaunlich, denn in den neunziger Jahren arbeitete Hirschfeld noch entscheidend am Osloer Abkommen mit - an dem Weg also, der den Palästinensern zu einem eigenen Staat verhelfen sollte. Hirschfeld glaubte damals fest an die Aussöhnung.

    Iren Meier

Moderation: Casper Selg, Redaktion: Isabelle Jacobi